St.Gallen Haggen – Riethüsli – Unterer Brand – Eulennest – Schäflisegg – Fröhlichsegg – Wolfganghof – St.Gallen Haggen

Wanderung zwischen Berg und See, Stadt und Land

(Mea McGhee)
Mal spaziert man durchs Quartier, dann durch den Wald oder über die Wiese, und wieder durchs Quartier. Mal ist es der Alpstein, dann der Bodensee, der das Auge des Wanderers erfreut.
24. Mai 2012, 07:44
Die Rundwanderung mit Start in St. Gallen Haggen ist voller Gegensätze. Auf der Teufner Fröhlichsegg befindet sich der Kulminationspunkt mit wunderbarem Berg-Panorama, der entsprechenden Informationstafel und kostenlos benutzbarem Fernrohr. Wer zum Schluss noch Energie hat, gönnt sich einen Abstecher ins Sittertobel und über die «Ganggelibrücke», andernfalls gibt es einen direkteren und weniger steilen Weg zurück
zum Ausgangspunkt.
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof St. Gallen Haggen
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Weglänge: 12,9 km
Gesamtaufstieg: 633 m
Gesamtabstieg: 633 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Unterer Brand, Telefon 0712222934 (Donnerstag geschlossen). Schlössli Haggen, Telefon 0712773101 (Montag und Dienstag geschlossen)
Parkplätze: Beim Bahnhof St. Gallen Haggen
Öffentlicher Verkehr: Mit der SOB zum Bahnhof Haggen oder mit der Buslinie 2 vom Hauptbahnhof St. Gallen nach Haggen
Kartenmaterial: Wanderkarte Appenzellerland 1:25000
 
1 Vom Bahnhof Haggen aus geht es zunächst durchs Quartier Richtung Solitüde. Die Steigung der Wilenstrasse regt den Puls an, die Leistung wird durch die Aussicht aufs Fürstenland und den Säntis belohnt. Bei der Gabelung im Wald den rechten Weg nach St. Gallen St.Georgen wählen.
 
2 Der Kiesweg steigt bis Oberhofstetten sanft an, und auf der Kuppe eröffnet sich die Aussicht auf die Stadt St. Gallen und den Bodensee.
 
3 Das Riethüsli erreicht man durch urbanes Gebiet. Hinter der Bushaltestelle Riethüsli führt linker Hand ein Weg durch den Falkenwald bergan Richtung Unterer Brand. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt des Landwirtschaftslehrpfades St. Gallen. Einer Infotafel ist unter anderem zu entnehmen, dass 30 Prozent des Stadtgebietes landwirtschaftlich genutzt werden. Gut möglich, dass bald Kinderstimmen zu hören sind, passiert man doch das Waldsofa der St. Galler Waldkinder. Am Waldrand lädt eine Feuerstelle zum Picknick.
 
4 Wer sich lieber im Gasthaus stärkt, wandert an der Sternwarte der Kantonsschule St. Gallen vorbei und weiter zum Unteren Brand.
 
5 Hinter dem Gasthaus Unterer Brand führt der Weg durch den Wald hinab ins Brandtobel und zur Grenze zwischen den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden.

6 Dem Wegweiser Egg-Schäflisegg folgen und steil bergan schreiten. Auf der Krete Schäflisegg angelangt wendet man sich nach rechts und folgt dem Eggen Höhenweg bis zur Fröhlichsegg.

7 Die Fröhlichsegg bietet eine wunderbare Aussicht und ist der Kulminationspunkt der Wanderroute. Zwei gut ausgerüstete Feuerstellen laden zum Verweilen. Eine Panoramatafel erklärt die zahlreichen Gipfel, die man dank eines installierten Fernrohrs kostenlos ganz nahe heranholen kann. Der 53,4 km entfernte Bächistock ist der in südlicher Richtung entfernteste Punkt, den man von hier oben aus sehen kann. Von nun an geht es für ein gutes Wegstück bergab. Linker Hand liegt eine weitere Feuerstelle, von der aus das Dorf Stein zu sehen ist. Nachdem die Asphaltstrasse passiert ist, führt der Wanderweg über die Wiese hinab Richtung Lustmühle. Bei der Spiessenrüti passiert man das älteste bekannte Wohnhaus des Appenzellerlandes. So steht es jedenfalls im Infotext, den der Ausserrhoder Denkmalpfleger Fredi Altherr verfasst hat. Einige Balken des Kernhauses datieren aus den Jahren 1451/52, dies haben Untersuchungen hervorgebracht. Bei Renovationsarbeiten im Jahr 2007 trat ausserdem eine bemalte Fassade mit einer Hafenszene aus dem 17. Jahrhundert zutage. Via Gstalden gelangt man zur Lustmühle.

8 In der Lustmühle werden das Trassee der Appenzeller Bahnen sowie zwei Strassen überquert, ehe der Weg rechts hinauf zur Brücke über die Umfahrungsstrasse führt. Bald wird es wieder ländlich, man passiert Bauernhöfe, schreitet über Wiesen und blickt dabei Richtung Fürstenland. Auf dem Weg zur Hauteten fallen einem die Brücken auf, die das Sittertobel überspannen. Bald geht es rechter Hand in den Wald hinein. Wer den zusätzlichen steilen Aufstieg nicht scheut, kann nun auf schmalem Pfade zur Sitter hinabsteigen und die Füsse ins erfrischende Nass halten.

9 Alle anderen folgen dem Kiespfad und gelangen via Kantonsgrenze bei der Nordmüli hinauf zur Haggenbrücke, genannt «Ganggelibrogg».
 
10 Von der Haggenbrücke ist es nicht mehr weit bis zum Ziel beim Bahnhof St. Gallen Haggen. Auf dem Weg durchs Quartier besteht die Möglichkeit, sich im «Schlössli Haggen» kulinarisch verwöhnen zu lassen.


Mal spaziert man durchs Quartier, dann durch den Wald oder über die Wiese, und wieder durchs Quartier. Mal ist es der Alpstein, dann der Bodensee, der das Auge des Wanderers erfreut. (Bilder: Mea McGhee)



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