Alp Sellamatt–Lämboden–Lochhütte–Thurtalerstofel–Engi– Zinggen–Alp Sellamatt

Sagenhafte Schneeschuh-Wanderung im Toggenburg

Gleich hinter der Bergstation der Sellamatt-Bahn beginnt der Schneeschuhtrail. Dort folgt man dem vorgespurten Weg, sofern es nicht gerade geschneit hat. Nach kurzer Zeit befindet man sich bereits auf einer Ebene, und der Blick auf die Churfirsten wird frei.
05. Dezember 2013, 11:43
Gleich hinter der Bergstation der Sellamatt-Bahn beginnt der Schneeschuhtrail. Dort folgt man dem vorgespurten Weg, sofern es nicht gerade geschneit hat. Nach kurzer Zeit befindet man sich bereits auf einer Ebene, und der Blick auf die Churfirsten wird frei. Es gibt eine kürzere und eine längere Route. Die kürzere führt über den Mittelstofel auf einem Rundweg zurück über den Zinggen auf die Alp Sellamatt. Die längere führt bis zum Thurtalerstofel. Es lohnt sich, ab und zu inne zu halten und den Blick rundherum schweifen zu lassen. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Halt im Zinggen-Pub. (csu)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Alt St. Johann, Alp Sellamatt
Wanderzeit: 1,5 bis 3 Stunden
Weglänge: 1,5 bis 3,8 km
Gesamtaufstieg: 132 m
Gesamtabstieg:  132 m
Ausrüstung: feste Schuhe, Schneeschuhe, Skistöcke
Gaststätten: Berghotel Sellamatt, Alt St. Johann, 071 999 13 30
Parkplätze: Alt St. Johann in der Nähe der Talstation, kostenlos
Öffentlicher Verkehr: Postauto ab Nesslau und Buchs, Linie 790
Kartenmaterial: Landeskarte 1:50000 Blatt 237
 
1 Ausgangspunkt für die sagenhafte Schneeschuh-Wanderung ist Alt St.Johann. Reist man mit dem Postauto an, verlässt man in Alt St.Johann den Bus. Der Weg zur Talstation der Sellamatt-Bahn dauert zu Fuss knapp fünf Minuten. Für Reisende mit dem Auto stehen bei der Talstation kostenlose Parkplätze bereit. Wer keine Schneeschuhe hat, kann diese in einem der Sportgeschäfte in Alt St.Johann oder im Restaurant Sellamatt mieten.
 
2 Der Start ist unmittelbar hinter der Bergstation der Bahn. Dort kommt man auch das erste Mal mit der Markierung des Weges in Berührung. Nebst den pinkfarbigen Schneeschuh-Wander-Tafeln gibt es auch noch blaue „Global-Trail“-Tafeln, die den etwas längeren Weg bis zum Thurtalerstofel markieren. Beim Ausgangspunkt muss man sich noch nicht entscheiden, ob man den kürzeren oder den längeren Weg begeht. Mit den Schneeschuhen an den Füssen kann das sagenhafte winterliche Vergnügen beginnen. Es empfehlt sich, zuerst den Rhythmus zu finden und sich an die etwas andere Gangart zu gewöhnen. Bevor es das erste Mal einige Meter bergauf geht, kann auf einem kurzen geraden Wegstück die Technik geübt werden. Nach dem Aufstieg befindet man sich auf einer ersten grösseren Fläche.

3 Beim Lämboden führt der markierte Weg mehr oder weniger geradeaus. Entlang des Weges sind auch im Winter teilweise Tafeln mit Sagengeschichten aus der Region aufgestellt. Beispielsweise erzählt eine Geschichte vom Berggeist, der auf der anderen Talseite – in der Thurwies – sein Unwesen treibt. Vorbei an eingeschneiten Alphütten wandern wir mit den Schneeschuhen weiter über den Mittelstofen und wenden auf der Ebene vor der Lochhütte.
 
4 Nach ein paar hundert Metern überquert man die Langlaufloipe und den Winterwanderweg. Diejenigen, die noch etwas weiter Richtung Selun wandern möchten, folgen dort den markierten Winterwanderweg-Tafeln. Immer wieder trifft man auf der Wanderung auf sagenhafte Gestalten. Die Geschichte erzählt, dass weiter hinten im Wildenmannlisloch, in einer Höhle auf der Tüfelisalp an einem Abhang des Seluns, seit Urzeiten die wilden Männlein wohnen. Man erzählt sich auch, dass tief im Berg Schätze verborgen sind, die diese Zwerge bewachen.
 
5 Vor dem Thurtalerstofel führt eine Wegschlaufe über den Schribersboden bis zur
 
6 Engi. Es lohnt sich, zwischendurch einfach einmal stehen zu bleiben und den Blick in alle vier Himmelsrichtungen schweifen zu lassen. Auf der einen Seite die Churfirsten, auf der gegenüberliegenden Talseite der Lütispitz, Stoos, Säntis und der Schafberg. In Richtung Osten sieht man bei guter Fernsicht bis in die Vorarlberger Alpen. In der Ferne sieht man möglicherweise die Konturen der Wildenburg in Wildhaus. Es wird erzählt, dass hinter den Mauern noch Reichtümer aus früheren Zeiten verborgen liegen. Westwärts macht sich das Thurtal breit. Bald schon erblickt man das
 
7 Zinggen-Pub. Dort lohnt es sich, einen Moment innezuhalten, denn der Blick auf die Churfirsten ist einfach nur schön. Jetzt sind es nur noch ein paar Minuten bis zum Ausgangspunkt auf der Alp Sellamatt.
 
Verhaltensregeln für Schneeschuhwanderer
Es empfiehlt sich, die vorgegebenen Routen zu benutzen. Die Hinweise zu Naturschutzgebieten sind wichtig, denn darin befinden sich Wildruhezonen. Diese schützen einheimische Wildtiere vor menschlichen Störungen. Denn Ruhe und Schonung sind für die Tiere lebenswichtig. Müssen sich die Tiere zu schnell und zu viel im tiefen Schnee bewegen, geht es an die Energiereserven der Tiere. Durch die Beachtung dieser Regeln haben die Tiere im Winter eine grössere Überlebenschance. (csu)
 

Dateigröße : 122.01 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!
 

Leserkommentare

Anzeige: