Starkenbach – Talstation – Bergstation – Selun – Wildmannlisloch – Strickboden – Alt St. Johann

Atemberaubender Blick vom «kleinen» Churfirsten

Er ist der kleinste aller Churfirsten. Doch der Blick vom Selun auf den Walensee, die Geschwisterberge, die Glarneralpen und das Rheintal ist grandios. Nimmt man in Starkenbach das abenteuerliche Kistenbähnli auf die Vordere Selunalp, verkürzen sich der Auf- und Abstieg auf den Selun um die Hälfte.
10. Juli 2014, 10:50
Und es bleibt genug Energie, um nach einer Stärkung im «Wildmannli» ein Stück auf dem Toggenburger Höhenweg zu wandern und dann über Wald und Wiese hinunter nach Alt St. Johann zu wandern. Die Taschenlampe nicht vergessen: Auf dem Weg liegt die berühmte prähistorische Höhle «Wildenmannlisloch», in der einst Höhlenbären wohnten.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Starkenbach – Selun – Alt St. Johann
Wanderzeit: 4 1⁄2 Stunden
Weglänge: 12,3 km
Gesamtaufstieg: 625 m
Gesamtabstieg:  1299 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Starkenbach: Restaurant und Hotel Drei Eidgenossen, 071 999 12 74, Strichboden: Alpwirtschaft Wildmannli, 0764781734
Parkplätze: Talstation Selunbahn
Öffentlicher Verkehr: Von Wattwil mit der Postautolinie 790 (Nesslau-Neu St. Johann) nach Starkenbach, mit derselben Linie von Alt St. Johann zurück
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1134, Walensee
 
1 Ob von St.Gallen oder von anderswo: Um nach Starkenbach zu gelangen, geht’s über Wattwil oder Buchs. Von beiden Orten gelangt man mit dem Postauto nach Starkenbach.
 
2 Direkt neben der Postautohaltestelle Starkenbach befindet sich das Hotel Drei Eidgenossen. Dahinter zweigt der Weg zur Talstation der Selunbahn ab.

3 Der Pfad führt durch idyllische Wiesen an einem Hühnerhof vorbei. Romantisch ist auch die Talstation: ein Holzverschlag mit einem Holztisch davor. Zehn Franken kostet die Fahrt mit der Kistenbahn, die zum Warentransport für die Sennen gebaut wurde und während der Saison auch Wanderer auf die Vordere Selunalp befördert. Während des Alpsommers fährt die Bahn bei schönem Wetter ganztags. Ansonsten variiert der Fahrplan. Am besten informiert man sich bei Agnes Bischof: 0795377720.
 
4 Die Holzkiste, die einen hoch über dem Bergrücken an den Stahlseilen zu der Vorderen Selunalp hochzieht, ist nur etwas für Schwindelfreie. Der Ausblick auf die nahenden Berggipfel und das Tal mit dem Schafberg und dem Säntis im Hintergrund dafür ein erstes Highlight.
 
5 Auf der Alp angekommen, führt der Wanderweg geradeaus zur ersten Verzweigung. Der Pfeil nach rechts zeigt nach Arvenbühl. Man nehme die linke Route nach Alt St. Johann, der Selamatt und zum Selun.
 
6 Nach etwa hundert Metern gabelt sich der Wanderweg; auch hier wählt man die linke Abzweigung und gelangt zum Strichboden, wo rechts der Alpinwanderweg auf den Selun abzweigt.
 
7 Verlieren kann man sich nun nicht mehr: Beim Aufstieg auf den breiten Rücken des westlichsten Churfirsten hat man den Gipfel stets vor Augen.
 
8 Der Wanderweg schlängelt sich erst durch flache, moosig-alpine Blumenwiesen, bevor er mit jedem Schritt etwas steiler wird.
 
9 Im Hochsommer eignet sich der frühe Morgen am besten, um auf den 2204 Meter hohen Selun zu steigen. Denn brennt die Mittagssonne einmal auf den baumlosen Hang, macht dies die Wanderung um einiges anstrengender.
 
10 Kurz bevor man das Gipfelkreuz erreicht, kann einem wieder leicht schwindelig werden: Nahe am Abgrund öffnet sich ein gewaltiger Blick auf den 1800 Meter tiefer gelegenen Walensee.
 
11 Oben auf dem Gipfel ist das Panorama noch weiter. Man blickt auf das Rheintal und die Glarneralpen. Im Osten ragen die restlichen Churfirsten in den Himmel.
 
12 Auf dem gleichen Weg wie der Gipfel bestiegen wurde, geht’s auch wieder hinunter. Etwas schneller bloss: Auf dem Strichboden wartet die verdiente Stärkung.
 
13 In der Alpwirtschaft Wildmannli mit wehendem Schweizerkreuz im Hintergrund gibt es Währschaftes und eine nette Wirtin.
 
14 Noch einmal zwei Stunden würde es von hier zur Selamatt dauern, von wo entweder nach Alt St. Johann weitergewandert oder die Seilbahn ins Tal genommen werden kann. Alternativ empfiehlt sich der etwas direktere Abstieg nach Alt St. Johann.
 
15 Dazu wandert man erst ein Stück auf dem Toggenburger Höhenweg weiter in Richtung «Selamatt» und gelangt nach wenigen Minuten zur prähistorischen Höhle «Wildenmannlisloch».
 
16 Nach etwa einer halben Stunde zweigt der Wanderweg nach Alt St. Johann vom Höhenweg ab. Nun geht es munter bergab, über Kiesweg, Wiesen und Wälder. Achtung beim «Loch»: Hier geht es nicht geradeaus weiter, sondern vor dem Hof rechts in den Wald hinab.
 
17 Der Abstieg dauert etwa 1 1⁄2 Stunden. Zuletzt geht’s über Quartierstrassen zur Postautohaltestelle Post Alt St. Johann, von wo aus man zurück nach Wattwil gelangt.
 

Dateigröße : 588.97 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!
 

Leserkommentare

Anzeige: