Oberneunforn – Thurgrenze zu Zürich – Schaffäuli – Uesslingen – Kartause Ittingen – Frauenfeld

Vom Tiefpunkt zum Hauptort

Der Weg führt durch vier Auen-Schutzgebiete vom tiefsten Punkt des Kantons Thurgau bis nach Frauenfeld.
03. August 2017, 11:13
Die Strecke geht mehrheitlich der Thur oder Murg entlang, ist flach und deshalb bis auf zwei kleine Treppen mit dem Kinderwagen gut befahrbar. Nur zur Kartause geht es langsam bergauf. Der Weg ist gesäumt von bunten Blumen, das Plätschern ist ständiger Begleiter, genauso wie das Zwitschern und Pfeifen vieler Vögel.

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Oberneunforn bis Frauenfeld
Wanderzeit: ca. 4 Std.
Weglänge: 17 km
Gesamtaufstieg: 118 m
Gesamtabstieg: 194 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk,Sonnenschutz
Gaststätten: Restaurant Mühle, Kartause Ittingen, Öffnungszeiten 8.30 Uhr bis 23.30 Uhr täglich
Parkplätze: Bahnhof Frauenfeld
Öffentlicher Verkehr: Stündliche Busverbindung ab Bahnhof Frauenfeld nach Oberneunforn.
Kartenmaterial: Schweizer Landeskarte 1:25000, Blatt 1052 Andelfingen
und 1053 Frauenfeld.


1 Oberneunforn Mit dem Postauto  geht die Fahrt von Frauenfeld  bis an die Endstation Oberneunforn  Gemeindehaus. Zwischen  den alten Riegelhäusern an der  Kirche vorbei führen die ersten  Wegweiser in Richtung des Weilers  Fahrhof. Dort zweigt der Weg  nach rechts ab und führt an das  Ufer der Thur. In Richtung Osten  liegt der tiefste Punkt des Kantons:  in der Thur auf der Kantonsgrenze  zu Zürich. Nur noch  370 Meter über Meer befindet sich  dieser Punkt.

2 Schaffäuli Vom tiefsten Punkt  geht es der Thur entlang immer in  Richtung Osten der Hauptstadt  Frauenfeld entgegen. Das Schaffäuli  ist ein Naturschutzgebiet,  welches durch die Renaturierung  der Thur wieder Heimat für viele  seltene Pflanzen und Tiere geworden  ist. Wer Glück hat, sieht hier  etwa den Eisvogel. Oder aber den  sehr seltenen Flussregenpfeifer.  Davon gibt es in der Schweiz nur  noch etwa 100 Paare. Für diese  beide Vogelarten wurden bei der  Renaturierung spezielle Massnahmen  wie Brutplätze gebaut. Auch  der Biber, die Bisamratte oder der  Pirol fühlen sich in der wiedererstarkten  Auenlandschaft wohl.  Immer wieder ist das Pfeifen der  Meisen oder das raue Krächzen  der Krähen und des Eichelhähers  zu hören. Mit dem unverkennbaren  Ruf ist auch der Grünspecht  nicht zu überhören.

3 Brücke nach Altikon Bei der  Brücke zu Altikon hat es Informationstafeln,  die über die Geschichte  der Thurkorrekturen und über  die Tier- und Pflanzenwelt Auskunft  geben. Ebenfalls vorhanden  sind dort Sitzbänke und eine kleine  Feuerstelle.

 4 Feldisteg Es folgt eine lange  Strecke auf dem Thurdamm, der  gleichmässig, eben und geradeaus  verläuft. Begleitet wird man  von dem feinen und nervösen Zirpen  der Schwalben. Dann kommt  der Feldisteg in Sicht. Nach dem  Überqueren des Stegs führt der  Weg etwa zweihundert Meter  durch den Kanton Zürich. Dass  genau an dieser Stelle eine Brücke  steht, hat historische Gründe:  Winzer des Zürcherischen Feldi  ennet der Thur von Niederneunforn  besassen an den Hängen auf  der Thurgauer Seite Reben. Um  diese zu erreichen, wurde die Brücke  errichtet.

5 Uesslingen Schliesslich kommt  das Dorf Uesslingen in Sicht. Von  dort aus ändert sich die Umgebung  und auch der Weg. War es  vorher flach, geht’s nun bergauf.  Von der Thur verabschiedet man  sich für eine Weile und streift dafür  durch üppiges Rebgebiet. Hinter  einer Hügelkuppe erscheinen  dann die Dächer der Kartause Ittingen.

6 Kartause Ittingen Das ehemalige  Kartäuserkloster liegt zwischen  Weinstöcken und Hopfenpflanzen.  Es ist Touristenmagnet,  Hotel, Erholungsort und Restaurant  in einem. Wer will, kann sich  hier für den letzten Teil der Reise  ausruhen. Auch in der Umgebung  der Kartause finden sich Bänklein,  die eine wunderbare Aussicht auf  die Thur ermöglichen.

7 Thurbrücke bei Warth Auf der  Thurebene wieder angekommen,  findet sich bereits das nächste  Auenschutzgebiet. Zwischen  Warth und Uesslingen ist die Thur  ebenfalls renaturiert worden.  Nach der Thurbrücke geht es linkerhand  durch den Waffenplatz  der Frauenfelder Allmend – ein  weiteres Auen-Naturschutzgebiet.

8 Murg-Auen-Park Bevor einen  die Zivilisation der Hauptstadt vollends  einschliesst, durchläuft der  Weg ein letztes Mal ein Auen-Gebiet.  

9 Bahnhof Frauenfeld Fünf Minuten  später erreicht man bereits  den Bahnhof Frauenfeld. (sba)

 
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