Rheineck–Eselschwanz–Wasen–Grimmenstein–Walzenhausen– Hostet–Allmendsberg–Rheineck

Wo Biber und Ritter Spuren hinterliessen

Wenn im Frühjahr die Temperaturen wieder steigen, wird es Zeit für eine Entdeckungstour zu Fuss. Ein guter Tip ist diese Wanderung von Rheineck nach Walzenhausen.
07. Februar 2013, 08:44
Wenn im Frühjahr die Temperaturen wieder steigen, wird es Zeit für eine Entdeckungstour zu Fuss. Ein guter Tip ist diese Wanderung von Rheineck nach Walzenhausen. Zu Beginn führt sie durch das Naturschutzgebiet Eselschwanz. Aufmerksame Wanderer entdecken vielleicht die Spuren einer Biberfamilie. Weiter geht’s nach St.Margrethen und hinauf zur Burgruine Grimmenstein. Wo im Mittelalter einst gekämpft wurde, laden heute Feuerstellen, Tische und Bänke zur Rast. Einkehren können die Wanderer im Dorf Walzenhausen. Wer nun zu müde ist für den Abstieg nach Rheineck, fährt mit der Appenzeller Bahn zurück zum Startort. (lem)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Rheineck Bahnhof
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 11,1 km
Gesamtaufstieg: 404 m
Gesamtabstieg:  404 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Walzenhausen: Restaurant Gambrinus, 0718881189; Restaurant Rondomm, Tel. 071 886 21 21; Restaurant Bahnhof, Tel. 071 888 14 80; Panorama Cafe, Tel. 071 888 14 31; Rheineck: Restaurant Brauerei, Tel. 071 888 17 42; Restaurant Hecht, Tel. 071 888 29 25
Parkplätze: beim Bahnhof Rheineck
Öffentlicher Verkehr: Mit der SBB nach Rheineck
Kartenmaterial: Landeskarten 1:25000, Blatt 1076, St.Margrethen
 
Die Wanderung beginnt am Bahnhof in Rheineck. Wer nicht mit dem Zug anreist, findet beim Bahnhof Parkplätze. Wir folgen dem Wegweiser Richtung Schifflände und unterqueren Gleise und Autobahn. Vom Ufer des Alten Rheins aus führt der Weg flussaufwärts Richtung St.Margrethen. Nach einer Viertelstunde erreichen wir das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz.
 
2 Nach dem Gehölz halten wir links und folgen dem Weg geradeaus zum Baggersee, den wir halb umrunden. Auf diesem Abschnitt, zwischen dem Baggersee und dem Alten Rhein, entdecken aufmerksame Wanderer angenagte Bäume oder angeknabberte Äste. Die Spuren weisen laut Wildhüter Mirko Calderara auf Biber hin. Seit 2006 leben mehrere dieser Nagetiere im Eselschwanz. Weiter geht’s. Der Weg führt vom Baggersee weg in Richtung St.Margrethen. Wir überqueren die Brücke über die Autobahn und biegen nach links ab. Der Kiesweg führt ein kurzes Stück der Autobahn entlang. Von weitem ist das Alte Kirchlein von St.Margrethen zu sehen.
 
Wir gehen links an der Kirche vorbei zum Weiler Wasen und zwischen Trockenmauern hinauf Richtung Burgruine Grimmenstein. Linker Hand ist das Schloss «Vorburg» zu sehen. Es wurde als «Vor-Burg» zur Grimmenstein-Festung erbaut. Seit 1541 befindet es sich in wechselndem Familienbesitz. Wir steigen weiter hinauf durch ein Waldstück und erreichen einen weiteren Weg, wo wir rechts abbiegen und bald freie Sicht auf die Burgruine Grimmenstein erhalten.
 
Auf der Höhe eines Einfamilienhauses zeigt der Wegweiser auf einen kleinen Pfad mitten durch Weinreben hinauf zur denkmalgeschützten Burgruine. «Grimmenstein » wurde 1416 zerstört. Sichtbar sind noch die hoch aufragenden Reste des Wohnturms, eine aus dem Fels gehauene Zisterne sowie Reste der Umfassungsmauer und von Nebengebäuden. Feuerstellen in der Umgebung der Burgruine sowie eine Blockhütte mit Tischen und Bänken laden zur Rast.
 
Wer lieber in einem Restaurant einkehrt, folgt dem Wanderweg nach Walzenhausen. Ein kleiner Pfad führt am «Balishof» vorbei, wo neugierige Alpakas die Wanderer beäugen. Wir steigen Treppenstufen hinauf und erreichen einen Kiesweg. Wir halten rechts und erreichen nach insgesamt zwei Stunden Wanderzeit die Hauptstrasse in Walzenhausen. Von hier aus sind es noch fünf Minuten bis zum Bahnhof und zum Restaurant des Hotels Walzenhausen.
 
Vom Bahnhof fährt die Appenzeller Bahn zurück nach Rheineck zum Ausgangsort der Wanderung. Wer noch nicht müde ist, macht sich zu Fuss an den Abstieg. Gutes Schuhwerk – besonders bei nassem Wetter – ist für diesen Abschnitt ein Muss. Zuerst geht’s aber nochmals aufwärts: Beim Hauptwegweiser halten wir westwärts Richtung Hostet. Nach 200 Metern folgen wir der Strasse in Richtung Lachen und überqueren sie nach 50 Metern. Der Wanderweg führt einer Fabrik entlang in ein Waldstück und hinauf zum Punkt Hostet.

Auf einer Asphaltstrasse gehen wir abwärts in Richtung Allmendsberg. Nach 20 Minuten überqueren wir die Strasse bei der Postautohaltestelle Sonnenberg und biegen nach links ab. Ein kleiner Pfad führt durch den Wald hinunter zum Allmendsberg. Wir folgen geradeaus einer Asphaltstrasse, die in einen Wiesenpfad mündet. Über eine Kuppe erreichen wir den Rheinecker Schutzwald. Nach zehn Minuten kreuzt sich der Pfad mit einem grösseren Weg. Wir gehen nach rechts in Richtung Bahnhof Rheineck und wandern bald auf der asphaltierten Schutzwaldstrasse. Die beschilderte Wanderroute führt über die Brüggershof- in die Hauptstrasse. Beim Hotel Hecht biegen wir nach rechts ab. Der Bahnhof Rheineck ist in Sichtweite.

 
 

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