St.Gallen–St.Georgen–Waldegg–Teufen–Neppenegg–Hohe Buche–Wissegg–Gäbris–Gais

Von der Mühleggschlucht aus durchs Appenzellerland

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Diese Wanderung erfordert Ausdauer. Drei steile Anstiege führen, teils querfeldein, vom St.Galler Klosterbezirk aus ins Appenzellerland und zum nördlichsten Schweizer Voralpengipfel, dem Gäbris.

10. November 2016, 09:35
Für die Strapazen belohnt wird man mit einer einzigartigen Aussicht auf den ganzen Alpstein und schliesslich mit dem entspannten Abstieg vom Gäbris hinunter bis nach Gais. (ghi)

 









 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: St.Gallen/Gais
Wanderzeit: 4 Stunden, 45 Minuten
Weglänge: 15,4 km, für Kinderwagen nicht geeignet
Gesamtaufstieg: 854m
Gesamtabstieg: 611 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Restaurant Waldegg, Teufen, Platz im Voraus reservieren, Tel.: 0713331230. Restaurant Hohe Buche, Trogen, Tel.: 0717931785. Gasthaus Oberer Gäbris, Gais, Tel: 0717931601.
Parkplätze: ZentrumGais
Öffentlicher Verkehr: Appenzeller Bahnen, Linie St.Gallen–Appenzell, Haltestelle Hauptbahnhof St.Gallen und Bahnhof Gais.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095Gais und 1075 Rorschach.
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1 Wir beginnen bei der Talstation der Mühleggbahn, unweit des St.Galler Klosterbezirks. Dort, wo der irische Mönch Gallus im Jahr 612 der Legende nach stolperte und so die Stadt St.Gallen gründete, beginnt die knapp fünf Stunden lange Wanderung ins Appenzellerland. Der Weg führt gleich zu Beginn steil entlang des Wasserfalls die Mühleggschlucht hinauf. Danach erreichen wir die Bergstation der Mühleggbahn in St.Georgen. Wer will, kann aber auch schonend beginnen und stattdessen die Drahtseilbahn nehmen.

2 Von St.Georgen aus geht es auf der Spiltrücklistrasse an der Beckenhalde vorbei hinauf Richtung Waldegg. Rund eine Stunde dauert der Aufstieg, der hauptsächlich durch den Stueleggwald führt. Wer zurückblickt, sieht an manchem Herbsttag die Stadt im Nebelmeer verschwinden. Auffallend ist, wie schnell wir die Stadt hinter uns lassen und sich schon nach wenigen hundert Metern eine ländliche Kulisse ausbreitet: Kuhwiesen, Bauernhöfe und Waldwege.
 
3 Oben auf der Waldegg angekommen, eröffnet sich uns zum ersten Mal der Ausblick auf den Säntis. Eine kurze Stärkung im Restaurant Waldegg wird eingelegt, danach geht’s erstmal wieder abwärts: Wir wandern die kurze Strecke hinunter nach Teufen.
 
4 Der Weg führt zur Hauptstrasse zwischen Trogen und Teufen. Diese überqueren wir auf Höhe der Steinegg. Anschliessend geht es noch ein kleines Stück weiter abwärts. Dann steht ein längerer Aufstieg zur Hohen Buche an.
 
5 Nur drei Kilometer lang ist der Anstieg, dafür ist er steil. 300 Höhenmeter müssen bewältigt werden. Der Weg nach oben ist abwechslungsreich. Auf sehr steile Passagen, die wir teils querfeldein bewältigen, folgen flachere Abschnitte im Wald. Bevor wir die Neppenegg erreichen, ist die Hohe Buche mit ihren charakteristischen Bäumen auf der Spitze bereits gut erkennbar. Nach rund 20 Minuten haben wir unser vorläufiges Ziel erreicht. Wer Hunger hat, kann sich dort bei einer einzigartigen Aussicht über den ganzen Alpstein, vom Hohen Kasten bis zum Säntis, verpflegen. Eine Panoramatafel klärt auch Nicht-Ortskundige über die Namen der über 50 Gipfel und Anhöhen auf, die von der Hohen Buche aus zu sehen sind. An schönen Tagen sieht man gar bis in den Schwarzwald.
 
6 Eigentlich wären es nicht einmal 100 Höhenmeter von der Hohen Buche bis zum Gäbris. Doch der Weg führt erst einmal wieder abwärts zur Wissegg, wo wir die Strasse zwischen Bühler und Trogen überqueren. Danach erreichen wir Breitenebnet. Der Landwirt, der dort wohnt, hat den Weiler selbstironisch mit «Breitenebnet City» beschriftet. bevor der kurze und steile Aufstieg zum Gäbris beginnt.
 
7 An der Feuerstelle vorbei führt die teils unwegsame Strecke in den Wald und via Kürstein auf den höchsten Punkt unserer Wanderung. Der Wind pfeift uns, wie fast immer hier oben, kräftig um die Ohren. Im Gasthaus Oberer Gäbris verpflegen wir uns ein letztes Mal, dann steht der Abstieg nach Gais an.
 
8 Es ist der entspannteste Teil der Wanderung. Erneut führt der Weg über Kuhwiesen und schmale Wanderwege. Die Wanderzeit vom Gäbris bis nach Gais dauert rund 40 Minuten. Begleitet wird man dabei von einem freien Blick auf den Säntis und das Appenzeller Mittelland, bevor man den historischen Dorfkern von Gais erreicht. Dort angekommen, wartet bereits die Appenzeller Bahn, die uns in etwas über einer halben Stunde zurück an den Ausgangspunkt der Wanderung nach St.Gallen bringt.
 
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