Rehetobel–Oberkaien–Höchi–Weid–Heiden–Schwendi–Wienacht-Tobel– Buechstig–Steiniger Tisch–Thal–Rheineck

Von der voralpinen Genusshochburg zum Buechberg

In Rehetobel verlockt eine erstaunliche Zahl von Schlemmerlokalen zum Bleiben. Heute aber wollen wir nicht schlemmen, sondern wandern. Ein anfangs tüchtig ansteigender Weg führt ostwärts Richtung Kaien und Heiden.
20. März 2014, 09:49
Die Anstrengung wird belohnt mit einer prächtigen Weitsicht Richtung Thurgau, Toggenburg und Alpstein, zu den Vorarlberger und Liechtensteiner Alpen und über den Bodensee. Von Heiden führt der Weg in einem weiten Bogen zum östlichsten Ausläufer der Appenzeller Hügel. Es geht durch das schmucke Dörfchen Wienacht-Tobel und auf der Krete des Buechbergs zum «Steinigen Tisch» und nach Rheineck. (Hn.)
 






 


Die Wanderung im Überblick

Start: Rehetobel
Ziel: Rheineck
Wanderzeit: 3 3⁄4 Stunden
Weglänge: 13,4 km
Gesamtaufstieg: 328 m
Gesamtabstieg:  879 m
Ausrüstung: Robuste Halb- oder Wanderschuhe
Gaststätten: Ob dem Holz, Rehetobel (Tel. 071 877 12 72), Station, Schwendi (Tel. 071 891 12 52), Weid, Heiden (Tel. 991 28 74), Steiniger Tisch, Staad (Tel. 071 888 1205), sowie in den Dörfern
Öffentlicher Verkehr: Postautolinie 80.121 (Rehetobel); Postautolinie 80.242 und S-B ahn in Rheineck
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1076 St.Margrethen; Blatt 1075 Rorschach
 
1 Bei der Postautohaltestelle Rehetobel Dorf steht ein ganzer Maibaum von Wanderwegweisern. Wir halten uns an die Destinationen Kaienspitz und Heiden. Dafür überqueren wir die Hauptstrasse und folgen links dem Strässchen zum Altersheim. Hinter den beiden Restaurants Post und Alte Post folgt eine Linkskurve, dann führt der Weg gerade – und reichlich steil – aus dem Dorf. Innehalten und sich umdrehen lohnt sich: Schon hier ist die Aussicht in den Alpstein und westwärts Richtung Toggenburg, Fürstenland und Thurgau grossartig.
 
2 Die Abzweigung links hinauf zum «Gupf» ignorieren wir tapfer, heute ist Wandertag, nicht Schlemmertag. Aber es sei einmal gesagt: Was dieses Rehetobel mit «Gupf» , Gasthaus zur Post und Urwaldhaus zum Bären für ein kulinarisches Angebot hat, ist schon erstaunlich! Bei Oberkaien führt der Fussweg grad die Wiese hinauf zum Kaienspitz. Das wäre eine Variante, wir bleiben aber auf dem Teersträsschen, das linkerhand um die Kuppe läuft und dann in einer Waldpartie nochmals ziemlich steil ansteigt.
 
3 Diese Wegvariante führt uns, nachdem wir im Wald zweimal links abgezweigt sind, zu unserem Lieblingsstück zwischen Rehetobel und Heiden. Nach dem Austritt aus dem Wald haben wir einen erst steilen, dann sanft abfallenden, weiten Wiesenrücken vor uns, auf dessen Kuppe der Weg durchs blosse Gras läuft. Die Aussicht ist atemberaubend. Links geht sie über den Fünfländerblick und den See ins Süddeutsche hinein, grad vor uns liegen die Bregenzer Bucht und das Rheindelta, dahinter die Hügel des Allgäus. Und rechts sind die Vorarlberger und – wie wir annehmen – Liechtensteiner Berggipfel zu sehen. Als Fixpunkte stehen grad unter uns die Kirchtürme von Heiden und Wolfhalden.
 
4 In Heiden machen wir via Lindenplatz und Kursaal einen Abstecher zum Dorfplatz, der Grosszügigkeit ausstrahlt und ein eigentlicher Postautoknoten ist. Die Busse lassen wir diesmal stehen. Es geht zu Fuss weiter zum Bahnhof hinunter und ein Stück nach dem Bahnübergang links weg in Richtung Wienacht-Tobel.
 
5 Ein Tobel erwartet uns aber schon vorher. Auf einem steil abfallenden Feldweglein tauchen wir in den Wald, überqueren einen Bach und treffen auf einen verwunschenen Weiler mit Pferden und Tipizelt. Ebenso steil steigt der Weg nach einem ebenen Stück auf der anderen Talseite wieder in die Höhe.
 
6 Wir schlüpfen unter dem Gleise der Rorschach–Heiden–Bergbahn durch und treffen auf das klassische Ensemble von Bahnhof und Restaurant Station. Eine Tigerkatze räkelt sich auf dem Perron, schöne Nachmittagsidylle . Nach einem kleinen Anstieg biegen wir rechts ab.
 
7 Der Blick geht über den Talkessel von Thal, wir passieren den ersten Weinberg und stehen unvermittelt in Wienacht-Tobel. Mit seinen eng aneinander gewürfelten Holzhäusern ist das Dörfchen ein Bijou, das nicht nur an Weihnachten wegen seines Namens Aufmerksamkeit verdient. Aus dem Dörfchen geht der Weg hinauf in die Weinberge und später durch den Wald zum Buechstig.
 
8 Den passieren wir nordwärts und wandern dann am Schloss Greifenstein vorbei zum Steinigen Tisch. Links liegen Bodensee und Flugplatz Altenrhein, rechts unter einer steilen Felswand die Rebberge des Buechbergs. Erlesene Lage!
 
9 Unmittelbar hinter dem Restaurant Steiniger Tisch tauchen wir durch die Rebberge nach Thal ab, das wir links streifen – obwohl der schöne Dorfplatz ebenfalls einen Besuch lohnte. Auf einem hübschen Wanderweg etwas abseits der Hauptstrasse erreichen wir Rheineck.
 
 
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