Riederenholz–Goldachtobel–Schaugenbädli–Gädmen–Rank–Steinegg– Oberer Horst–Birt–Vögelinsegg

Vom tiefsten zum höchsten Punkt der Stadt

Eine Stadtwanderung kann ganz schön anstrengend sein. Will man nämlich vom tiefst- bis zum höchstgelegenen Punkt der Stadt St.Gallen gelangen, sind rund 600 Höhenmeter zu überwinden. Auf der Luftlinie liegen die beiden Punkte zum Glück aber nicht weit voneinander entfernt.
13. Februar 2014, 09:23
Es ist eine Wanderung von Norden nach Süden, vom Goldachtobel hinauf durch Wälder und über Wiesen zu Hügeln, auf denen man sich schon tief im Appenzellerland wähnt. Zahlreiche Anstiege müssen überwunden werden, wobei die Sicht auf Bodensee und Appenzellerland stets besser wird; bis sie zuoberst auf dem Birt schliesslich perfekt ist. (ses)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Riederenholz, Vögelinsegg
Wanderzeit: 3 Stunden 46 Minuten
Weglänge: 10,64 km
Gesamtaufstieg: 832 m
Gesamtabstieg:  523 m
Ausrüstung: Trekking- oder Wanderschuhe
Gaststätten: Besenbeiz Riederenholz, Restaurant Martinsbrücke, Schützenstube Schaugenbädli, Restaurant Höhenblick Vögelinsegg
Parkplätze: -
Öffentlicher Verkehr: Zum Riederenholz mit dem VBS G-Bus Mörschwil (Linie 11).Rückreise mit Trogner Bahn.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1075 Rorschach
 
1 Industrie, Landwirtschaft und städtischer Wohnraum sind am Ausgangspunkt beim Riederenholz noch ineinander verflochten. So verläuft der Weg ins Goldachtobel zuerst vorbei an der «Fisba Optik» und unter der Autobahn hindurch. Das laute Rauschen der Fahrzeuge wird aber wenige Schritte weiter übertönt von Gezwitscher und Gegacker: In der Kleintieranlage Riederenholz werden in zahlreichen Gehegen Vögel und Hühner grossgezogen.
 
2 Der Weg führt nun in den Wald und ins Goldachtobel. Bereits an dieser Stelle ist wegen des starken Gefälles gutes Schuhwerk gefragt. In der Schlucht unten angekommen, muss der Bergbach überquert werden. Das Rauschen des Bächleins hört man nun im linken, jenes der Goldach im rechten Ohr. Nach einigen Hundert Metern im Goldachtobel – eine relativ unberührte Gegend, wo viel vermoostes Holz herumliegt – fliessen die beiden Bäche zusammen. An dieser Stelle, respektive ein paar Meter vor der Mündung, liegt der tiefste Punkt der Stadt St.Gallen, auf 496 Metern über Meer.

3 Zuerst muss derselbe Weg für einige Hundert Meter zurückgelaufen werden. Der erste steile Anstieg ist bei der Lichtung namens Paradies. Oben angekommen, bekommt man mit einem Blick zurück erstmals den Bodensee zu sehen. Schaut man allerdings vorwärts, erstreckt sich am Horizont eine hügelige Landschaft, die einem klar macht, dass noch einiges bevorsteht.
 
4 Die gefährlichste Stelle der Route: die Martinsbruggstrasse. Nach einigen Metern talabwärts gibt es kein Trottoir mehr und man muss dem Strassenrand entlanglaufen. Es empfiehlt sich, das erste Stück unterhalb der Strasse auf der Wiese zu gehen oder einige Schritte zurück in Richtung Stadt zu machen und mit dem Postauto zur Martinsbrücke herunterzufahren.
 

5 Der Weg verläuft nun oberhalb der Goldach entlang bis zum Schaugenbädli, wo neben einem Schiessstand die Überbleibsel der Ruine Rappenstein zu sehen sind. Ausserdem kann man sich hier in der «Schützenstube Schaugenbädli» nochmals stärken, ehe die langen Anstiege beginnen. Weiter geht es durch die offene Ebene zum Schaugentobel und zur Schaugenmüli. Nach dem Überqueren der Rehetobelstrasse lohnt sich nochmals ein Blick zurück auf die Hügellandschaft und auf den Bodensee. Im Anschluss führt der Weg nämlich durch den Nussbaumwald bis zum Gädmen.
 

6 Vor den letzten Anstiegen muss bei der Haltestelle Rank das Trassee der Trogner Bahn überquert werden. Der Weg führt nun durch den Steineggwald. Dieser Wald liegt an einem schattigen Hang. So liegt selbst bei der grossen Lichtung nicht selten bis weit in den Frühling hinein noch Schnee. Die nächste Verzweigung ist wohl einer der schönsten Orte der Route: Ein lichtes Fleckchen mit weiter Sicht und einer Feuerstelle neben der «Horsthütte».
 

7 Bis zum höchsten Punkt dauert es nicht mehr lange. Nach wenigen Minuten gelangt man zum Oberen Horst, wo sich einem ein imposanter Blick auf den Säntis bietet. Doch fehlen noch knapp 100 Höhenmeter bis zum Zielpunkt. Über den Horstweg geht es ein letztes Mal steil den Hügel hinauf. Wo genau der höchste Punkt liegt, lässt sich auch hier nur erahnen. Die Gemeindegrenze verläuft nämlich nicht dem Weg entlang. Der mit 1075 Metern über Meer höchstgelegene Punkt ist einige Meter links vom Weg entfernt. Für das Überwinden der zahlreichen Anstiege wird man auf dem Birt und auf der Vögelinsegg mit der wunderschönen Aussicht auf Bodensee und Appenzellerland belohnt. Im Hintergrund sind bereits die Vorarlberger Berge zu sehen.
 

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