Altnau Bahnhof–Geuse–Waldheim–Oberdorf–Neuwinggle–Rigishus– Altnau Bahnhof

Während der Blütezeit dem Apfelweg entlangspazieren

Auf dem Apfelweg lässt sich viel Spannendes über den Obstbau im Thurgauer Apfeldorf Altnau erfahren. 24 Infotafeln weisen den Weg durch das Dorf, das mehr Apfelbäume als Einwohner zählt. Besonders zur Apfelblüte im Mai lohnt sich ein Ausflug.
28. April 2016, 12:11
500 Meter vom Bahnhof entfernt beginnt der Weg, der auch für Velos und Kinderwagen geeignet ist. Bänke und Picknickplätze bieten Gelegenheit für Verschnaufpausen. Während man durch die Obstanlagen schlendert, kann man gleichzeitig die Aussicht auf den Bodensee geniessen. Ebenfalls lohnenswert ist ein kurzer Abstecher zum Altnauer Steg, der 270 Meter in den Bodensee hineinragt. (ibr)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Altnau Bahnhof
Wanderzeit: 2 Stunden und 5 Minuten
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 114 m
Gesamtabstieg: 114 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Gasthaus Krone, Altnau, 07169519 12, Wirtschaft zum Schwanen, Altnau, 07169518 16.
Parkplätze: Direkt am Bahnhof hat es genügend Parkmöglichkeiten.
Öffentlicher Verkehr: Sowohl in Richtung St.Gallen als auch in Richtung Schaffhausen verkehren zwei Züge pro Stunde. Ebenfalls am Bahnhof befindet sich eine Bushaltestelle.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1054 Weinfelden
1 Der Start der Wanderung befindet sich am Bahnhof Altnau. Altnau ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Egal, ob mit der Bahn, dem Postauto oder gar mit dem Schiff. Im Halbstundentakt verkehren Züge ab Winterthur, Schaffhausen, Kreuzlingen, Romanshorn, Rorschach und St.Gallen. 500 Meter vom Bahnhof entfernt beginnt der Apfelweg. Wegweiser leiten durch das Dorf sowie vor allem durch die Obstplantagen. 24 Infotafeln erzählen Wissenswertes über den Obstanbau im Thurgauer Apfeldorf Altnau. Besonders schön ist ein Ausflug im Mai zur Apfelblüte oder im Spätsommer zur Erntezeit, während der Altnauer Apfelwochen.
 
2 Gleich zu Beginn führt der Weg weg vom Dorf und hinein in die ersten Obstplantagen. Während der Blütezeit liegt in der Luft der Duft der verschiedenen Obstsorten. Es gibt sowohl Hochstammbäume als auch Niederstammanlagen zu bestaunen. Während Hochstammbäume sich über Jahrzehnte hinweg entwickeln und die Obstwiesen, wie jene in Altnau, zieren, gibt es in Niederstammanlagen relativ häufige Baumwechsel. Die Niederstammbäume bringen bereits mit drei bis vier Jahren hohe Erträge. Nach intensiver Nutzung werden sie nach rund 15 Jahren ersetzt.

3 Nachdem der Wanderweg an den ersten paar Obstanlagen vorbeigekommen ist, führt er erstmals leicht den Berg hinauf. Dann zeigt sich der Ausblick auf die weitläufigen Felder und auf den Bodensee. Ebenfalls gut sichtbar ist während des ganzen Rundweges die evangelische Kirche, die sich in der Nähe des Dorfzentrums befindet. Am obersten Punkt der Wanderung zeigt sich dann der erwähnte Ausblick von seiner ganzen Pracht. Auf diversen Bänken und Picknickplätzen sowie an Feuerstellen lässt sich der Weitblick besonders geniessen.
 
4 Nach dem ersten Ausflug in die Obstplantagen geht es zurück in Richtung Dorf. Es geht nochmals vorbei an einigen Plantagen und Bauernhöfen. Danach erreicht man bei Oberdorf erstmals eine Gaststätte. In der Wirtschaft zum Schwanen gibt es die Möglichkeit sich zu verpflegen. Sowohl drinnen als auch draussen. Dann führt der Weg an der evangelischen Kirche vorbei und wieder hinaus aus dem Dorf. Für die Region typische Riegelhäuser gibt es gleich mehrfach zu bestaunen.
 
5 Nun folgt die zweite Hälfte des Apfelweges. Ab jetzt weisen grüne Tafeln den Weg. Auf einer Tafel steht geschrieben, dass im Kanton Thurgau jährlich 41334 Tonnen Tafeläpfel und 33930 Tonnen Mostäpfel geerntet werden. Das sind 31 respektive 53 Prozent der gesamten Schweizer Produktion. Nicht umsonst wird der Kanton auch als «Mostindien» bezeichnet. Vor Neuwinggle überquert man ein kleines Bächlein. Ebenfalls kommt man an einem Weiher vorbei.
 
6 Danach führt der Wanderweg wieder leicht herab in Richtung See. Beeindruckend sind dabei immer wieder die Hochstammbäume, die in verschiedenen Farben blühen. Zum Ende hin verschwindet dann der Blick auf den See. Noch ein kleiner Schwenker nach rechts, vorbei an farbigen Holzbänken, und schon ist der Apfelweg zu Ende.
 
7 Ein kleiner Ausflug zum Hafen lohnt sich in Altnau immer. Dort ragt der Altnauer Steg 270 Meter in den Bodensee hinein. Vom Steg aus geniesst man eine wunderbare Aussicht auf die anderen, aber auch auf das Altnauer Ufer. Ebenfalls lädt das Gasthaus Krone mit Blick auf den Bodensee zum Verweilen ein.
 
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