Degersheim – Föhrenwäldli – Wolfensberg – Degersheim

Raus aus dem Nebel – hoch zum sonnigen Wolfensberg

Wenn der Nebel mal wieder auf die Stimmung drückt, wenige hundert Meter weiter oben aber die Sonne lacht, ist es Zeit für eine Panoramawanderung auf den Wolfensberg bei Degersheim.
25. Januar 2017, 16:46
Die Steigungen sind ohne besonderes Training gut zu bewältigen, die Wege und Strassen gut ausgebaut. Die Wanderung ist deshalb geeignet für die ganze Familie, auch mit Kinderwagen. Schon nach gut einem Kilometer öffnet sich demWandernden eine schöne Rundsicht. Der Rückweg führt über die geteerte Strasse. (hs)

 


 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Degersheim
Wanderzeit: 1 Std., 6 Min.
Weglänge: 4,3 km
Gesamtaufstieg: 113 m
Gesamtabstieg: 111m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Hotel & Restaurant Wolfensberg, 071 370 02 02, täglich geöffnet, mehrere Restaurants in Degersheim
Parkplätze: Bahnhof Degersheim
Öffentlicher Verkehr: Mit Bus 751 ab Flawil, von St.Gallen mit der S4 oder S8 nach Degersheim
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1094, Degersheim
1 Bahnhof Degersheim Idealer Ausgangspunkt für diese Winterwanderung ist der Bahnhof. In diesem Rayon sind auch Parkplätze vorhanden. Der Weg hoch zum Wolfensberg ist gut ausgeschildert. Am besten folgt man den Wegweisern «Rond om Tegersche ». Dieser Lehrpfad führt fast rund um die Gemeinde und informiert auf 13 Tafeln über viel Wissenswertes. Die hier beschriebene Winterwanderung folgt dem Weg «Rond om Tegersche» bis zum Hotel Welfensberg auf dem gleichnamigen Aussichtspunkt und führt dann auf der geteerten Wolfensbergstrasse zurück ins Dorf. Dieser Weg ist das ganze Jahr hindurch gut zu bewältigen, auch mit Kinderwagen, wenn nicht gerade aussergewöhnlich viel Schnee liegt. Wer den ganzen Lehrpfad wandern möchte, findet dazu Erläuterungen im Wandertip vom3. Juli 2014. Die Wanderung führt zu Beginn die Bahnhofstrasse hoch und dann links in die Hauptstrasse. Kurz darauf geht es rechts in die Steineggstrasse, vorbei an der imposanten evangelischen Kirche. Die Steineggstrasse mündet etwas später leicht links hoch in die Freudenbergstrasse. Mit zunehmender Höhe offenbart sich eine herrliche Panoramasicht auf den Säntis.
 
2 Föhrenwäldli Bald schon zeigt derWegweiser nach links. Bis zum letzten Haus führt die Wanderung noch auf einer geteerten Strasse, danach auf einem Fussweg hoch zum Föhrenwäldli. Auf diesemTeilstück der Wanderung ist der Blick in östlicher Richtung frei nach St.Gallen, südlich zeigt sich majestätisch der Säntis und zu dessen Füssen das Dorf Degersheim, nördlich erblickt man Flawil. Vom Föhrenwäldli als zweithöchstem Punkt dieser Wanderung führt der Weg nun abwärts in westliche Richtung. Bald schon ist Inzenberg erreicht. Von hier führt die Tannenstrasse in malerischer Landschaft durch Feld und Wald direkt zum Etappenziel: demWolfensberg.
 
3 Wolfensberg Das beliebte Drei- Sterne-Hotel hat seinen Ursprung im Jahr 1685, dem Jahr, in dem Johann Sebastian Bach geboren wurde. Im Jahr 1900 wurde der «Wolfensberg» als «Restaurant zur frohen Aussicht» und auch als kleiner Landwirtschaftsbetrieb erwähnt. Zu dieser Zeit wurde auch gewoben, gesponnen und bald auch schon gestickt. Zur Hochblüte der Stickereizeit in Degersheim waren in diesem Haus auch zwei Stickmaschinen installiert. 1958 erfolgte der erste Ausbau des damaligen Stickersaals in einen Speisesaal. Damit nahm die eigentliche gastronomische Erfolgsgeschichte des heutigen «Wolfensberg» ihren Anfang. Auf 900 Metern gelegen, bietet sich eine schöne Fernsicht.
 
4 Bahnhof Degersheim Der geteerten Wolfensberg- und Taa-strasse entlang geht es wieder zurück ins Dorf Degersheim, das eine interessante Geschichte hat. Tegerasca, wie es 837 bei der Ersterwähnung hiess, umfasst neben dem Dorf die Orte Magdenau mit dem Zisterzienserinnen- Kloster (1244) undWolfertswil (838 Wolfridenswilare), zahlreiche Einzelhöfe sowie die Exklave Obergampen. Der ursprüngliche Name «Tegerschen» ist in der Mundart noch heute gebräuchlich. Seit 1803 ist Degersheim der amtliche Name. Die Bevölkerung lebte ursprünglich von Viehzucht und Getreidebau (Mühle 1447 erwähnt). 1708wurde eine evangelische, 1763 eine katholische Kirchgemeinde gegründet. Um 1750 setzte die Baumwollweberei, dann die Industrialisierung ein. (hs)
 

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