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Rund um das Schloss Bettwiesen und den Wiler Turm

Es gibt Wanderungen, die in jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis sind. Zu diesen gehört die dreistündige Wanderung rund um das Schloss Bettwiesen und den Wiler Turm. Das Schloss ist ein privater Gutsbetrieb und kann daher nicht besucht werden. Die Wanderung führt durch regionaltypisch grüne Talebenen und Anhöhen.
22. November 2012, 08:07
Ab der Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen hat man das Wahrzeichen Bettwiesens, das aus dem Jahr 1627 stammende Schloss, bereits im Blickfeld. Von der Anhöhe bietet sich ein herrlicher Blick auf Säntis, Churfirsten und Glarner Alpen. Besonders grandios ist der Ausblick vom Holzturm auf dem Wiler Hofberg. (hs.)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wil, Bahnhof
Wanderzeit: drei Stunden
Weglänge: 12,8 km
Gesamtaufstieg: 339 m
Gesamtabstieg: 339 m
Ausrüstung: Je nach Witterung Wanderschuhe, Trekkingschuhe oder fester Turnschuh; im Winter lassen sich grosse Teile der Route auch mit Schneeschuhen begehen.
Gaststätten: Restaurant Pilgerhaus, Dreibrunnen, 0719110220; Restaurant Wiesental, Hauptstrasse 38, Bettwiesen, 0719112303; verschiedenste Restaurants in Wil
Parkplätze: Parkhaus Bahnhof
Öffentlicher Verkehr: SBB, FWBahn, Thurbo, WilMobil, Postauto
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1073, Wil
 
1 Die Wanderung beginnt beim Bahnhof in Wil und führt den gelben Wanderwegweisern folgend westwärts auf der Weststrasse und dem Ifangweg dem Bahngeleise entlang, dann auf der Otmarstrasse zur verkehrsreichen Zürcherstrasse. Sodann wird der zu Bronschhofen gehörende Dorfteil Bild erreicht. Hier führt der Weg nach der Bahnunterführung rechts dem Wanderwegweiser folgend kurz durch das recht verkehrsarme Industriegebiet. Danach ist die Sicht frei auf grüne Wiesen und Maria Dreibrunnen.
 
2 Nach 30 Minuten Wanderzeit ist die weit über die Region Wil hinaus bekannte Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen erreicht. Die barocke Kapelle kann auf eine über siebenhundertjährige Geschichte zurückblicken und stellt ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung dar. Sie ist im Besitz der Katholischen Kirchgemeinde Wil. Ein Besuch dieses insbesondere auch für Hochzeiten beliebten Sakralbaus ist sehr zu empfehlen. Durstige Seelen können sich nebenan im Restaurant Pilgerhaus ein erstes Mal erfrischen.
 
3 Von Dreibrunnen führt der Wanderweg zunächst der geteerten Strasse entlang in den Weiler Trungen. Am westlichen Ende zweigt der Wanderweg rechts ab über Naturstrassen nach Bettwiesen. Das Auge geniesst ab hier fast unentwegt den Blick auf das Schloss Bettwiesen und je nach Jahreszeit saftig grüne Wiesen oder idyllisch verschneite Weiten.
 
4 In Bettwiesen angelangt, wo sich wiederum Möglichkeiten zur Einkehr bieten, führt der Wanderweg hoch zur Kirche, einem weiteren Wahrzeichen der Gemeinde. Nun geht es stetig bergauf dem Unteren Schloss und schliesslich dem Schloss Bettwiesen entgegen. Das in Privatbesitz befindliche Gebäude wird als Gutsbetrieb bewirtschaftet und kann nicht besichtigt werden. Das Schloss wurde 1627 durch den damaligen Abt des Klosters Fischingen erbaut. Das heute langgezogene Dorf wurde 840 zum ersten Mal als «Pettenwison» (Wiese des Petto) urkundlich erwähnt.
 
5 Nach dem Schloss führt der Wanderweg ostwärts in Richtung Bäckinge (Beckingen). Auf Naturstrassen führt die Wanderung mal ausgedehnten Pferde- und Kuhweiden entlang, mal durch idyllische Wälder. Von diesem Teilstück der Wanderung bietet sich immer wieder eine traumhafte Sicht auf den Säntis, die Churfirsten und die Glarner Alpen. Nach etwas mehr als der Hälfte der Wanderzeit wird das kleine, zur Gemeinde Braunau gehörende Dorf Bäckinge erreicht. Zu Braunau gehören die drei Orte Bäckinge, Hittingen und Oberhausen sowie 17 kleine Weiler.
 
6 Wiederum den gelben Wegweisern nach, führt die Wanderung nun hinunter nach Maugwil. Das Dorf gehört heute zur Politischen Gemeinde Bronschhofen und durch die Gemeindevereinigung ab 1. Januar 2013 zur Stadt Wil. Maugwil wurde 1302 als Mokwilie erstmals urkundlich erwähnt und ist ein schmuckes kleines Dorf.

7 Nun führt der Weg wieder bergwärts, in südlicher Richtung dem Wegweiser «Langenegg» folgend auf die Anhöhe. Das zweitletzte Etappenziel ist der gesamthaft 38 Meter hohe Holzturm auf dem Wiler Hofberg. 189 Stufen führen auf die auf einer Höhe von 34 Metern über Boden gelegenen Aussichtsplattform. Von hier aus bietet sich eine einzigartige Rundsicht, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

8 Die letzte Etappe schliesslich führt hinunter in die Äbtestadt Wil, wo der Stadtweier, die historisch bedeutende Altstadt und das bunte Treiben in der Fussgängerzone zum Verweilen einladen. Auch gastronomisch sind hier kaum Grenzen gesetzt. Restaurants in jeder Preisklasse laden vom einfachen bis zum gediegenen Mal. Bedeutende Bauwerke in der Altstadt sind unter anderen: Hof, Baronenhaus, Gericht und die Stadtkirche St. Nikolaus. (hs.)



 

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