Frauenfeld–Chöll–Sonnenberg–Immenberg–Wetzikon– Holzhäusern–Bussnang–Ganggelisteg–Weinfelden

Von Frauenfeld über den Immenberg nach Weinfelden

Diese Wanderung führt auf ausgeschilderten Wanderwegen vom Bahnhof Frauenfeld an Schloss Sonnenberg vorbei nach Weinfelden. Wem das zu lang ist, der kann sich mit dem Postbus zum Weiler Chöll ob Stettfurt bringen lassen und von dort aus starten.
15. November 2012, 13:03
Da die Krete des Naturreservats Immenberg zum grossen Teil im Wald liegt, ist eine Rast bei der überdimensionierten Sitzbank der Regio Frauenfeld zu empfehlen. Dort sieht man bei gutem Wetter den ganzen Alpenkranz. In Wetzikon sollen gemäss Einheimischen selbst Matterhorn und Zugspitze zu sehen sein. Von Wetzikon bis Holzhäusern ist der asphaltierte Weg auch für Velo geeignet. (wu)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof Frauenfeld, Bahnhof Weinfelden.
Wanderzeit: Fünf Stunden
Weglänge: 19,9 km
Gesamtaufstieg: 467 m
Gesamtabstieg: 466 m
Ausrüstung: Leichtes Schuhwerk
Gaststätten: Ochsen, Bänikon, Tel. 071 651 14 26 (Mo, Di geschlossen). Ribi, Unteroppikon, Tel. 071 650 00 11. (Di und Mi geschlossen).
Parkplätze: Nahe Bahnhof Frauenfeld.
Öffentlicher Verkehr: SBB, Thurbo, Postbus.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1053 Frauenfeld, Blatt 1054 Weinfelden.
 
1 Diese Wanderung führt auf ausgeschilderten Wanderwegen von Frauenfeld an Schloss Sonnenberg vorbei nach Weinfelden. Auf der Karte eingezeichnet ist der Weg vom Frauenfelder Marktplatz durch die Broteggstrasse zum weithin sichtbaren Frauenfelder «Wahrzeichen», dem Kantonsspital. Der Lift führt auf die frei zugängliche Aussichtsterrasse im obersten Stock. Sie wird dem geplanten Spitalumbau zum Opfer fallen. Dabei wird das Spitalhochhaus abgerissen und durch einen Querriegel ersetzt.
 
2 Zum Weiler Chöll führen verschiedene Wege. Nebst dem eingezeichneten Weg kann man auch via Stählibuck gehen, und dort über 146 Treppenstufen auf den 26 Meter hohen Aussichtsturm steigen. Man kann auch vom Chöll aus die Wanderung beginnen, wenn einem die ganze Strecke zu lang ist. Der Postbus fährt von Frauenfeld via Thundorf ins Chöll.
 
3 Das Schloss Sonnenberg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Gemeinde Stettfurt und lockte immer wieder Angreifer an. 1407 brachen die Appenzeller in die mittelalterliche Burg, 1444 äscherten sie die Wiler ein. 1460 erzwangen die Eidgenossen die Öffnung, 1499 plünderten sie die Burg. 1595 brannte sie der damalige Besitzer Jost Zollikofer nieder und baute sie im folgenden Jahr in ihrer heutigen Form wieder auf. 1678 wollte St. Gallen das neue Schloss kaufen. Luzern erhob dagegen Einsprache, da es in der Territorialbildung protestantischer Städte und Geschlechter eine Gefahr sah. Darauf übernahm das Kloster Einsiedeln das Schloss und behielt es bis 2007. Der neue Besitzer, der österreichische Hedge-Fund-Manager Christian Baha, lässt das Schloss zurzeit umbauen. Dabei sind Überreste einer 5000 Jahre alten Siedlung aus der Jungsteinzeit entdeckt worden. Eine Besichtigung des Schlosses ist nicht möglich. Ein Hofladen bietet jedoch Plättli, Getränke und Aussicht ins Lauchetal.
 
4 Da die Krete des Naturreservats Immenberg zum grossen Teil im Wald liegt, ist eine Rast bei der überdimensionierten Sitzbank der Regio Frauenfeld zu empfehlen. Bei gutem Wetter sieht man den Alpenkranz. Unten im Tal starten und landen gelegentlich kleinere Flugzeuge auf dem Flugplatz Lommis.
 
5 Von Wetzikon aus sieht man das Matterhorn und die Zugspitze, wie Einheimische erzählen. Der Weiler gehört politisch zur Gemeinde Thundorf. Die Kinder besuchen den Kindergarten im 120 Meter tiefer gelegenen Zezikon. In die Primarschule gehen sie in die Gesamtschule im näher liegenden Wolfikon, die zur Schule Lauchetal gehört. Von Wetzikon bis Holzhäusern eignet sich der asphaltierte Weg auch für eine Velotour. In Bänikon hält der Postbus. Nach Holzhäusern wartet eine Bank bei einem alten Reservoir auf müde Wanderer.
 
6 Im Weiler Unteroppikon lädt der Gasthof Ribi zur Einkehr. Nach einer Feuersbrunst 2010 ist er wieder aufgebaut worden. Vor Bussnang geht man durch einen Hohlweg, der zum Geleise der ehemaligen Mittelthurgaubahn führt. Dort hat man einen Rundblick auf die beiden Kirchen von Bussnang.

7 Der Viadukt der ehemaligen Mittelthurgaubahn führt in grossen Bogen quer durch Bussnang. Hier steht auch das Stammhaus der Stadler Rail, die das Rollmaterial der Thurbo baut.

8 Fussgänger und Velofahrer überqueren die Thur auf dem Ganggelisteg. Die 1887 erbaute Hängebrücke ist 2011 renoviert worden. Auf der Bussnanger Seite befindet sich eine Feuerstelle unweit eines Ententeichs.

9 Vom Bahnhof Weinfelden fährt der Schnellzug in elf Minuten zurück nach Frauenfeld. Der Postbus braucht via Bänikon–Thundorf 41 Minuten nach Frauenfeld, bietet aber einen weiteren Einblick in das landschaftlich reizvolle Gebiet zwischen Immenberg und Wellenberg.



Dateigröße : 269.50 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: