Oberuzwil – Jonschwil – Bisacht –Eppenberg – Bichwil

Märchenhafte Wanderung und Schlittelplausch

Die Wanderung durch das Fürstenland rund um Oberuzwil verspricht Erholung und Abwechslung für die ganze Familie. Sie startet mit dem «Märli-Weg» zum Bettenauerweiher. Vier Erzähl-Plattformen am Waldrand bieten Platz für einen Geschichtenerzähler und vier Zuhörer.
31. Januar 2014, 09:05
Entlang des Weihers geht es weiter Richtung Jonschwil. Über Feld- und Waldwege ist der Weiler Bisacht zu erreichen. Nun gilt es einige Höhenmeter zu überwinden, bevor sich auf dem Eppenberg der Blick über die Ebene auftut. Der Abstieg nach Bichwil kann bei genügend Schnee mit dem Schlitten befahren werden. Insbesondere der untere Abschnitt ist als Schlittelpiste geführt.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Oberuzwil und Bichwil
Wanderzeit: circa 21⁄4 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 283 m
Gesamtabstieg:  228 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Restaurant Eppenberg, Bichwil bis am 6. März geschlossen, 071 393 15 01
Parkplätze: evangelische Kirche, Oberuzwil
Öffentlicher Verkehr: Bahnhof Uzwil, Postauto nach Jonschwil, Haltestelle evangelische Kirche. Rückweg: Postauto von Bichwil zum Bahnhof Uzwil.
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000; Blatt 1073 Wil; Blatt 1074 Bischofszell
 
1 Die Postautohaltestelle Evangelische Kirche in Oberuzwil bildet den Anfangspunkt der kurzen Wanderung durch die Fürstenländer Hügel. Auch Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Von dort aus führt die Austrasse durch ein Wohnquartier zum Kiesweg in Richtung Bettenau. Dort startet auch der – bei Kindern beliebte – «Märliweg». Er ist durch einen Wegweiser gekennzeichnet: Am Waldrand bieten vier Erzähl-Plattformen Platz für je einen Geschichtenerzähler und vier Zuhörer. Auch ein Märchenbuch findet sich vor Ort. Beim Bettenauer Weiher angekommen, führt der Stiftenweg links um den Moorweiher herum. Ein Hingucker am Wegrand sind die zwei ineinander verschlungenen Eichen nach etwa 100 Metern: Sie scheinen sich zu küssen. Auf halbem Weg rund um den Weiher führt eine steile Strasse nach Jonschwil.
 
2 Kurz vor dem Ortseingang zweigt ein Weg links ab in Richtung Wildberg. Der untere Teil der Strecke führt durch Felder und Wiesen, vorbei an Bauernhöfen und Stallungen. Wer bereits nach dem flachen Aufstieg eine kurze Verschnaufpause benötigt, ist in der Besenbeiz Schüppli gerngesehener Gast. Wir folgen den Wegweisern in Richtung Wildberg/Eppenberg. Im Wildberger Wald nimmt die Steigung stetig zu, bevor der Weg kurz vor dem Weiler Bisacht wieder abfällt.

3 Blickfang der Siedlung ist das 300jährige Toggenburgerhaus im Kern des Weilers – für viele das «schönste Haus von Oberuzwil». Mitten im Landschaftsschutzgebiet gelegen, ist in der heimeligen Holzkonstruktion ein Wohnheim untergebracht. Die Bewohner betätigen sich in der Kleintierpflege, der Waldbewirtschaftung oder der hauseigenen Werkstatt. An der Strassenkreuzung vor dem Wohnheim zweigt eine asphaltierte Strasse rechts ab. Der Weg entlang von Felder weist nur wenig Steigung auf. Kurz bevor die Strasse erneut steil abfällt, auf Höhe eines Bauernhofes, tut sich der Blick über die Ebene auf. Vorerst können wir diesen jedoch noch nicht geniessen, sondern biegen rechts in einen kleinen Feldweg ein. Der Wegweiser und ein Schild des Restaurants Eppenbergs zeigen die Richtung an.
 
4 Der schmale Waldweg windet sich steil bergauf. Links und rechts strecken sich schneebedeckte Tannen und Laubbäume dem Himmel entgegen. Kurz vor dem Eppenberg führt der Weg aus dem Wald heraus und gibt den Blick frei auf Bichwil und Oberuzwil. Die Terrasse des Restaurants Eppenberg, auf 800 Meter über Meer gelegen, bietet einen wunderschönen Panoramablick über das Fürstenland. Die Menukarte reicht von einem währschaften Cervelat – um des Wanderers Hunger zu stillen – bis zum herzhaften Entrecôte. Für den
kleinen Hunger ist auch die Auswahl an Coupes und Desserts zu empfehlen. Wegen Betriebsferien bleibt das Lokal jedoch noch bis zum 6. März geschlossen. Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Hügel folgt ein steiler Abstieg nach Bichwil. Bei genügend Schnee kann die Strecke als rassige Schlittelpartie genutzt werden. Insbesondere der Strassenabschnitt zum Schulhaus Bichwil ist als Schlittelweg signalisiert und steht über die Wintersaison unter Fahrverbot.
 
5 Das kleine Dörfchen Bichwil bildet den Abschluss der Wanderung durch das Fürstenland. Stündlich fährt ein Postauto vom Dorfkern zum Uzwiler Bahnhof. Für Autofahrer hält dieses auch bei der Oberuzwiler Post – nur 300 Meter von den Parkmöglichkeiten bei der evangelischen Kirche entfernt. Die Strecke ist auch zu Fuss zu bewältigen – für all jene, denen die Wanderlust noch nicht vergangen ist.
 

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