Wil–Schwarzenbacher Brücke–Niederstetten–Felsegg–Oberbüren– Niederbüren–Ghögg–Bischofszell

Mit der ganzen Familie von Wil nach Bischofszell

Diese Wanderung führt von der Äbtestadt Wil nach Bischofszell, kann aber genauso gut in umgekehrter Richtung erfolgen. Beide Städtchen sind geprägt von einer gepflegten Altstadt. Es lohnt sich deshalb, für beide Orte etwas Zeit zum Verweilen einzurechnen.
23. September 2015, 13:03
Die gesamte Wanderung ist fast eben und lässt sich gut mit Kinderwagen bewältigen. Einzig nach der Schwarzenbacher Brücke gibt es eine kurze Wegstrecke mit einer Treppe, die das Tragen des Kinderwagens erfordert. Die gesamte Wanderung dauert etwa fünf Stunden und dürfte von Familien mit Kindern eher in einzelnen Etappen genossen werden. Wer nicht mehr mag, geht ins nächste Dorf und fährt mit dem Bus zurück. Es ist ratsam, die Fahrpläne vor der Wanderung zu studieren.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wil, Bischofszell
Wanderzeit: 5 Stunden
Weglänge: 21,032 km
Gesamtaufstieg: 136 m
Gesamtabstieg: 203 m
Ausrüstung: Guter Turnschuh, Trekking- oder Wanderschuh
Gaststätten: in Wil, Bischofszell und allen Dörfern entlang der Wegstrecke
Parkplätze: Parkhaus beim Bahnhof in Wil
Öffentlicher Verkehr: SBB, Bus
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1073 Wil, 1074 Bischofszell
1 Die Wanderung beginnt beim Bahnhof in Wil. Es lohnt sich, vorher die Altstadt zu besichtigen und in einem Restaurant Einkehr zu halten. Während mehr als 500 Jahren residierten die St.Galler Fürstäbte im Hof zu Wil, weshalb die Stadt auch Äbtestadt genannt wird. Zahlreiche Bauten, insbesondere der Hof zu Wil als ehemaliger Sitz des Fürstabtes, zeugen in der malerischen Altstadt von dieser Zeit. Sodann führt die Wanderung vom Bahnhof den gelben Wegweisern folgend in östliche Richtung über den Ilge-Kreisel und den Rössli-Kreisel auf die Thuraustrasse. Bald geht es rechts zu den Sportanlagen Lindenhof. Nach dem Überqueren des Areals führt der Weg hinunter in die Thurau. Hier beginnen die Naturschönheiten dieser Wanderung.
 
2 Nach dem Verlassen des Waldes breitet sich die Thurau mit den Schiessanlagen vor den Augen des Wanderers aus. Der Weg führt rechts am Eschenhof vorbei. Auf einer schmalen, geteerten Strasse geht es nun zur Schwarzenbacher Brücke. Nach dem Überqueren der Thur geht es gleich links. Nach der ARA führt eine kurze Treppe eine kleine Anhöhe hinauf und gleich wieder hinunter. Kinderwagen müssen auf diesem kurzen Teilstück getragen werden.

3 Der Weg führt ein Stück durch den Wald. Danach breitet sich erneut eine fruchtbare Wieslandschaft aus. Auf gepflegten Strassen und Wegen geht es nun in einiger Entfernung vorbei an Niederstetten der Thur entlang nach Brübach. Bald ist auf dem gegenüberliegenden Ufer die Autobahnraststätte Thurau erreicht. Die Wanderung führt aber nicht über den Steg dorthin, sondern geradeaus in Richtung Gillhof und von dort nach Brübach zur Felsegg. Der Wasserfall mit dem Kraftwerk Felsegg hat eine besondere Anmut.
 
4 Bei der Felsegg wird die Thur überquert. Gleich danach führt der Wanderweg rechts in den Weiler hinein, bevor es dann rechts hinunter zum linken Thurufer geht. Der Wegweiser ist an dieser Stelle nicht auf den ersten Blick erkennbar und erfordert etwas Aufmerksamkeit. Ansonsten ist die gesamte Wegstrecke sehr gut ausgeschildert.
 
5 Der Weg führt weiter über eine fruchtbare Ebene, auf der verschiedene Kohlarten angebaut werden, in Richtung Oberbüren. Südlich vorbei an Sonnental ist bald Oberbüren erreicht. Hier muss die Thur erneut überquert werden. Gleich nach der Brücke geht es rechts hinunter an die Thur, wo sich auch eine grosse und häufig benutzte Feuerstelle befindet. Feuerstellen gibt es auf dieser Wanderung mehrere, doch sind sie meist gut belegt.
 
6 Der Thur entlang geht es auf der Kiesstrasse nun ins Biberland. Ein Lehrpfad mit informativen Tafeln erzählt aus dem Leben der Biber, die sich hier wieder einen Lebensraum zurückerobert haben. Zuweilen ist auch ein Baum zu sehen, der so stark angenagt ist, dass er demnächst umzufallen droht.
 
7 Bald ist Niederbüren erreicht. In einiger Entfernung zum Dorf führt der Wanderweg weiter nach Bischofszell. Im Bereich Hausen darf der Weg zum Huserfelsen nicht mehr benutzt werden. Er musste wegen Absturzgefahr gesperrt werden. Der gut markierte Ersatzweg macht einen Bogen um den Felsen und führt zurück auf die Originalstrecke zum Ghögg.
 
8 Ein Stück dem Kanal entlang geht es nun zur achtjochigen Thurbrücke von 1487. Sie führt wegen der natürlichen Felsfundamente in einer krummen Linie über den Fluss (deshalb auch «Krumme Brücke») und gehört zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Brückenbauten der Schweiz. Nun laden die malerische Altstadt mit dem Barock-Rathaus, Rosengärten und Restaurants zum Verweilen ein. (hs)
 
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