Waldstatt Bahnhof – Geisshalde – Vollhofstatt – Säntisblick – Winkfeld – Oberwaldstatt – Unterwaldstatt – Badweiher – Waldstatt Bahnhof

Und überall grüsst der Säntis

Nicht umsonst heisst er Panoramaweg. Über zwei Ausserrhoder Hügelketten führt er rund um Waldstatt und bietet spektakuläre Ausblicke auf den Alpstein. Der Säntis erstrahlt quasi durchgehend im Breitbildformat.
10. April 2014, 09:25
Zwei Restaurants, zwei mit Grill, Feuerholz und Axt ausgestattete Feuerstellen sowie etliche Bänke laden unterwegs zum Rasten und Aussicht-Schwelgen ein. Vorbei an wettergegerbten Appenzellerhäusern, wiederkäuenden Kühen, Gärten mit Hühnern, durch Wälder, über Wiesen, hügelauf und hügelab – abwechslungsreich, aber nicht anstrengend. Eine perfekte Wanderung für einen klaren Frühlingstag mit bestechender Aussicht. (miz)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Waldstatt Bahnhof
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 6,7 km
Gesamtaufstieg: 330 m
Gesamtabstieg:  330 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Geisshalde, Restaurant Frohe Aussicht, 071 351 21 15 (Ruhetage Mo und Di); Winkfeld, Restaurant Winkfeld (früher Frohsinn), 071 351 22 18 (Ruhetag Mi und der erste So im Monat); mehrere Restaurants in Waldstatt
Parkplätze: In Waldstatt
Öffentlicher Verkehr: Mit den Appenzeller Bahnen oder Postauto 182 bis Waldstatt
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1094; Degersheim
 
1 Im Ausserrhoder Dorf Waldstatt wimmelt es von Wegweisern. Wir gehen Richtung Geisshalde, dem Schild «Panoramaweg» folgend. Wer nicht in dem Ausflugsrestaurant einkehren möchte, kann sich in Waldstatt noch Verpflegung besorgen beim Bäcker, Metzger oder im kleinen Supermarkt. Vom Dorfzentrum Richtung Geisshalde halten, laut Wegweiser ist man in 20 Minuten dort. Es geht auf einem Trampelpfad geradeaus den Hügel hoch, über Wiesen und Weiden, an Appenzellerhäusern vorbei. Hinter einem breitet sich das Alpsteinpanorama aus.
 
2 Oben angekommen dem Fahrweg nach links folgen, er führt direkt zum Restaurant Zur frohen Aussicht. Der Name ist Programm. Unter den alten Bäumen auf der Wiese vor dem hellrosa Wirtshaus sind Tische und Stühle verteilt, hier lässt es sich gut verweilen und die frohe Aussicht geniessen. Kinder können sich auf dem Spielplatz austoben. (Man kann auch mit dem Auto zum Restaurant fahren, aber nach einem Fussmarsch ist die Aussicht doppelt so schön.)

3 Es geht weiter Richtung Vollhofstatt, auf der schmalen Strasse leicht bergab. Geisshalde liegt auf 926 Metern Höhe, Vollhofstatt auf 880 Metern Höhe. An der Kreuzung Geisshaldenstrasse/Brendi teilt sich der Panoramaweg, wir gehen Richtung Schwellbrunn. Ein paar Meter weiter folgt die nächste Kreuzung, wir halten uns Richtung Säntisblick (25 Minuten), das Panoramaweg-Schild weist wieder den Weg, auch die Feuerstelle ist bereits ausgeschildert. Am Bauernhof vorbei, Richtung Säntisblick halten. Den Schildern «Wanderweg» und «Feuerstelle» folgen, wir verlassen die Strasse und nehmen den Trampelpfad über die Wiese. Am Waldrand locken zwei rote Bänke zum Ruhen, eine Schaukel zum Spielen, dahinter die Feuerstelle zum Rasten. Holz in Massen, zwei Äxte, Papier im Kasten, ein überdachter Grill mit verstellbarem Rost, Tische und Bänke mit Notfall-Regendach, ein Klohäuschen – die Feuerstelle ist perfekt ausgestattet. Sogar Überweisungsscheine liegen bereit, mit denen der edle Wanderer der Gemeinde einen Beitrag spenden kann.
 
4 Auf dem Waldweg geht es weiter Richtung Säntisblick. Immerzu möchte man den Kopf nach links drehen, um keine Sekunde die Aussicht zu verpassen. Ein Schotterweg führt bis zum Aussichtspunkt Säntisblick.
 
5 Von hier den Hügel hinunter Richtung Winkfeld. Hinter der Scheune geht es auf einem Trampelpfad über die Wiese, am Zaun entlang, an Kühen vorbei, zum Bauernhof. Von dort der Strasse hinunter folgen, die Hauptstrasse überqueren, Richtung Winkfeld. Vorbei an Garage und Schreinerei auf der Strasse zur Wirtschaft Winkfeld.
 
6 Auf der Strasse nach Oberwaldstatt und weiter Richtung Unterwaldstatt, der Säntis grüsst von rechts. Zwischen Scheune und Kuhstall auf die Wiese, ein Trampelpfad führt zur mächtigen alten Linde, in deren Schatten rote Bänke zum Rasten laden. In den Wald hinein, zur zweiten perfekt ausgestatteten Feuerstelle.
 
7 Über eine Wiese hinunter, an der Strasse Richtung Bad Säntisblick/Waldstatt halten und gleich auf die nächste Wiese. Am Bauernhof vorbei, die Hauptstrasse überqueren und über die Wiese zum Badweiher Richtung Waldstatt. Am Weiher beginnt der Emma-Kunz-Pfad. Die Aargauerin Kunz (1892–1963), war Forscherin, Heilpraktikerin und Künstlerin, die einige Jahre in Waldstatt lebte.
 
8 Der Pfad führt durch ein Tobel, über die holzgedeckte Brücke, zu Emma Kunz’ Wohnhaus, das nicht besichtigt werden kann. Schautafeln erläutern ihr Leben und Werk. Von hier sind es nur noch wenige Meter bis zum Bahnhof Waldstatt. (miz)
 

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