Bichelsee – Hochwacht – Chabishaupt – Seelmatten – Bichelsee

Kantonsgrenze verläuft mitten durch den Bichelsee

Seelmatten, Turbenthal ZH, mit Blick auf den Bichelsee (Marcel Steiner)
04. Mai 2011, 20:41
Der Bichelsee liegt derart am Rand des Kantons Thurgau, dass die Grenze zum Kanton Zürich mitten durch den See verläuft. Aber das beeinträchtigt die idyllische Lage keineswegs: Mitten in einer sanften, von vergangenen Eiszeiten geschaffenen Hügellandschaft lädt der kleine See in der torfhaltigen Ebene wenn nicht gar zum Bade, so zumindest zum Verweilen ein. Die Wanderung ganz im Süden des Thurgaus beginnt und endet zudem in Bichelsee, in jenem Ort, wo 1899 auf Initiative des Pfarrers Johann Evangelist Traber die erste Raiffeisenkasse der Schweiz gegründet worden ist – zum Schutz der ländlichen Bevölkerung vor Wucher.
















Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bichelsee

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 9,0 km

Gesamtaufstieg: 400 m

Gesamtabstieg: 400 m

Ausrüstung: Wanderschuhe

Gaststätten: In Bichelsee

Parkplätze: Gegenüber der Kirche

Öffentlicher Verkehr: Mit der Buslinie 735 von WilMobil bis Haltestelle Bichelsee-Post

Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000 Blatt 1073 Wil
 


1. Bichelsee, 601. Beim Wegweiser gegenüber der Kirche die Richtung Hochwacht wählen und auf der Brenngrüttistrasse das Dorf verlassen. Nach den letzten Häusern geht‘s auf einer gekiesten Flurstrasse zum Weiler Schuel. Ab hier führt der Wanderweg auf einem Waldpfad bergan.

2. Hochwacht, 806. Rechts halten Richtung Sitzberg/Hörnli. die nächsten zwei Kilometer verläuft der Wanderweg auf der Kantonsgrenze zwischen Zürich und dem Thurgau. Der schöne Gratweg gibt imposante Ausblicke in alle Richtungen frei. Der Flurname Hochwacht weist darauf hin, dass hier einst eine Hochwacht eingerichtet war. Die Hochwachten waren Signalpunkte auf Berggipfeln oder anderen markanten Stellen, die dazu benutzt wurden, Meldungen oder einen Alarm weiterzugeben. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870 wurden mit Feuerzeichen von Hochwacht zu Hochwacht Truppen mobilisiert. Zur Ausrüstung einer Hochwacht gehörten eine Wachthütte, ein Visierinstrument zur nächsten Hochwacht, eine Harzpfanne, ein Mörser sowie dürres Holz. Das Netz dieser Signalpunkte war gut ausgebaut: Zwischen Rhein und Genfersee besass Bern 156 Hochwachten, der Thurgau 51, Freiburg 33, Zürich 23 und Luzern deren 17. Die am 1. August zum Schweizer Nationalfeiertag entzündeten Höhenfeuer können als Erinnerung an diese Hochwachten gedeutet werden.

3. Wolfsgrueb, 809. Es geht geradeaus Richtung Chabishaupt/Seelmatten weiter. Bis Seelmatten folgt die Route der Ausschilderung des Thurgauer Rundwanderwegs und des Züri Oberland-Höhenwegs Nr. 69.

4. Punkt 4, 770. Geradeaus Richtung Chabishaupt/ Seelmatten weiterwandern.

5. Chabishaupt, 815. Dem Wegweiser Richtung Seelmatten folgen. Auf den folgenden 200 Metern geht‘s noch einige wenige Höhenmeter aufwärts, bis nach dem höchsten Punkt der Wanderung (823 m) der Abstieg beginnt.

6. Abzweig Waldstrasse, 787. Vorsicht, dieser Abzweig ist leicht zu verpassen. Der Wegweiser steht am rechten Rand der Waldstrasse inmitten von jungem Buschwerk. Der Wanderweg zweigt hier links ab und fällt recht ruppig gegen den Bichelsee ab.

7. Seelmatten, 603. Beim Wegweiser mitten im Weiler die Richtung Rüetschbärg wählen. Ausgangs des Weilers zweigt die Route links ab und führt in weitem Bogen zum Waldrand hinauf. Der Wanderweg gewährt auf dem nächsten Kilometer einen schönen Blick auf den Bichelsee.

8. Rüetschbärg, 614. Hier rechts halten Richtung Höfli/Bichelsee. Der Wanderweg verläuft ein Stück auf der Autostrasse, um diese nach 100 m rechterhand wieder zu verlassen.

9. Höfli, 595. Es geht geradeaus weiter, und der Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung in Bichelsee ist nicht zu verfehlen.




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