St.Gallen–Unterer Brand–Schäflisegg–Teufen–Göbsi–Leimensteig– Schlatt–Lank–Appenzell

Über Berg und Tal dem Alpstein entgegen

Während der Alpstein langsam aus dem Winterschlaf erwacht, nähern wir uns ihm von ferne an. Immer wieder belohnen prächtige Ausblicke auf die mächtigen Ostschweizer Hausberge.
20. Mai 2015, 17:27
Das Appenzellerland hat einige steile Anstiege zu bieten (die Wanderung ist nicht mit Kinderwagen zu bewältigen). Wer genügend Zeit mitbringt, kann unterwegs noch etliche kulturelle Höhepunkte mitnehmen. So locken der Klosterbezirk St.Gallen, das Zeughaus Teufen und die Museen in Appenzell.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: St.Gallen, Appenzell
Wanderzeit: 4 1⁄2 Stunden
Weglänge: 15,2 km
Gesamtaufstieg: 757 m
Gesamtabstieg: 643 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Etliche Gaststätten in St.Gallen, Teufen, Appenzell. Restaurant Unterer Brand, Tel: 071 222 29 34, Ruhetag Donnerstag; Gasthaus Leimensteig, Tel: 071 333 23 68, Ruhetage Montag und Dienstag; Gasthaus Hotel Bären Schlatt, Tel: 071 787 14 13, Ruhetage Dienstag und Mittwoch
Parkplätze: St.Gallen, Teufen, Appenzell
Öffentlicher Verkehr: Bahnverbindungen nach St.Gallen. Rückfahrt von Appenzell mit den Appenzeller Bahnen.
Kartenmaterial: 1:25000 Blatt 1095 Gais
 
1 Start am Bahnhof St.Gallen. Wer genügend Zeit mitbringt, kann noch durch die Stadt bummeln oder der Stiftsbibliothek einen Besuch abstatten. Vom Klosterbezirk geht es über den Gallusplatz zur Mülenenschlucht. Wer sich den Anstieg sparen möchte, fährt gemütlich mit der Mühleggbahn nach St.Georgen. Dort an der Hauptstrasse entlang zum Friedhof. Der Beschilderung Richtung Unterer Brand folgen. Durch Wald und über Felder gelangt man zum Gasthaus Unterer Brand, wo man unter Bäumen rasten kann (Donnerstag Ruhetag).
 
2 Der Beschilderung Teufen folgen. Auch Appenzell ist schon auf dem Wegweiser vermerkt, 3 Stunden und 45 Minuten soll es noch dauern. Die haben es zuerst in sich, vom Brandtobel (809m) an wartet ein steiler Aufstieg zum Schäflisegg (965m). Dafür belohnen der Blick zurück (Bodensee) und der nach vorn (Alpstein).

3 Auf der Schäflisegg den Schildern folgen, Appenzell ist nur noch 2 Stunden 40 Minuten entfernt. Das Schild weist einen nach 24 Metern rechts auf einen Trampelpfad, der an einer Schule vorbei gemütlich bergab über Wiesen ins Dorf führt. Den Wegweisern Richtung Teufen folgen bis zum Dorfplatz. Unterwegs kann man das Grubenmannhaus sehen, in welchem der berühmte Teufner Baumeister Hans Ulrich Grubenmann (1709-1783) lebte. Besichtigen kann man es nicht, es ist in Privatbesitz. Wer noch Zeit hat, dem sei ein Dorfrundgang empfohlen und ein Besuch im Zeughaus Teufen. Dort lohnt die Grubenmann- Ausstellung.
 
4 Vom Dorfplatz geht es weiter Richtung Appenzell (2 Stunden 20 Minuten). An einem Rastplatz (hinter der Kirche) vorbei, durch Wohnstrassen, Schlatt-Appenzell ist immer ausgeschildert. Über eine kleine Anhöhe gelangt man auf Wiesen, Bauern heuen, Kühe bimmeln. Vorbei an Schule und Wohnheim «Waldheim», hinunter ins Rotbachtal. Über die Wiese zur holzgedeckten Rotbachbrücke, auf der in Brückenmitte ein Schild die Grenze AR-AI anzeigt. Drüben geht es über Wiesen wieder hinauf, den Schildern Göbsi-Leimensteig, Schlatt-Appenzell folgen.
 
5 Auf der Göbsistrasse bleiben, bis links ein Abzweiger in den Wald führt (Bildstock-Leimensteig, Schlatt-Appenzell). Über Weidezäune, durch Wald und Wiesen, hinauf über die Appenzeller Hügel, bis plötzlich wieder der Alpstein hervorblinzelt. An der Kreuzung kann man einen kurzen Abstecher nach rechts zum Gasthaus Leimensteig machen. Dort warten famose Aussicht, Trampolins und kühle Getränke auf erfreute Kinder und erschöpfte Wanderer. An den Ruhetagen Montag und Dienstag stehen gekühlte Getränke für Selbstzahler bereit.
 
6 Vom Gasthaus Leimensteig zurück zur Kreuzung, dem abgebrochenen Wegweiser Richtung Schlatt-Appenzell, Bühler-Gais, Saul Sammelplatz folgen. Dort befindet man sich auf der «Kulinarischen Appenzeller Route 222». Höfe bieten Seealpkäse und Natura-Beef zum Verkauf. Den Schildern Richtung Schlatt, Lank-Appenzell folgen. Wer mag, nimmt links den Abzweiger Schlatt via Köbeli, runter von der Strasse, rein in den Wald, über Wiesen und Weiden steil bergauf, bergab nach Schlatt. Appenzeller Idylle pur. Das Gasthaus Bären im Dorf lädt zur Rast mit Panoramablick.
 
7 Weiter Richtung Lank-Appenzell folgt man kurz dem «Pfeff ond Lischt»-Weg. Dann auf der Strasse hinunter nach Lank, von dort an der Sitter entlang Richtung Steig-Appenzell. Dann der Abzweigung Mettlen-Appenzell folgen. Nach einem netten Grillplatz an der Sitter (mit Feuerholz ausgestattet) landet man im Industriegebiet Appenzell. Von dort über den Landsgemeindeplatz und die Hauptgasse zum Bahnhof. Mit etwas Zeit könnte man noch einen Abstecher in die Museen wagen.
 
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