Eggerstanden – Oberstofel – Bildstein –Forstseeli – Fähneren – Eggli – Wilderenbüel – Eggerstanden

Verträumtes Forstseeli, weites Rheintal, grüne Heieren

Auf dem Weg zum ruhig und versteckt gelegenen Forstseeli hat man aus verschiedenen Höhen und Perspektiven immer wieder die Sicht auf die Weiten des Rheintals. Über schmale Waldwege geht es auf die Höhen der Alpweiden des nördlichen Abhangs der Fähneren und nach einem sanften Abstieg zur grünen Alp Heieren.
12. September 2013, 09:26
Auf dem Weg zum ruhig und versteckt gelegenen Forstseeli hat man aus verschiedenen Höhen und Perspektiven immer wieder die Sicht auf die Weiten des Rheintals. Über schmale Waldwege geht es auf die Höhen der Alpweiden des nördlichen Abhangs der Fähneren und nach einem sanften Abstieg zur grünen Alp Heieren. Für den Aufstieg ist etwas Kondition nötig, kinderwagentauglich sind die Wege nicht.
Eine Einkehr im Gasthaus Eggli lohnt sich nicht nur wegen des Blicks auf den Alpstein, sondern auch wegen der Speisekarte, welche gänzlich im Innerrhoder Dialekt gehalten ist. (lexi)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Eggerstanden
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 499 m
Gesamtabstieg:  499 m
Ausrüstung: Feste Turnschuhe, Trekkingschuhe oder leichte Wanderschuhe
Gaststätten: Gasthaus Eggli, Appenzell (im Sommer am Dienstag, im Winter am Montag und Dienstag geschlossen) Tel. 071 787 16 10
Parkplätze: Bei der Kirche in Eggerstanden
Öffentlicher Verkehr: Ab Appenzell, Bahnhof mit dem Bus 191 bis Eggerstanden, Kirche
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095 Gais
 
1 Vom Parkplatz oder der Bushaltestelle bei der Kirche Eggerstanden startet die Wanderung in östliche Richtung. Vorbei am Schulhaus und einem Bauernhof nach circa 600 Metern rechts abzweigen.
 
2 Ein leicht ansteigendes Asphaltsträsschen führt vorbei an saftigen Wiesen und einer Bank, welche bereits die erste Möglichkeit einer kurzen Rast oder einem Schluck aus der Trinkflasche bietet. Kurz darauf geben die Baumwipfel die Sicht ins flache Rheintal frei, die ab nun aus verschiedenen Perspektiven und Höhen ständiger Begleiter sein wird.
 
3 Beim nächsten Wegweiser angekommen, kann man weiter geradeaus gehen, um die Kapelle Bildstein zu besichtigen. Ansonsten in Laufrichtung rechts Richtung «Forstseeli–Resspass». Nach einigen Eisenstufen beginnt hier das Wandern auf natürlichen Wegen.
 
4 Quer über Kuhweiden folgt der weitere Aufstieg und lustiges «Kuhfladen-Hopping», wer seinen Schuh als Erster in einem versenkt, verliert. Wieder lohnt sich ein kurzes Umdrehen, um die Aussicht aufs Rheintal nicht zu verpassen. Der Weg verlässt die weidenden Wiederkäuer und steigt für kurze Zeit nur flach an. Rechter Hand folgt eine Felswand mit Mini-Wasserfall und ein kleiner Bach, der über den Wanderweg fliesst. Später trifft man auf eine Hütte mit zwei grossen Picknick-Bänken und -tischen, jedoch ohne Feuerstelle.
 
5 Dem Weg durch eine weitere Kuhherde folgen. Nach einem Drehkreuz gaukelt einem ein kurzer Abstieg vor, den höchsten Punkt der Wanderung vielleicht unbemerkt passiert zu haben.
 
6 Durch dichten Wald geht es weiter, bis die gelbe Wandermarkierung an einem Baum einem die Richtung über einen schmalen, verwurzelten Weg weist. Nach wenigen Metern präsentiert sich unerwartet und plötzlich in aller Stille das nächste Etappenziel, das Forstseeli auf 1195 m ü.M.
 
7 Die Ruhe hier ist einmalig. Sie wird nur durchbrochen durch hochspringende Fische, die man manchmal im Minutentakt hört. Auch die zahlreichen Feuerstellen und Bänke aus Baumstämmen direkt am Seeli oder einige Meter erhöht im Wald laden zum Verweilen an. Gespaltenes Holz, Rooste und sogar gespitzte Stecken zum Würste grillieren stehen in und um die kleine Blockhütte bereit. Ehrensache, dass man die Bitte des Forstseelis «Haltet mich bitte sauber» erfüllt.
 
8 Dem Wegweiser zum Hauptwegweiser folgen und dort rechts halten, Richtung Fähnerenspitz und Eggerstanden. Nach dem Aufstieg wiederum rechts nach Förstli–Eggli abbiegen.
 
9 Nun folgt der letzte grosse Aufstieg. Über Waldboden und Wurzeln geht es hinauf zu den Alpweiden am nördlichen Abhang der Fähneren. Das Panorama ist mehr als nur ein Foto wert und das Rheintal legt sich einem zu Füssen. Noch einmal geht es vorbei an weidenden Kühen, und in sanftem Abstieg erreicht man die Alp Heieren.
 
10 1276 m ü.M. ist man, bezeugt das Schild an der gepflegten Alphütte. Am Brunnen vis-`a-vis kann man sich erfrischen oder Hunde tränken, die auf dieser Wanderung problemlos mitgenommen werden können. Kinderwagentauglich sind die Wege allerdings nicht.
 
11 Dem Weg folgend erreicht man das Gasthaus Eggli. Dort wohnt ein halber Streichelzoo mit Ziegen, grossen Hühnern, Schweinen, Hunden und Katzen. Auch eine Einkehr lohnt sich: Erstens wegen des Blicks auf den Alpstein und zweitens wegen der ganz in Innerrhodisch gehaltenen Speisekarte. En Guete bei der «Potzio Pomfrid» und Prost beim «Goggagola».
 
12 Vom Eggli rund 200 Meter den Weg zurückgehen und ein letztes Mal über Schaf- und Kuhweiden nach Eggerstanden zum Ausgangspunkt absteigen.
 

 
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