Lustmühle – Gstalden – Egg – Waldegg – Horst – Speicher

Mit Weitsicht über die verschneiten Hügel

Diese Wanderung lässt sich mit entsprechender Ausrüstung auch machen, wenn Schnee liegt. Man startet bei der Haltestelle «Lustmühle» der Appenzeller Bahnen.
11. Januar 2017, 17:10
Gleich danach führt der Weg bergauf. Bemerkenswert sind die Aussichten, die man unterwegs geniessen kann: Zunächst ist ein Blick auf das St.Galler Quartier Winkeln und die Stadt Gossau möglich, und schon bald sieht man den Alpstein in vollster Pracht. Nach rund zwei Dritteln der Tour kann man im Restaurant Waldegg einkehren. (aru)

 


 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Von Lustmühle nach Speicher im Appenzellerland.
Wanderzeit: 2 Std. 30 Min.
Weglänge: 7,5 km
Gesamtaufstieg: 390 m
Gesamtabstieg: 236m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk. Nicht kinderwagentauglich.
Gaststätten: Erlebnis Waldegg, Teufen, Telefon 0713331230.
Parkplätze: In den Dörfern.
Öffentlicher Verkehr: An- und Rückfahrt mit den Appenzeller Bahnen.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095 Gais.
1 Die zweieinhalbstündige Wanderung am Rande des Kantons Appenzell Ausserrhoden beginnt bei der Bahnstation Lustmühle. Ziel ist Speicher. Die Route ist auch im Winter machbar, sofern nicht allzu viel Schnee liegt. Wo sich Wohnhäuser befinden, sind die Wege teilweise geräumt. Gleich zu Beginn müssen die Strasse und die Gleise der Appenzeller Bahnen überquert werden. Der Übergang ist ungesichert, man muss also achtgeben.
 
2 Hat man die herausfordernde Stelle bewältigt, geht es ungefährlich weiter: bergwärts auf einem Strässchen, nach wenigen Metern auf einer schmalen Treppe, dann quer über die Wiese. Mit den gelben Markierungen ist der Weg hervorragend ausgeschildert. Wer einen Blick zurückwirft, sieht in der Ferne das Industriequartier rund um den Kybunpark sowie die Stadt Gossau. Bei idealen Witterungsbedingungen kann man schon zu Beginn der Wanderung einen Panoramablick auf den Alpstein geniessen, der sich rechter Hand befindet. Auf der linken Seite sieht man Teile der Stadt St.Gallen und dahinter ein Stück des Bodensees. An der Strasse zwischen Teufen und der Hagenschwendi befindet sich die erste von drei Feuerstellen, denen man auf dieser Tour begegnet. Sie ist sehr gut ausgestattet mit Brennholz, Sitzbänken und einem Tisch. Anschliessend führt der Kiesweg durch einen Wald stetig nach oben, bis man auf einer hübschen Lichtung ankommt, wo zwei weitere Feuerstellen zum Verweilen einladen.
 
3 Erstmals geht man nun bergab. Nachdem man den Wald hinter sich gelassen hat, marschiert man auf die Egg zu. Dort trifft man auf ein schmuckes Holzhaus, zu dem ein Selbstbedienungsladen gehört. Socken und Olivenöle werden dort angeboten. Während die Fussbekleidung manch einen Wanderer erfreuen wird, wirkt das zweite Angebot in jener Gegend ziemlich überraschend. Doch bei näherem Hinschauen wird klar: Die Öle stammen natürlich nicht aus dem Appenzellerland, sondern aus dem mediterranen Raum. Nach der Egg ist einmal mehr ein kleiner Aufstieg angesagt. Bald hat man die Wahl zwischen einem breiten Kiesweg und einem schmalen Trampelpfad, wobei Letzterer zu empfehlen ist. Denn so kommt man an einer grossen Linde vorbei, bei der sich auf einem umzäunten Bänklein die Aussicht geniessen lässt (geübte Winterwanderer haben für solche Zwecke stets eine Thermoskanne, gefüllt mit heissem Tee, im Rucksack).
 
4 Nach zwei Dritteln des Weges kommt man in der Waldegg an. «ErlebnisWaldegg» heisst der Ort offiziell, denn man kann dort nicht bloss im Restaurant einkehren, nein, es gibt diverse weitere Attraktionen für gross und klein: Tiere wie Heidschnucken und Spitzhaubenhühner, einen «Chromegge» mit regionalen Produkten, eine Holzofenbäckerei und einiges mehr. Achtung: Montag ist Ruhetag.
 
5 Bei der «Horst» genannten Senke steht der Endspurt auf dem Programm. Es folgt nämlich ein strenger Aufstieg. Ausser Atemerreicht man die Kuppe und macht sich sogleich an den Abstieg auf der anderen Seite. Am Waldrand befindet sich eine Laube mit Bänkli – ein hübscher Aussichtspunkt.
 
6 Das Dorf Speicher, unser Ziel, ist nun nicht mehr weit entfernt. Die Tour endet schliesslich beim Bahnhof der Appenzeller Bahnen. (aru/chr)
 

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