Wald–Tattehueb–Hugelshofen–Ruine Schleifenrain–Rastplatz Scheidbach–Schloss Altenklingen–Chlingermüli–Wald

Über die Ruine Schleifenrain zum Schloss Altenklingen

Vom Weiler Wald nach Ottoberg steigt der Weg den Thurberg nach Tattehueb hinauf. Hier hat man freien Blick über das Kemmental. Hugelshofen wird rechts liegengelassen, es sei denn, man möchte zu einer währschaften Mahlzeit in den «Hirschen» einkehren.
21. März 2013, 09:59
Vom Weiler Wald nach Ottoberg steigt der Weg den Thurberg nach Tattehueb hinauf. Hier hat man freien Blick über das Kemmental. Hugelshofen wird rechts liegengelassen, es sei denn, man möchte zu einer währschaften Mahlzeit in den «Hirschen» einkehren. Dann folgt der Pfad dem Schwabenweg zur Ruine Schleifenrain. Über deren Besitzverhältnisse ist nichts bekannt. Man sieht aber noch den Grundriss. Ausserdem rankt sich um sie die Geschichte eines nie gefundenen Burgschatzes. Über den grossen Rastplatz im Wald geht es dann zum von der Familie Zollikofer seit 420 Jahren bewohnten Schloss Altenklingen und wieder zurück nach Wald. (bor)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wald/Ottoberg
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 13 km
Gesamtaufstieg: 256 m
Gesamtabstieg:  256 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Hugelshofen Restaurant Hirschen Telefonnummer: 0716992090
Parkplätze: Neben der Scheune im Wald, evtl. Bauer fragen
Öffentlicher Verkehr: Postauto, Linie 921, 926
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 1054 Weinfelden, Thurgauer Wanderkarte 1:50000
 
 
1 Start und Ziel der abwechslungsreichen Wanderung ist der Weiler Wald kurz nach Ottoberg. Man steigt in Richtung Dattenhub, so die Wegweiser, oder Tattehueb, so die Karte, den Nordhang des Thurbergs hinauf. Der Weg führt durch einen Wald teils steil bergan.
 
2 Hat man die Höhe erreicht, hat man auch den höchsten Punkt bereits hinter sich. Der Hof Tattehueb bleibt rechter Hand. Hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht über das Kemmental. Zahlreiche Wegweiser zeigen, dass man sich in einem viel begangenen Wandergebiet befindet.
 
3 Allen Versuchungen zum Trotz, eine andere Richtung einzuschlagen, ist das nächste Ziel Hugelshofen. Will man nicht einkehren, lässt man das Dorf mit dem bunten Kirchturm rechts liegen und geht an der Neubausiedlung Schlosspark vorbei. Die Wohnhäuser dort sind Geschmacksache. Und darüber lässt sich bekanntlich trefflich streiten.
 
4 Fast rechtwinklig zweigt der Weg am Ende des Schlossparks nun nach Westen zur Ruine Schleifenrain ab. Die Ruine ist nicht auf allen Karten eingezeichnet. Bei der Ruine angelangt, führen Stufen den Burghügel hinauf. Die Besitzverhältnisse der mittelalterlichen Burganlage sind ungeklärt. Man vermutet, dass sie den Herren von Hugelshofen gehörte. Das Geschlecht ist allerdings im 15. Jahrhundert ausgestorben. Nach Grabungen sind die Mauerreste der Burganlage konserviert worden. Überliefert ist eine etwas skurrile Geschichte über einen Schatz, der im Burghügel vergraben sein soll. Demnach lebte unterhalb des Burghügels Zapfeloo ein stark verschuldeter Bauer. Als er sich vor Verzweiflung aufhängen wollte, tauchte ein Zwerg auf und fragte nach dem Grund. «Ich sitze bis über beide Ohren in Schulden, keiner will mir helfen, so will ich mich denn aufhängen.» Da bot ihm der Zwerg ein Darlehen an mit der Bedingung, es zurückzuzahlen. Der Bauer kam aus den Schulden heraus und wollte das geliehene Geld zurückbringen. Auf sein Rufen trat ein anderer Zwerg heraus, der sagte, dass sein Leihgeber gestorben sei, ihm aber das Geld erlasse, da er sich erfolgreich von seinen Schulden befreit habe. Der Bauer war etwas misstrauisch, aber ehrlich und vergrub sicherheitshalber das Geld für den Zwerg, der es ihm geliehen hatte, vor Ort. Später versuchten viele andere, den Schatz unter dem Burghügel zu heben, was aber keinem gelang. So bleibt er bis heute unter den Felsen versteckt.
 
5 Inzwischen folgt der Pfad dem Jakobsweg, der hier Schwabenweg genannt wird. An einem grossen, romantisch gelegenen Rastplatz mitten im Wald, wo sich mehrere Bäche kreuzen, kann man im Sommer die Füsse erfrischen und am Grill ein prima Rucksack-Picknick veranstalten. Elf Gemeinden haben den Rastplatz zum Gedenken an die Schlacht bei Schwaderloh von 1499 gemeinsam erstellt.
 
6 Nach dem Überqueren des Scheidbaches geht es über den Hof Ziegelhütte weiter.
 
7 Das nächste Ziel ist Schloss Altenklingen. Hier stand schon im 12. Jahrhundert die Stammburg des Rittergeschlechts von Klingen. 1585 kaufte Leonhard Zollikofer die inzwischen verfallene Burg und erbaute an ihrer Stelle das heutige Schloss. Es gehört noch immer der Familie Zollikofer und wird auch hauptsächlich im Sommer bewohnt. Eine Besichtigung ist deshalb nicht möglich. Leider hat auch die Biobeiz des Gutsbetriebs inzwischen geschlossen. Im täglich geöffneten Bioladen kann man sich allerdings noch versorgen.
 
8 Zurück auf dem Wanderweg geht es über Egelschofen zur historischen Chlinger Mühli mit ihrem prächtigen Riegelhaus von 1661.
 
9 Über den gepflegten Biohof Euggelbärg führt den Weg zurück.
 
10 Vom Weiler Altenburg aus sieht man schon das Ziel
 
11 Wald in der Ferne. (bor)

 
 

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