Räuchlisberg–Zihlschlacht–Burgstock Biessenhofen–Schocherswil– Aussichtsturm Amriswil–Räuchlisberg

Rund um den Aussichtsturm Amriswil

Start und Ziel der Tour ist der neue Dorfplatz in Räuchlisberg, oberhalb vonAmriswil. DasDörfchen ist vor 600 Jahren, erstmals erwähnt worden. Damals noch als «Roüchlisberg».
27. Juni 2013, 09:02
Start und Ziel der Tour ist der neue Dorfplatz in Räuchlisberg, oberhalb vonAmriswil. DasDörfchen ist vor 600 Jahren, erstmals erwähnt worden. Damals noch als «Roüchlisberg».Man verlässt Räuchlisberg durch Oberdorf und gelangt so über Felder und durch kleine Wälder schliesslich an den nördlichen Ortsrand vonZihlschlacht. Von Zihlschlacht führt der Weg, der insgesamt steigungsarmen, leichten Wanderung, zum Burgstock bei Biessenhofen. Den eher unspektakulären aber gleichwohl historischen Ort lässt man im Westen liegen, geht ostwärts über Schocherswil zum AussichtsturmAmriswil und zurück nach Räuchlisberg. (bor)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Räuchlisberg oberhalb Amriswil
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Weglänge: 11,5 km
Gesamtaufstieg: 173 m
Gesamtabstieg:  173 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Zihlschlacht: Restaurant Löwen, Telefonnummer: 071 422 14 23; Schocherswil: Restaurant Hecht 071 411 11 84
Parkplätze: Räuchlisberg beim alten Schulhaus und beim ehemaligen Schützenhaus oberhalb Räuchlisberg
Öffentlicher Verkehr: Postauto, Linie 943
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000 Blatt 1074, Bischofszell, Thurgauer Wanderkarte 1:50000
 
1 Start und Ziel der einfachen Tour ist das Dörfchen Räuchlisberg. Man erreicht es mit dem Auto oder 20 Minuten zu Fuss von der Bushaltestelleam Ortsausgang Amriswil. Man könnte auch von Schocherswil oder Zihlschlacht starten, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Allerdings macht der Reiz von Räuchlisberg aus, dass man auf dieser Runde den Aussichtsturm Amriswil eigentlich erst sieht, wenn man davor steht. Ausserdem lädt der Burgstock Biessenhofen auf halber Strecke zum Picknick und Grillieren ein.
 
2 Der Weg führt südlich durch Oberdorf aus Räuchlisberg heraus. In Oberdorf biegt man scharf links ab und wandert bis zu einem Hof in Richtung Weiher Ischlag. An dem Hof geht es nach Norden am Waldrand entlang. Nach etwa 100 Metern auf der Landstrasse biegt der Weg wieder ab, entlang von Feldern durch den Wald im Horchetal und über das Heiligmoos nach Zihlschlacht. Auf Zihlschlacht-Oberdorf trifft man am nördlichen Ortsausgang. ein paar hundert Meter die Hauptstrasse hinunter kann man sich im «Löwen» stärken. Zihlschlacht war übrigens nie ein Schlachtort, wie der Name vermuten lässt. Die 1200 Jahre alte Siedlung hat ihren Namen vermutlich von den Alemannen, die hier Bäume schlugen. 1891 wurde die Nervenheilanstalt Friedheim gegründet. Aus dieser entstand die weit über die Region hinaus bekannte heutige Rehabilitationsklinik.
 
3 Am Mattenhof vorbei, durch Obstgärten und Felder geht es auf dem ausgeschilderten Weg zum Burgstock Biessenhofen. Der Burgstock präsentiert sich wenig spektakulär. Das mag daran liegen, dass hier nie eine steinerne Burg gestanden hat. Doch schon 1963 hat der Lehrer Titus Winkler während neun Jahren Grabungen an dieser Stelle vorgenommen. Er fand eine hochmittelalterliche, hölzerne Wehranlage. Der Burgstock gehörte früher zum Jagdrevier von Jakob Laib senior. Die Feldarbeiten, die seit 1972 ruhten, wurden auf Initiative von dessen Nachfahre, Jakob Laib junior 1999 anlässlich des 1200-Jahr-Jubiläums von Amriswil wieder aufgenommen. Der Grundbesitzer Hans Brüschweiler gestattete die Untersuchungen. Gefunden wurden unter anderem Keramikscheiben, Pfeileisen, Wandscherben und als wichtigster Fund ein Steigbügel. Das wenige Fundmaterial deckt eine Zeitspanne zwischen den Jahren 1100 und 1200 ab. Das zeigt auch, dass die Wehranlage verhältnismässig kurz in Betrieb war. Eine 1999 erschienene Broschüre von Titus Winkler und dem Thurgauer Archäologen Albin Hasenfratz gibt Auskunft über den hochmittelalterlichen Burgstock.
 
4 Vom Burgstock führt der Weg nach Schocherswil. Direkt an der Hauptstrasse trifft man hier auf das historische Riegelhaus Gasthof zum Hecht. Die Wurzeln von Schocherswil reichen vermutlich bis in Jahr 883 zurück.
 
5 Schocherswil verlässt man auf dem Wanderweg in Richtung Amriswil. Allerdings bleibt man bei Hööi auf der Höhe und wendet sich nicht hinunter nach Amriswil. Sondern man folgt dem Weg bis Kreuzung, an der der Aussichtsturm Amriswil angeschrieben ist. Jetzt bekommt man das hölzerne Bauwerk bald zu sehen. Der architektonisch interessante Turm hat eine eigene Homepage im Internet: www.gewerbeturm.ch. Im Juni 2012 ist er eröffnet worden. Der Gewerbeverein Amriswil hat ihn zu seinem 100-Jahr-Jubiläum auf dem Schollenberg errichten lassen und ihn der Bevölkerung geschenkt. Der Turm ist 19,50 Meter hoch. Die Aussichtsplattform mit herrlicher Rundumsicht befindet sich auf 15,25 Metern Höhe. Zu ihr führen 90 Stufen. Die Bauzeit betrug gerade mal sechs Wochen.
 
6 Vom Gewerbeturm geht man zurück auf den Wanderweg und erreicht nach Winkel nun wieder Räuchlisberg. (bor)
 

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