Mehrzweckhalle Rootewis Güttingen–Versuchsbetrieb–Toopmer–Güttinger Wald–Start Eichenweg–Waldfeuerstelle–Forsthaus Jakob–Bruderhau– Moritzenegg–Müüslerwis–Panoramagrill–Mehrzweckhalle Rootewis

Panoramablick und alles über Eichen im Güttinger Wald

Güttingen ist ein munteres Uferdorf am Bodensee. Der Start der Wanderung ist bei der Mehrzweckhalle Rootewis. Ein erster Höhepunkt ist der Versuchsbetrieb Obstbau mit Informationen und Aussichtsturm.
24. Februar 2016, 14:45
Schul- und Versuchsbetrieb ist weltweit einmalig, was die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Beratung, Bildung und Praxis betrifft. Über Wiesen, Obstbauanlagen und Zuchtbetrieben von Holstein-Friesian-Rindern geht es zum Eichenweg im Güttinger Wald. Orientierungstafeln geben Auskunft über die Besonderheiten des Eichenwaldes, der Bäume und die sehr lange Bewirtschaftung eines Eichenbestandes. (bor)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Mehrzweckhalle Rootewis, Güttingen. Mit öffentlichem Verkehr: ab Bahnhof Güttingen, ca. 15 Min. plus. Mit Postauto, Haltestelle Güttingen Dorf, plus 5 Min.
Wanderzeit: 4 1⁄2 Stunden
Weglänge: 14 km, kinderwagentauglich, Abkürzungen möglich
Gesamtaufstieg: 150 m
Gesamtabstieg: 138 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Restaurants und Cafés in Güttingen
Parkplätze: MZH Rotewis
Öffentlicher Verkehr: Postauto, 923, SBB S8
Kartenmaterial: Thurgauer Wanderkarte 1:50000, Landeskarte Blatt 1054, Weinfelden 1:25000
1 Wolken und Nebel haben an diesem Tag die Sicht auf den Bodensee leider verhindert. Nur selten konnte die Sonne den Kampf gewinnen. Und doch wird man meist mehr Glück in der Sonnenecke am Thurgauer Bodenseeufer haben und immer wieder einen wunderbaren Panoramablick geniessen können. Ein günstiger Startpunkt für diese Ganzjahreswanderung ist die Mehrzweckhalle Rootewis in Güttingen.
 
2 Man geht zunächst direkt auf den Informations- und Aussichtsturm des Schul- und Versuchsbetriebs Obstbau des Bildungsund Beratungszentrums (BBZ) Arenenberg zu. Hier werden mehr als zehn Obst- und Beerenarten kultiviert und über 100 verschiedene Sorten auf Herz und Nieren getestet. Nicht nur Sorten, sondern auch Anbaumethoden, Nützlingsmanagement, Feuerbrandbekämpfung und biotechnische Verfahren in der Schädlingsbekämpfung werden getestet. Der Schulund Versuchsbetrieb ist weltweit ein Novum, was die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Beratung, Bildung und Praxis betrifft. Der Standort Güttingen ist so zu einer Wissensdrehscheibe geworden. Jährlich besuchen unter anderem etwa 1500 Fachleute aus aller Welt den Versuchsbetrieb.

3 Entlang des Betriebs führt der Weg dann nach Westen. Nach einer Bachüberquerung biegt er rechtwinklig nach Süden ab. Der Mattehof wird in einem Bogen umgangen, bis man wieder auf einer kleinen Landwirtschaftsstrasse landet. Diese wird Richtung Osten überquert und schliesslich führt der Weg entlang des Toopmers über Fuchsloch, Vogelsang und Stogge in den Güttinger Wald. Über den Abschnitt Holzewis geht es zur Strasse zurück, wo man auf den Start des Eichenwegs im Güttinger Wald trifft.
 
4 In der Regel kann man sich an der Infotafel mit einem Flyer versorgen. Und los geht der Eichenrundweg mit einer Dauer von gegen 90 Minuten. Insgesamt acht Orientierungstafeln klären über die Besonderheiten eines Eichenwaldes und dessen Bewirtschaftung auf. Wobei der gewählte Wanderweg nach der sechsten Tafel den Eichenweg verlässt. Da der Güttinger Wald aber von zahlreichen Wegen durchkreuzt wird, können auch selbstgewählte Varianten unter die Schuhsohlen genommen werden. Abkürzungen in Richtung Güttingen sind immer möglich. Diese bieten sich bei einem Wetterumschwung oder bei müden Kinderbeinen an. Für Waldbegeisterte ist der Güttinger Eichenwald und der Wald an sich eine Fundgrube. So können sich Waldwanderer an verschiedenen Bestandsbildern überzeugen, dass neben den altehrwürdigen Eichen auch die junge Eichengeneration gut vertreten ist. Der Weg führt vorbei an der 90jährigen Versuchsfläche von Stiel- und Traubeneichen. Die Eichen wurden früher nicht nur wegen des Holzes gepflanzt, sondern dienten auch als Fruchtbäume. Die Germanen gewannen Mehl aus Eicheln. Im Mittelalter trieb man die Schweine in den Wald. Die Eicheln sorgten für ein sehr gutes Fleisch. In Notzeiten wurde mit gerösteten Eicheln Kaffee gekocht. Die Gerbstoffe der Rinde konnten Gerber für die Lederproduktion einsetzen und sogar als Heilmittel fanden Eicheln Verwendung.
 
5 Über die Waldfeuerstelle geht es weiter bis zur sechsten Tafel, nach der der Wanderweg den Eichenweg Richtung Strasse verlässt.
 
6 Diese passiert man und geht nun bis zum Forsthaus Jakob.
 
7 Der Wald wird in nördlicher Richtung geradewegs durchquert.
 
8 Am Waldrand geht es dann zurück über Winterlishof, Müüslerwis und Flurhof an den Dorfrand von Güttingen, wo man am Panoramagrillplatz vorbeikommt.
 
9 Von dort ist die Mehrzweckhalle wieder rasch erreicht. (bor)

Dateigröße : 1.48 MBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: