Bahnhof Wiesengrund–Matzingen–Stettfurt (Schloss Sonnenberg)– Waldhof–Wängi (Wiesengrund)

Wanderweg, der zur Meditation einlädt

Die Wanderung von Wiesengrund entlang der Murg Richtung Matzingen ist wahrlich ein Genuss für jede Wanderin und jeden Wanderer. Das leise Rauschen des Wassers hilft jedem Stadtmenschen, seine innere Ruhe zu finden – der Weg lädt zum Meditieren ein.
16. Januar 2014, 10:46
Die braunen, grünen, orangen und violetten Blätter der Bäume geben der Landschaft Atmosphäre. Bis Stettfurt verläuft der Wanderweg eben und ist sehr leicht zu begehen. Von Stettfurt Richtung Sonnenberg muss der Wanderer eine kurze aber etwas steile Steigung absolvieren. Diese ist aber auch für weniger Geübte ohne grosse Schweissausbrüche zu meistern.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wiesengrund bei Wängi
Wanderzeit: 2 bis 2 1/2 Stunden
Weglänge: 8,3 km
Gesamtaufstieg: 176 m
Gesamtabstieg:  176 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, im Winter grosse Teile auch für Schneeschuhe geeignet
Gaststätten: Stettfurt, Restaurant Freudenberg, 052 376 11 68; Wängi, Gasthof Linde, 052 378 12 15
Parkplätze: Wiesengrund, gleich neben der Firma De Martin AG
Öffentlicher Verkehr: Frauenfeld-Wil Bahn, Haltestelle Wiesengrund
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1073 Wil
 
1 Die Wanderung beginnt in Wiesengrund bei Wängi. Mit der Frauenfeld-Wil-Bahn gelangt man innert weniger Minuten, von Wil oder von Frauenfeld aus, nach Wiesengrund. Wer mit dem Auto anreist, kann seinen Wagen auf den Parkplätzen gleich neben der Firma De Martin parkieren. Von der Haltestelle Wiesengrund her führt die Wanderung Richtung Heiterschen. Sobald man die Hauptstrasse überquert hat, läuft man an den Parkplätzen vorbei über die Brücke zum gelben Hauptwegweiser. Von hier aus führt der schmale Wanderweg alles dem Fluss Murg entlang in Richtung Matzingen. Der Weg ist eben, leicht zu absolvieren und führt über schöne und weite Landschaften. Die braunen, grünen, orangen und violetten Blätter der Bäume und Sträucher verleihen der Landschaft eine beruhigende Atmosphäre. Das Rauschen der Murg lädt zur Meditation ein. Man versinkt in Gedanken und lässt vom Alltagsstress Schritt um Schritt etwas mehr los.
 
2 Kurz vor Matzingen muss die Hauptstrasse St.Gallen–Zürich überquert werden. Die Wanderung verläuft nun weiter der Murg entlang. Wieder schweift der Blick über weite Landschaften. Nach etwa 200 Metern nimmt man den schmalen Wanderweg in den Wald hinein. Der Weg ist jetzt etwas holperig und matschig. Die Erde ist nass. Nur selten dringen die Sonnenstrahlen durch die grossen und dicht aneinanderstehenden Bäume hindurch. Nach 200 Metern hört man ein lautes Rauschen des Wassers. Der kleine Wasserfall lädt zu einer kurzen Pause ein. Sobald man die alte Brücke über den Fluss überquert hat, die einem an die Filme von «Indianer Jones» erinnert, gelangt man auf einen Grillplatz, der aussieht, als sei er gerade vor kurzem renoviert worden. Rentner sitzen auf Bänken. Kinder spielen auf dem Areal. Neben dem Rastplatz ist ein weites Feld eingezäunt. Hinter dem Zaun rennen Rehe umher. In der Mitte ist ein kleiner Weiher. Ein Storch steht wie eingefroren da und blickt auf die Kinder. Die Wanderung führt nun vorbei an der Agrola-Tankstelle. Sobald man die Hauptstrasse überquert hat, gelangt man auf einen Nebenweg.

3 Jetzt führt die Wanderung gerade aus nach Stettfurt. Nach hundert Metern läuft man auf einen Naturweg. Dieser ist von Beginn an in eine herrliche Landschaft eingebettet. Nach kurzer Zeit fühlt man sich bereits weit weg von der Zivilisation. Es herrscht absolute Stille. Auf der linken Seite, hoch oben, ist das Schloss Sonnenberg zusehen. Leichter Nebel versperrt die Sicht auf das Schloss. Die Route führt nun in den Wald hinein und nach einem zehnminütigen Marsch überquert man wieder eine Brücke und läuft vorbei an herrschaftlichen Villen in Richtung Sonnenberg hoch. Kurz vor Sonnenberg läuft man beim Restaurant Freudenberg vorbei. Der Familienbetrieb liegt eingebettet in einer der schönsten Landschaften des Kantons Thurgau. Weiter geht’s bergauf zum Schloss. Die kleine Farm mit Eseln, Schweinen und Pferden neben dem Schloss lädt zum Verweilen ein. Michael Schuhmacher, der zurzeit wegen eines Skiunfalls im Koma liegt, wollte vor Jahren das Schloss kaufen. Leider hatte es nicht geklappt. Ab hier nimmt der Wanderer den Bettelweg, der steil runter durch den Wald nach Waldhof führt.
 
4 Von Stettfurt bis zum Waldhof läuft man etwa 40 Minuten. Von nun an geht es meist leicht bergab und nur noch selten leicht aufwärts. Der Weg ist mehrheitlich geteert. Ist man nach 40 Minuten auf dem Waldhof oben angekommen, wird man mit einer herrlichen Panoramasicht über Wängi belohnt. Nun geht es nur noch bergab nach Wiesengrund. Ausser der Wanderer entschliesst sich für eine Pause im Gasthof Linde.
 

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