Kirchberg – Hüsligs – Rupperswil – Müselbach – Hawald – Waldwis – Altenriet – Geiss – Tüfrüti – Turpenriet – Kirchberg

Modulare Naturwanderung für jede Jahreszeit

Die Wanderung führt durch die sanfte Hügellandschaft bei Kirchberg. Das Dorf ist mit dem Bus gut zu erreichen. Wer lieber mit dem Auto anreist, kann sein Fahrzeug während einer beschränkten Zeit auf dem öffentlichen Parkplatz vis-á-vis des Hotels Toggenburgerhof abstellen.
20. Januar 2016, 16:35
Ausgangspunkt für die Wanderung, die zu jeder Jahreszeit genossen werden kann, ist das Dorfzentrum bei der Kirche. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle Post. Die Wanderung lässt sich bei Bedarf gut abkürzen. Da nur wenige Höhenmeter auf meist befestigten Strassen zu bewältigen sind, ist die Wanderung auch mit Kinderwagen geeignet. (hs)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Kirchberg
Wanderzeit: 2,33 Stunden
Weglänge: 9,61 km
Gesamtaufstieg: 303 m
Gesamtabstieg: 303 m
Ausrüstung: solides Schuhwerk
Gaststätten: in Kirchberg: Toggenburgerhof, 0719320032, Rössli, 071931 31 31, Eintracht, 071931 1092, Frohsinn, 071931 1167; Frohsinn, Rupperswil, 071931 1384; zur Rose, Müselbach, 071931 13 91; Toggenburg, Tüfrüti, 071931 1255.
Parkplätze: Gähwilerstrasse
Öffentlicher Verkehr: Bus WilMobil, Linie 732 Richtung Wil oder Gähwil, Linie 761 Richtung Bazenheid und Dietschwil.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1073 Wil.
1 Die Wanderung beginnt auf dem Dorfplatz bei Kirche, Post und dem historischen Restaurant Rössli. Rechts an der Kirche vorbei geht es der Huserstrasse entlang für wenige hundert Meter ostwärts und dann rechts die Rosenbergstrasse hoch. Nach wenigen Minuten liegt das Dorf hinter einem, und es öffnet sich dem Wanderer eine beglückende Fernsicht.
 
2 Als zweithöchster Punkt der Wanderung wird der Weiler Hüsligs erreicht. Rechts davon auf der Anhöhe steht die Kaiserlinde. Wer mag, kann einen kleinen Abstecher machen. Die Namensgebung geht auf das Kaisermanöver im Jahr 1912 zurück, dem der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II. beiwohnte. Zwei Jahre später brach mit dem Attentat von Sarajevo der Erste Weltkrieg aus.

3 Die Wanderung führt aber nicht zur Kaiserlinde, sondern geradeaus in Richtung Rupperswil. Im Weiler, der über ein Restaurant verfügt, muss die Strasse nach links gequert werden. Nach wenigen Metern zeigt der Wegweiser nach rechts in Richtung Müselbach.
 
4 Wer mag, kann in Müselbach einen kleinen Abstecher zur Bruderklausenkapelle machen. Der am 25. September 1955 eingeweihte, wohlproportionierte Sakralbau steht trotz seines jungen Alters unter Denkmalschutz.
 
5 Die Wanderung führt vom Dorf Müselbach rechts auf die Schwendistrasse zu den Weilern Schwendi und Hawald. Wer die Wanderung abkürzen möchte, kann kurz nach Hawald rechts auf eine Feldstrasse einbiegen und gelangt auf direktem Weg nach Tüfrüti bei Kirchberg. Wer etwas mehr Zeit hat, wandert weiter in Richtung Westen den Weilern Tannen, Chappenmüli und Waldwis entgegen.
 
6 Beim Weiler Waldwis mündet die Schwendistrasse in die Gähwiler-/ Kirchbergerstrasse. Hier befindet sich auch eine Bushaltestelle. Die Wanderung führt wenige Meter der Strasse entlang in Richtung Gähwil.
 
7 Nach dem Überqueren der Strasse geht es rechts hoch zum Weiler Altenriet. Mit jedem Meter Höhe weitet sich die Fernsicht in Richtung Säntis, Gähwil und Wallfahrtsort St. Iddaburg. Beim letzten Hof in Altenriet führt die Strasse rechts dem Waldrand entgegen ins Gebiet Geiss. Mit 828 Metern über Meer wird beim Waldrand schon fast der höchste Punkt der Wanderung erreicht.
 
8 Weiter geht es nun nach rechts in den Wald in Richtung Tüfrüti und Kirchberg. Die anfänglich noch leicht ansteigende Waldstrasse führt schliesslich hinunter in die Weiler Wittwil und Tüfrüti.
 
9 In Tüfrüti befindet sich ein Gasthaus, das zur Einkehr einlädt. Ebenso besteht hier bei Bedarf die Möglichkeit, die Wanderung abzukürzen und mit dem Bus zurück nach Kirchberg zu fahren.
 
10 Wer noch nicht müde ist, wandert wenige hundert Meer weiter zum Turpenriet. Bei dieser landschaftlichen Schönheit handelt es sich um ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Das Naturschutzgebiet ist ein Laichplatz mit dem stark gefährdeten Teichmolch und den drei gefährdeten Arten Wasserfrosch, Erdkröte und Fadenmolch, aber grosser Population von Grasfrosch und Wasserfrosch.
 
11 Mit schönen Bildern im Kopf führt die Wanderung schliesslich ins Dorf Kirchberg zurück an den Ausgangspunkt. Es lohnt sich, im Dorfzentrum einen Blick in die katholische Kirche zu werfen. Hier soll sich nämlich ein Wunder ereignet haben. Es geschah am dritten Adventssonntag im Jahr 1685. Während des Gottesdienstes soll sich das Kreuz von der Wand gehoben haben. Mehrere hundert Gläubige bezeugten den Vorfall. Nach diesem Heiligkreuzwunder wurde Kirchberg zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Noch heute wird am 16. Dezember der Heiligkreuztag als Feiertag begangen.
 

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