Bischofszell–Alte Thurbrücke–Ghöög–Huserfelsen–Husen– Heiden–Schorhus–Sorental–Bischofsbärg–Bischofszell

Romantische Rundtour über den Huserfelsen

Die Tour beginnt am Bahnhof Bischofszell. Von dort geht es durch Altstadt und Rosengarten hinab zur Alten Thurbrücke. Wegen ihrer eigenwilligen Architektur wird die längste aus dem Mittelalter erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz auch Krumme Brücke genannt.
14. März 2013, 08:44
Die Tour beginnt am Bahnhof Bischofszell. Von dort geht es durch Altstadt und Rosengarten hinab zur Alten Thurbrücke. Wegen ihrer eigenwilligen Architektur wird die längste aus dem Mittelalter erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz auch Krumme Brücke genannt. Der Weg führt unter der Brücke durch und quert einen märchenhaften Auenwald. Dabei hat man die Thur, ob genutzt in längst vergangenen Industrietagen oder wild mit Kiesbänken, immer im Blick. Schliesslich gelangt man über den neuen Weg am Huserfelsen, über Zeitzeugen der Textilproduktion zur Waldschenke und wieder zurück nach Bischofszell. (bor)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bischofszell, Bahnhof
Wanderzeit: ca. 3,5 Stunden
Weglänge: 12 km
Gesamtaufstieg: 149 m
Gesamtabstieg:  149 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: diverse in Bischofszell. Am Weg zur Einkehr: Waldschenke Bischofszell, geöffnet im Winter nur sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab 29.März täglich ab 10 Uhr.
www.waldschenke-bischofszell.ch
Parkplätze: Bahnhof und Umgebung
Öffentlicher Verkehr: SBB
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1074 Bischofszell, Thurgauer Wanderkarte 1:50000
 
 
1 Vom Bahnhof Bischofszell startet die Rundtour mit einem Gang durch Altstadt und Rosengarten hinunter an die Thur. Dort steht die mächtige Alte Thurbrücke. Die längste mittelalterliche Natursteinbrücke der Schweiz wird nicht überquert, sondern man geht flussaufwärts am Ufer entlang. Die Thurbrücke heisst wegen ihrer eigenwilligen Architektur auch Krumme Brücke. Ihren Bau hat sie, gemäss einer alten Sage, einer trauernden Mutter zu verdanken. Frau von Hohenzorn hatte zwei Söhne, die eine besondere Leidenschaft für die Jagd verband. Die Söhne schlugen meist die Warnungen der Mutter in den Wind, wenn sie sagte, sie sollten doch zu Hause bleiben, weil die Jagd und der Wald so viele Gefahren in sich bergen. So auch an jenem Morgen, als die Mutter ein starkes Gewitter heraufziehen sah. Die Burschen hörten wieder nicht. «Bis zum Mittag sind wir sicher zurück», erklärten sie. Das Gewitter kam, und die Burschen bemerkten es zu spät. Die Thur hatte sich in einen tosenden Strom verwandelt. Sie wollten mit ihrem Kahn ans andere Ufer übersetzen, doch zerschlug ein treibender Baumstamm das Boot, und sie ertranken vor den Augen der Mutter, die das Unglück von ihrem Fenster aus beobachtet hatte. Die trauernde Mutter ging ein Jahr später zum Amtsmann und überbrachte ihm Geld und Wertschriften, damit er an der Stelle, an der ihre Söhne ertrunken waren eine Brücke baue. Die Überquerung dürfe keinen Zoll kosten, sondern lediglich ein freiwilliges Vaterunser zum Gedenken an ihre Söhne. 1487 war die Bücke erstellt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war sie zollfrei. 1969 wurde sie für den motorisierten Verkehr gesperrt. 1971 bis 1975 ist die Brücke in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und von 1999 bis 2006 umfassend saniert worden.
 
2 Die Brücke im Rücken, führt der Weg an einem Grillplatz vorbei durch einen märchenhaften Auenwald. Immer wieder gibt er den Blick frei auf die Thur, die je nach Witterung als kleines Rinnsal mit mächtigen Kiesbänken daherkommt oder als reissender Fluss.
 
3 Durch das Naturreservat Ghöög geht es weiter entlang der Thur bis zum Huserfelsen.
 
4 Der Thurweg führte ursprünglich am Felsen vorbei. Doch war es immer wieder zu Erdrutschen gekommen. Der Weg wurde beschädigt und schliesslich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Huserfelsen war nicht mehr passierbar. Schliesslich verlegte man die neue Route über den Huserfelsen. Der Weg führt nun steil in Serpentinen hinauf. Von oben hat man einen prächtigen Blick durch das Thurtal und auf den Säntis. Nach dem Abstieg gelangt man an einen idyllischen Grill- und Rastplatz direkt am Thurufer am Fuss des Felsens.
 
5 Den Thurweg verlässt man schliesslich an der nächsten grossen Abzweigung und geht über Weiden und Wiesen in Richtung Husen, Heiden, Schorhus, Winklen.
 
6 Über dem Sorental hat man zwei Möglichkeiten. Man folgt der Strasse und besucht das Textilmuseum oder oberhalb folgt dem Weg über dem Sorental, vorbei an der alten Weberei bis zum gekennzeichneten Wanderweg.
 
7 Der führt vor dem Fischteich in Höfli steil über Treppenstufen nach Norden den Rässenberg hinauf. Dieser wird unterhalb seiner Kuppel im Wald in einem Halbkreis umgangen.
 
8 Schliesslich trifft man auf einen Wegweiser zur Waldschenke Bischofszell. Der Weg dahin ist gut beschildert. Die Waldschenke ist ein beliebtes und hundefreundliches Ausflugsziel mit grossem Kinderspielplatz, tollem Panorama und gut 500 Plätzen im Freien. Die Wirtsstube verfügt über 40 Plätze.
 
9 Mit einer währschaften Mahlzeit gestärkt geht es eine halbe Stunde den Bischofsbärg hinunter zurück zum Ausgangspunkt. (bor)

 
 

Dateigröße : 123.43 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: