St.Gallen–Staag–Mörschwil–Aachen–Obersteinach

Von Planet zu Planet wandern

Der Planetenweg führt von St.Gallen über Mörschwil nach Obersteinach. Die Wanderung ist gleichzeitig eine Entdeckungsreise durch das Sonnen-Planeten-System. An verschiedenen Orten auf dem Weg sind nämlich Planeten aufgestellt – auf Tafeln gibt es jeweils Informationen über sie. Man wandert also von Planet zu Planet.
16. Oktober 2014, 09:53
Die Grösse der Planeten und die Distanzen zwischen ihnen sind massstabsgetreu. Der Start ist bei der Sonne im Botanischen Garten in St.Gallen, das Ziel ist bei Pluto in Obersteinach. Dazwischen gibt es nebst den Planeten noch weiteres zu entdecken: beispielsweise das Hofgut Schloss Watt oder Galloway-Rinder. (mbu)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: St.Gallen, Obersteinach
Wanderzeit: 2 1⁄4 Stunden
Weglänge: 7,3 km
Gesamtaufstieg: 89 m
Gesamtabstieg:  340 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Mörschwil: Rest. Adler (071 860 09 48), Rest. Ochsen (071 866 12 19); Steinach: Rest. Glinzburg (071 446 10 24), Rest. Steinach (071 446 66 10)
Parkplätze: Bahnhof St.Gallen
Öffentlicher Verkehr: Start: Mit VBSG-Buslinie 1 (Richtung Stephanshorn) bis Haltestelle Botanischer Garten; Ziel: Postauto 211 Richtung St.Gallen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1075 Rorschach
 
1 Der Planetenweg beginnt im Botanischen Garten in St.Gallen, wo gleich mehrere Planeten zu finden sind. Start ist bei der Sonne hinter dem Tropenhaus. Innerhalb weniger Meter folgen Merkur, Venus und Erde. Die Grösse der Planeten und die Distanzen zwischen ihnen sind massstabsgetreu. Ein Meter auf der Wanderung entspricht einer Million Kilometer im Weltraum. Es lohnt sich, ein wenig im Botanischen Garten zu verweilen. Nicht nur, weil es nicht immer einfach ist, die Planeten zu finden, sondern weil es im Botanischen Garten auch sonst viel zu entdecken gibt. Mars, der nächste Planet, befindet sich an der rechten Strassenseite der Brauerstrasse, wenn man nach Verlassen des Botanischen Gartens Richtung Nordosten läuft. Danach geht es immer der Strasse entlang bis zur Klinik Stephanshorn. Dort findet man wieder auf der rechten Strassenseite den Planeten Jupiter.
 
2 Es geht weiter der Brauerstrasse entlang. Langsam kommt man aus der Stadt heraus und aufs Land. Die Wege sind nicht mehr aus Teer, es hat Bauernhäuser, Apfelbäume und wo man hinschaut grüne Wiesen. Vor dem Kurhaus Oberwaid biegt man links ab und trifft dort auf den Planeten Saturn. Die Wanderung geht weiter Richtung Mörschwil, vorbei am Weiler Staag. Bald erkennt man schon das Hofgut Schloss Watt in der Ferne, das zum erstenmal in Urkunden aus dem 14. Jahrhundert erwähnt wird. Zu früheren Besitzern gehörten auch die Vorfahren von Joachim von Watt, auch Vadian genannt. In den 1990er-Jahren wurde es total saniert. Nachher geht es weiter hinunter nach Mörschwil.

3 Dort angekommen, entdeckt man bei der Bushaltestelle Lantschen auch gleich den nächsten Planeten: Uranus. Von dort geht es der Hauptstrasse entlang durch das Dorf bis zur Kreuzung bei der Kirche. Wer schon hungrig oder durstig ist, hat dort mehrere Möglichkeiten, sich zu verpflegen: im Restaurant Ochsen, im Restaurant Adler oder bei der Bäckerei Füger. Bei der Kreuzung geht es links die Horchentalstrasse hinunter und dann wieder links in die Gallusäckerstrasse. Von dort geht es dann rechts über einen kleinen Weg wieder aus dem Dorf hinaus.
 
4 Nun kann man lange der gleichen Strasse folgen. Einige Meter nach der Bahnunterführung steht rechts in der Wiese der Planet Neptun. Es ist der zweitletzte Planet auf dem Wanderweg. Bald läuft man durch den Weiler Achen. Dort kommt man vorbei an der Straussenfarm, wo man sich Straussen oder schottische Galloway-Rinder anschauen kann. Es hat auch einen Hofladen, der jeweils am Freitagabend und Samstagmorgen geöffnet ist. Die Wanderung geht weiter entlang Apfelbäumen und Tannen. Der Planetenweg neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Es geht unter der Autobahnbrücke hindurch Richtung Obersteinach.
 
5 In Obersteinach angekommen, geht es rechts den steilen Weg hinauf zum Restaurant Glinzburg. Ein Schild weist den Weg. Hinter dem Haus findet man Pluto, den letzten Planeten auf dem Planetenweg. Von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf die ganze Umgebung und den Bodensee. Der Planetenweg ist nun zu Ende. Man hat das ganze Sonnen-Planeten-System im Massstab von 1:1 Milliarde abgewandert und kann sich durchaus auch etwas zum Trinken gönnen. Hat die «Glinzburg» nicht geöffnet, dann kann man auch im Restaurant Steinach einkehren, das etwa 50 Meter entfernt an der Rorschacherstrasse liegt. Ganz in der Nähe ist die Bushaltestelle, die einen zurück nach St.Gallen bringt. Zehn Minuten entfernt ist zudem der Bahnhof Steinach, von dem auch regelmässig Züge in verschiedene Richtungen fahren.
 

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