Libingen–Meiersalp–Mosnang

Von der Lourdesgrotte über eine Krete nach Mosnang

Zu Beginn der Wanderung lohnt es sich, der Lourdesgrotte in Libingen einen Besuch abzustatten. Anschliessend begibt man sich in der Dorfmitte von Libingen auf den Wanderweg Richtung Meiersalp, dem ersten Etappenziel.
29. August 2013, 08:52
Die ersten, knapp fünf Kilometer, gehen nur bergauf. Es lohnt sich Pausen einzulegen und immer mal wieder über die Schulter zu blicken. Auf der Meiersalp wird man mit einem herrlichen Ausblick und feinem Essen für den steilen Aufstieg entschädigt. Weiter führt der Höhenweg über eine Krete nach Mosnang. Der Blick in die Weite zeigt dem Wanderer das Toggenburg von einer anderen Seite. (csu)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Libingen oder Mosnang
Wanderzeit: 3,5 bis 4,5 Stunden
Weglänge: 14,5 km
Gesamtaufstieg: 679 m
Gesamtabstieg:  718 m
Ausrüstung: Trekkingschuhe
Gaststätten: Alpwirtschaft Meiersalp, 071 983 11 79, www.meiersalp-libingen.ch
Parkplätze: In Libingen kurz vor dem Ortseingang; in Mosnang neben dem Postgebäude beim Dorfbrunnen
Öffentlicher Verkehr: Postauto Linie 80.765, unbedingt Fahrplan beachten, unterschiedliche Fahrzeiten am Wochenende
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1093 Hörnli
 
1 Das kleine Dörfchen Libingen, zwischen der Thur und dem Fischenthal, gehört zur Politischen Gemeinde Mosnang. Nebst einer Katholischen Kirche, zwei Gasthäusern, einem Bäcker und einem Volg-Lebensmittelladen ist eine Sehenswürdigkeit die Lourdesgrotte. In der Pfarreichronik des Dörfchens Libingen finden man folgenden Eintrag: «Gründung der Lourdesgrotte durch Hochwürden Johann Künzle, Pfarrer von 1885 bis 1890. Bau der Grotte 1887. Die Kapelle wurde 1888 erbaut.» Ist der Ausgangsort der Wanderung Libingen, erreicht man das Dorf mit dem Postauto. Eine andere Möglichkeit ist es, das Auto beim Dorfeingang zu parkieren. Es ist auch möglich, die Wanderung in der Gegenrichtung zu gehen. Wird die Wanderung in der Dorfmitte gestartet – beim Wegweiser– führt der Weg vorbei an der Kirche und dem Schulhaus. Nach einigen Metern gelangt man dann auf die geteerte Strasse, die vom Parkplatz beim Dorfeingang weg führt. Unterwegs sind schöne Föhrenwälder zu sehen. Auch sonst lohnt es sich, ab und zu innezuhalten und die Rundsicht zu geniessen. Für eine Rast stehen unterwegs immer wieder Bänkli bereit.
 
2 Möchte man nur die Alpwirtschaft Meiersalp besuchen, besteht die Möglichkeit, beim Hof im Unterstein das Auto zu parkieren. Von dort dauert der Aufstieg eine gute halbe Stunde. Er führt vorbei an Alpweiden, und wenn man Glück hat, stehen auf dem Weg zwei Esel, die den Wanderer interessiert begrüssen. Es muss beachtet werden, dass es um die Mittagszeit bei Sonnenschein sehr heiss werden kann. Auch ist der Weg für einige hundert Meter sehr steil. Dann endlich wird es flach. Der Weg führt an einer Alp vorbei, hinein in ein Wäldchen. Der Schatten, sofern die Sonne scheint, bringt einem etwas Abkühlung. Und schon bald kommt das erste Etappenziel, die Meiersalp, in Sicht.
 
3 Die Meiersalp wird als Alpwirtschaft geführt und ist bis Ende Oktober geöffnet. Sie liegt am Toggenburger Höhenweg. Seit 2008 führen Ruth und Mario Breitenmoser die Bergwirtschaft und versorgen nicht nur die Wanderer, sondern auch die rund 50 Stück Vieh. Die Alpwirtschaft ist mit Liebe hergerichtet und bietet verschiedene Möglichkeiten, sich wohlzufühlen. Die Speisekarte ist klein, aber mit vielem Selbstgemachten sehr fein. Meistens bieten die Breitenmosers ein Menu an. Es bietet sich die Gelegenheit, im Strohlager zu übernachten. Somit besteht die Chance, bei schönem Wetter einen wunderbaren Sonnenuntergang und am nächsten Morgen einen Sonnenaufgang zu erleben.
 
4 Anschliessend führt der Weg hinauf zu einem Aussichtspunkt. Dort befindet sich auch ein Bänkli. Das ist dann auch einer der letzten grossen Aufstiege dieser Wanderung, sofern man die Wanderung von Libingen nach Mosnang gewählt hat. Der Ausblick in die Ferne ist in dieser Höhe sehr schön. Bei guter Fernsicht sieht man bis in den Alpstein oder die Churfirsten. Jetzt beginnt die Höhenwanderung auf dem Grat. Nach dem Passieren einer grossen Scheiterbeige erreicht man nach einigen hundert Metern eine Alphütte.
 
5 Dort trennen sich die Wege. Es empfiehlt sich, unbedingt den Wegweiser zu beachten und den Weg nach rechts einzuschlagen.
 
6 Jetzt führt der Weg über den Grat in Richtung Hinter- und Vorder-Rachlis. Und immer wieder die Wegweiser beachten. Weiter führt die Wanderung über viele Hügel, vorbei an Bauernhöfen, in die Schlosshöchi und die Buchrüti.

7 Bald schon öffnet sich der Blick nach Mosnang, dem Ziel der Wanderung. Sehr beeindruckend ist der Kirchturm, der ursprünglich als Wachturm gebaut wurde. Bekannt wurde Mosnang auch durch die Skirennfahrerin Maria Walliser. (csu)
 

 
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