Haltestelle Mühleboden – Verzweigung Vermol – Alpenrösli – Rastplatz mit Feuerstelle – Aussichtspunkt Chapfenstein – Güetli – Bushaltestelle Mels Post

Weitsicht, Stausee und ein verkehrshistorisches Bijou

Die Wanderung startet im Weisstannental, führt über die Seez und auf schmalem Pfad den Hang entlang in die zu Mels gehörende Siedlung Vermol. Nachdem man die Aussicht von der Hangsiedlung mit Kapelle genossen hat, führt der Weg zum Chapfensee.
21. Oktober 2015, 16:28
Zuerst passiert man das Kurhaus Alpenrösli, wo sich Gelegenheit zum Einkehren bietet. Kurz davor biegt der Weg nach rechts ab. Durch eine Landschaft mit Wald und Moor geht es hinab zum See, wo es einen Rastplatz gibt. Der Weg nach Mels verläuft teilweise auf der im 18. Jahrhundert erbauten ersten Fahrstrasse nach Vermol, welche zum Inventar historischer Verkehrswege zählt. (kar)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof Sargans
Wanderzeit: 3 Stunden, 20 Minuten
Weglänge: 9,8 km
Gesamtaufstieg: 450 m
Gesamtabstieg: 806 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Picknick für Rast beim Chapfensee
Gaststätten: Mädris-Vermol, Restaurant Alpenrösli, 0817231771, verschiedene Restaurants in Mels vorhanden
Parkplätze: In Sargans und beim Pizolpark vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Zug S4 nach Sargans, Bus 432 fährt stündlich ins Weisstannental. An Werktagen mit Bus 430 zum Pizolpark, Umstieg in Bus 432
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1155 Sargans
Ausgangspunkt ist der Bahnhof Sargans, der aus der ganzen Ostschweiz gut erreichbar ist. Der Bus 432 führt stündlich in Zickzack- Kurven den Vorderberg hinauf ins Weisstannental. Bei der Haltestelle Mühleboden
 
1 ist Aussteigen angesagt. Die Wanderung führt erst ein Stück entlang der Strasse, dann geht’s nach rechts hinab zur Seez. Nun führt ein schmaler Pfad steil bergan, vorbei an Gehöften und Ställen. Bei einem davon darf man sich nicht täuschen lassen vom breiten Weg, der in einer Kehre nach links führt. Der richtige Pfad führt durch das Gatter eines Weidezauns, bei dem man ein paar Stangen entfernen muss. Dem Wanderer fällt auf, dass die Häuser durch ein Netz von Seilbahnen verbunden sind, welche auch zur anderen Talseite führen. Da böten sich bequeme Abkürzungen an, wären die Seilbahnen ÖVtauglich. Vorbei an überwachsenen Grundmauern führt der Pfad in den Einschnitt des Urbachs, der mittels einer steinigen Furt überquert wird. Bald vereinigt er sich mit dem von links kommenden Wanderweg von Weisstannen her. Auf einem Fahrweg, der durch den abschüssigen Einschnitt des Lutzbachs hindurchführt, geht es nun in die zu Mels gehörende Siedlung Vermol.
 
2 Hier zweigt der Wanderweg nach links ab, es geht bergan an der Kapelle vorbei zum Kurhaus Alpenrösli

3 , wo sich die Gelegenheit zum Einkehren bietet. Kurz vorher biegt der Weg zum Chapfensee nach rechts ab. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wald und Moor geht es hinab zum See. Die sumpfigen Wegstellen sind gesichert durch hölzerne, mit Drahtgitter überzogene Stege. Tafeln zeigen an, dass man sich im Naturschutzgebiet befindet. Am Ufer angelangt, empfiehlt sich der Weg nach links, um den See zu umrunden. Man gelangt so zum Rastplatz
 
4 am westlichen Ende der nördlichen Staumauer. Hier gibt es Tische, Bänke, eine Feuerstelle und sogar ein WC. Der Chapfensee entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Er speist die Wasserturbinen des Kraftwerks Plons, welches die Region mit Energie versorgt. Bemerkenswert sind die Staumauern im Norden und im Osten des Sees. Im Unterschied zu anderen bestehen diese nicht aus Sichtbeton, sondern aus Natursteinen. Die Route führt nun über die nördliche Staumauer. An deren Ende ist eine Abzweigung nach links zum Aussichtspunkt Chapfenstein
 
5 ausgeschildert. Dieser Umweg lohnt sich, bietet sich hier ein weiter Blick von den Churfirsten über den Talkessel von Mels und Sargans bis zum Rheintal. Der Wanderweg führt weiter über die östliche Staumauer und verläuft einen halben Kilometer auf der Zufahrtsstrasse zum Stausee. Anschliessend geht es einen steilen Waldpfad hinunter zum Hof Güetli.
 
6 Nach einem Stück entlang einer Kehre auf der asphaltierten modernen Strasse von Mels nach Vermol biegt der Wanderweg rechts ab auf ein verkehrshistorisches Bijou, das wegen des grossen Gefälles und der holprigen Steinbesetzung eine anspruchsvolle Strecke darstellt: Die im 18. Jahrhundert erbaute erste Fahrstrasse nach Vermol, welche zum Inventar Historischer Verkehrswege der Schweiz zählt, weil sie aussergewöhnlich gut erhalten ist. Sie wurde erst in den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts durch die heutige Strasse abgelöst. Es ist eindrücklich sich vorzustellen, wie vor 200 Jahren in Handarbeit, ohne Baumaschinen und Sprengstoff, im abschüssigen Berghang eine solide Strasse mit Randmauern errichtet wurde. Auf der historischen Strasse, welche sich im «Vorort» St. Martin mit der heutigen deckt, geht es an Ruine und Schloss Nidberg vorbei in den Dorfkern von Mels. Ab Haltestelle Post

7 geht es mit dem Bus zurück zum Bahnhof Sargans.
 
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