Roggwil – Esserswil – Watt – Freidorf – Schloss Mammertshofen – Buemüli – Roggwil

Winterlicher Spaziergang rund um Roggwil

Es gibt Tage, da wird es erst gar nicht richtig hell. Raus an die frische Luft sollte die Familie trotzdem. Dieser Spaziergang rund um Roggwil ist für dunkle Wintertage ideal. Nicht zu lang, nicht zu steil. Die Wanderkarte kann man getrost zu Hause lassen. Der Weg wurde durch die Gemeinde vorbildlich ausgeschildert. Und wo die weissen «Roggwil bewegt»-Schilder fehlen, gilt es, den gelben Wanderpfeilen zu folgen.
27. Dezember 2012, 09:02
Wer auf der Suche nach einem gemütlichen Winterspaziergang mit Kind und Kegel ist, der wird in und um Roggwil fündig. Die Route bietet trotz geographischer Kleinräumigkeit einige Highlights wie etwa das Schloss Mammertshofen und eine wunderschöne Aussicht über den Thurgau und den Bodensee. Die Gemeinde Roggwil hat auf dem Rundweg Informationstafeln aufgestellt, welche allerlei Interessantes über Obstbau, Wasserversorgung und historische Gebäude entlang der Route verraten. Im Sommer lockt zudem eine wunderschöne, grosse Feuerstelle zum Pausieren. Im Winter ist das Restaurant Ruggisberg einen Abstecher wert. (kaf)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Roggwil
Wanderzeit: knapp zwei Stunden
Weglänge: 6,5 km
Gesamtaufstieg: 164 m
Gesamtabstieg:  164 m
Ausrüstung: Turnschuhe im Sommer, wasserdichtes Schuhwerk im Winter
Gaststätten: Roggwil, Restaurant Tres Amigos, 071 455 12 19 (täglich geöffnet) und Häggenschwil, Restaurant Ruggisberg, 071 298 54 64, (Mo und Di geschlossen)
Parkplätze: Sportanlage Roggwil
Öffentlicher Verkehr: Postauto-Linie St.Gallen–Roggwil–Arbon oder Interregio St.Gallen–Roggwil–Berg
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1075, Rorschach
 
1 Die Wanderung beginnt beim Schloss Roggwil. Etwas versteckt liegt es hinter einem ungewöhnlich hohen und prachtvollen Fachwerkbau (Restaurant Tres Amigos) unweit der Hauptstrasse und der Postautohaltestelle. Das schmucke Landschlösschen gehörte lange Zeit in den Besitz des Klosters St.Gallens. Nach der Liquidation der Klostergüter verwahrloste das Anwesen und beherbergte zeitweise gar die Dorfkäserei. Heute strahlt es, Denkmalpflege sei Dank, wieder in altem Glanz. Beim Schloss folgen wir dem gelben Wegweiser, am kleinen Park vorbei, Richtung Westen.
 
2 Nach wenigen Schritten lassen wir den Dorfkern hinter uns und sehen vor uns die typische Thurgauer Kulturlandschaft mit verstreuten Obstbäumen und weiter Sicht. Vor dem ersten kleinen Waldstück lockt schon die erste Ruhebank zum Höckeln. Weil wir aber wissen, dass der Blick ins Land und auf den See noch weit grandioser wird, gehen wir weiter.
 
3 Im Weiler Esserswiil biegen wir links ab und folgen der wenig befahrenen (geteerten) Landstrasse. Bei schönem Wetter und in Begleitung von Kindern sollte man, kurz bevor der Weg ansteigt, dem Fischweiher rechter Hand einen Besuch abstatten. Die Infotafel der Gemeinde erwähnt, dass man einige 100 Meter weiter die Kantonsgrenze zu St.Gallen zwar nicht überquere, aber doch streife.
 
4 Der kleine Aufstieg in die Watt belohnt mit einem erstaunlichen Fernblick, weit über den Bodensee hinaus. Diesmal lohnt es sich also, auf der Bank unter der prächtigen Linde kurz Platz zunehmen.
 
5 Eine Brücke führt über die Gleise der SOB in den Weiler Watt. Wer bei milden Temperaturen unterwegs ist und Wurst und Zündhölzer im Rucksack mitträgt, dem sei ein kurzer Abstecher zur 350 Meter entfernten Schweizer-Familie-Feuerstelle empfohlen (Ein Schild weist links den Weg). Dort lässt sich an Tisch und Bank herrlich schattig grillieren. Winterspaziergänger steuern hingegen rechts das etwas versteckt gelegene Brücklein über den Haselbach an. Danach, statt links, geradeaus dem Trampelpfad folgen, auf der Landstrasse kurz rechts halten, dann sofort links einschlagen, um auf den Ruggisberg zu kommen. Die Wirtschaft mit gleichem Namen lohnt den kleinen Umweg allemal.
 
6 Gestärkt und aufgewärmt, gilt es zu entscheiden, ob man zurück zur Watt und dann über den Lenggehof der Bahnlinie entlang nach Freidorf spazieren will oder lieber den grösseren Bogen über Roggebüel wählt.
 
7 Kurz vor dem Bahnhof Roggwil-Berg gilt es, scharf links abzubiegen, direkt an der Baustelle des «Mammertsberg» vorbei. Der historische Landgasthof hat eine leidvolle Geschichte hinter sich und wird nun endlich wieder richtig herausgeputzt. Eröffnung soll im Frühjahr 2013 sein.
 
8 Über Felder und Wiesen spazieren wir zum Schloss Mammertshofen. Schon von weit her ist der gewaltige Bergfried zu erkennen. Das Schloss war Sitz der St.Gallischen Marschalken, deren Geschlecht um 1360 ausstarb. Heute ist es in Privatbesitz.
 
9 Über die Hauptstrasse gelangen wir zur «Buemüli», der ehemaligen Schlossmühle. Leider sind die alten Wasserräder nicht mehr zu sehen. Kurz danach biegen wir links ab und spazieren zum Ausgangspunkt zurück.




 
 

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