Sennhof-Kyburg – Sennhof Tössbrücke – Tutschgenhalde – Brüelbachtobel – Kyburg – Leisental Holzbrücke – Feuerstelle – Sennhof – Sennhof- Kyburg

Steil, aber schnell zum Schloss Kyburg

Der Ausflug zum Schloss Kyburg, welches südlich von Winterthur und idyllisch gelegen hoch über der Töss liegt, ist eher ein schöner Spaziergang als eine Wanderung. Mit der S26 ab Winterthur ist der Ausgangspunkt Sennhof-Kyburg rasch erreicht.
08. Juni 2016, 14:12
Der abwechslungsreiche, aber steile Fussweg durch den Wald dauert etwa eine Stunde, ehe man das Dörfchen Kyburg erreicht, welches mit seinen Riegelhäusern einen prachtvollen Anblick bietet. Der Höhepunkt ist aber das über 800jährige Schloss Kyburg, welches eine umfassende Ausstellung beherbergt. Über einen lauschigen Naturlehrpfad geht es dann zurück zur Bahnstation Sennhof-Kyburg. (kar)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnstation Sennhof-Kyburg
Wanderzeit: 2 Stunden 15 Minuten
Weglänge: 5,9 km
Gesamtaufstieg: 242 m
Gesamtabstieg: 242 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk empfohlen. Für Kinderwagen nicht geeignet.
Gaststätten: Kyburg, Restaurant Hirschen, 0522324601, Restaurant Linde, 0522350235
Parkplätze: Bei der Station Sennhof-Kyburg sind wenige Parkplätze vorhanden.
Öffentlicher Verkehr: Ab Winterthur mit der S26 bis zur Station Sennhof-Kyburg
Kartenmaterial: Landeskarte 1 : 25000, Blatt 1072: Winterthur
Die Kyburg liegt sozusagen etwas ausserhalb des westlichen Randes der Ostschweiz und wird aus heutiger Ostschweizer Perspektive eher als Inbegriff der Stadtzürcher Vogteiherrschaft über die Landschaft wahrgenommen. Historisch gesehen hatte sie im Mittelalter aber eine wichtige Funktion für die Ostschweiz. Nachdem die Habsburger in der Mitte des 13. Jahrhunderts das Erbe der Grafen von Kyburg angetreten hatten, verwalteten sie während etwa eines Jahrhunderts von der Kyburg aus ihre ausgedehnten Besitztümer in der heutigen Ostschweiz. Auf jeden Fall ist das Schloss Kyburg, das südlich von Winterthur und hoch über der Töss liegt, heute ein aus der Ostschweiz gut und rasch zu erreichendes, lohnendes Wanderziel. Die Anreise erfolgt mit der Bahn über Winterthur. Von hier benützt man die S 26 bis zur Station Sennhof-Kyburg
 
1 Während der Name dieser Station unübersehbar auf das Ziel der Wanderung hinweist, darf man sich nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass nun ein relativ kurzer, aber anstrengender Anstieg von 170 Höhenmetern bevorsteht. Ab der Station folgt man dem Wanderweg Richtung Kyburg. Dieser führt über die stark befahrene Tösstalstrasse ans Ufer der Töss, deren Verlauf man etwa 150 Meter flussabwärts folgt, bevor man sie auf einer Brücke überquert.

2 Danach beginnt – stets dem Wanderweg folgend – der kontinuierliche Aufstieg durch den Wald entlang des Grats der Lei-menegg. Unterwegs lädt einen eine Tafel bei einer Bank, von der aus man erstmals das Schloss Kyburg erblickt, zum besinnlichen Innehalten ein. Weiter geht es dann zur Wanderwegabzweigung Vogelsang
 
3 Von dort steigt man hinab ins romantische Tobel des Brüelbachs, den man auf einem Steg überquert.
 
4 Schon bald erreicht man entlang Rapsfeldern, Schafherden und durch Wiesenund Baumgartengelände das Dorf Kyburg.
 
5 Hier erfreuen einen das bestens erhaltene Ortsbild und die gepflegten Riegelhäuser, darunter etwa das geschichtsträchtige Restaurant zur Linde, welches gutbürgerliche Küche auftischt. Ebenfalls in nächster Nähe zur Kyburg befindet sich das Restaurant Hirschen, welches nach dem Dorfbrand von 1819 neu aufgebaut wurde, das aber seit dem 15. Jahrhundert Tavernenrecht besitzt. Einen Besuch wert ist auch die reformierte Dorfkirche, deren Erscheinung durch einen Spitzturmhelm dominiert wird. Der Höhepunkt in Kyburg ist natürlich das Schloss, und für kleinere Besucher vielleicht auch der ritterliche Spielplatz davor. Für die Schloss-Besichtigung, die einen Einblick in das Leben hier über Jahrhunderte bietet, sollte man sich genügend Zeit nehmen. Zu empfehlen ist auch die Umrundung entlang der eindrücklichen hohen Aussenmauern auf dem Ringmauerweg, wobei wegen eines Zauns mit abgeschlossenem Tor nach etwa drei Vierteln der Umrundung der Rückweg angetreten werden muss. Dieser führt nun weiter auf einem mit Holzschwellen hervorragend ausgebauten Treppenweg im Zickzack nach unten. Dieser Weg ist zugleich der Waldlehrpfad der Staatsförsterei Kyburg. Nimmt man sich die Zeit, die Tafeln zu studieren und die zugehörigen Pflanzen zu betrachten, erfährt man viel Wissenswertes über einheimische Gewächse. Je nach Saison wird die Wahrnehmung der Pflanzenwelt dank des reichlich vorhandenen Bärlauchs auch in geruchlicher Hinsicht geschärft. Der Abstieg endet bei der gedeckten Holzbrücke über die Töss.
 
6 Gleich nach der Brücke findet sich am Ufer der Töss eine grössere Feuerstelle.
 
7 Der Wanderweg führt nun entlang einer Schleife der Töss zurück in den traditionsreichen Textilindustriestandort Sennhof und zur dortigen Bahnstation.
 
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