Bahnhof Gais–Hohegg–Hebrig–Untere Egg–Rietli–Zwislen–Bahnhof Gais

Über die Hochebene von Gais ins Rietli – und zurück

Die gemütliche, rund zweistündige Rundwanderung von Gais ins Rietli – und zurück – ist zu jeder Jahreszeit reizvoll: Sei es wegen des Bergpanoramas, wegen des Blicks auf das Nebelmeer über dem Rheintal, wegen der Pflanzenvielfalt im ehemaligen Hochmoor im Gebiet Foren oder wegen der verschiedenen Baustile der Appenzeller Bauernhäuser.
31. Januar 2013, 08:44
Liegt Schnee, gleiten zu dieser Jahreszeit die Langlaufsportler auf den Loipen zwischen dem Rietli und der Zwislen dahin, und auch zu Fuss sind die Wege problemlos zu begehen. Nach dem einzigen steilen Anstieg wird man gleich zu Beginn auf dem Hohegg mit einer tollen Rundsicht belohnt. (mc)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof Gais
Wanderzeit: 2 Std.
Weglänge: 6,8 km
Gesamtaufstieg: 131 m
Gesamtabstieg:  131 m
Ausrüstung: Trekking- oder Wanderschuhe.
Gaststätten: Restaurant Sternen, Schachen, Gais, 071 793 11 24 (Mi geschlossen). Sturmbeiz, Rietli, Gais, 078 845 87 92 (wenn Schnee liegt, täglich ab 9 Uhr offen, sonst Di und Do geschlossen).
Parkplätze: Beim Bahnhof Gais.
Öffentlicher Verkehr: Appenzeller Bahnen von St. Gallen, Appenzell und Altstätten her nach Gais.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 1095, Gais.
 
1 Gais. Vom Bahnhof Gais aus geht es einige hundert Meter entlang der Bahngleise Richtung Altstätten. In der Gaiserau führt die Route über die Schienen und die Strasse hin zum nächsten Wegweiser. Dieser steht am Fusse des Hoheggs, eines markanten Hügels in Dorfnähe. Beim kurzen, aber recht steilen Aufstieg öffnet sich zur Rechten die Aussicht Richtung Sammelplatz und Alpstein.
 
2 Hohegg. Auf dem Hohegg angekommen, laden Bänke zur Rast und zum Genuss des Panoramas mit Ebenalp, Säntis und Kronberg auf der einen, den Vorarlberger Alpen und dem Gebiet Schachen auf der anderen Seite. Hinter einigen Büschen ist die Kirche von Gais verborgen. Fast die gesamte Strecke der Rundwanderung ist von diesem Punkt aus einsehbar. Immer den Wegweisern folgend, marschieren wir weiter Richtung Hebrig. Hier informiert eine Tafel des Meteo-Wanderwegs über den Wind, «die älteste Stimme der Welt».
 
3 Heidenhaus. Links des Wanderwegs liegt im Hebrig ein Heidenhaus. Diese Bauernhausform ist typisch für das Gebiet. Ennet den Bahngleisen und der Hauptstrasse geht es auf Asphalt noch einmal leicht bergan, ehe die Untere Egg und damit der höchste Punkt der Route erreicht ist.
 
4 Untere Egg. Bei der Unteren Egg folgen wir dem Kiespfad zur rechten Seite, der zum Stoss führt. Hier eröffnet sich nicht selten der Blick aufs Nebelmeer, das das Rheintal bedeckt. In sanften Wellen führt der schmale Weg gen Osten. Etwas weiter unten verlaufen parallel zu unserer Route die Hauptstrasse und die Schienen der Appenzeller Bahnen. Wie eine rot-graue Raupe pendelt die Zugskomposition zwischen Altstätten und Gais. Etwa auf halbem Weg ins Rietli weist eine Holztafel die oft recht zahlreichen Wanderer auf das Restaurant Sternen hin, das dank eines kurzen Abstechers über die Wiese zu erreichen ist. Von hier geht es weiter entlang der Flanke der Hochebene; links erhebt sich der Sommersberg, rechts recken sich die Wälder des Hirschbergs gen Himmel.
 
5 Im Rietli besteht die Möglichkeit, per Bahn zurück nach Gais zu fahren oder in der «Sturmbeiz» einzukehren. Wer ersteres in Betracht zieht, verpasst allerdings den schönen Gang durch die ehemalige Moorlandschaft im Gebiet Foren-Hackbüel. Kaum ist nämlich die Hauptstrasse überquert, weist eine Tafel darauf hin, dass die Pflanzen in diesem Gebiet geschützt sind. Auf einem komfortablen Kiessträsschen geht es mehr oder weniger eben Richtung Zwislen. Nicht selten kommt es zu Begegnungen zwischen Wanderern und Pferdesportlern – und wenn Schnee liegt, ziehen sich die Langlaufloipen übers Land. Als wir hier waren, lagen indes nur kümmerliche Schneeflecken, und einzig bemalte Holzpfähle deuteten an, wo die Wintersportler entlanggleiten würden. Hinter einem Wäldchen weisen kurz nacheinander drei Tafeln den Weg zur nahen Bahnhaltestelle Schachen. Wie lange sich die windschiefen Geräteschuppen wohl noch aufrecht in der Landschaft halten können?, fragt man sich und ahnt, wie zügig hier der Wind wehen kann. Hinter einem Hügel ist in der Ferne schon bald die Spitze des Gaiser Kirchturms auszumachen. Der Kiesweg führt nach einer Weile bergab und geht schliesslich in ein Asphaltsträsschen über. Dieser Untergrund begleitet einen fortan bis zum Endpunkt der Wanderroute.
 
6 Zwislen. Dem aufmerksamen Beobachter fallen in der Zwislen die verschiedenen Formen der Bauernhäuser auf: Hier wird eines mit zwei Giebeln renoviert, dort sind zwei Wohnhäuser durch einen Stall verbunden.

7 Gais. Von nun an geht es durch bewohntes Gebiet zurück zum Ausgangspunkt beim Bahnhof Gais.

 
 

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