Ricken–Gebertinger Wald–Gebertingen–Ranzachtobel– St.Gallenkappel–Neuhaus–Schmerikon

In sanftem Abstieg vom Rickenpass an den Zürichsee

Diese entspannende Halbtageswanderung führt vom Dorf Ricken zuerst ansteigend zum Gebertinger Wald auf knapp 900 Metern Höhe. Dann geht es in stetem Abstieg bis zum Ufer des Zürichsees in Schmerikon auf 408 Metern Höhe.
02. September 2015, 14:39
Die Route ist abwechslungsreich mit asphaltierten Passagen, Wald- und Feldwegen, die Pi`ece de r´esistance ist das Ranzachtobel mit einer steilen Partie über Treppen und Leitern im Fels. Nach dem Austritt aus dem Gebertinger Wald begleitet einen bis zum Schluss ein prächtiges Panorama mit Toggenburger, Glarner und Schwyzer Bergen sowie der Linthebene und dem Zürichsee in der Tiefe. (Hn.)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Ricken / Schmerikon
Wanderzeit: 3 1⁄2 Stunden
Weglänge: 13 km
Gesamtaufstieg: 271 m
Gesamtabstieg: 643 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, mit Kinderwagen nicht machbar
Gaststätten: Am Ausgangs- und Zielort. Unterwegs: «Rössli», St.Gallenkappel, 055 284 14 44 (Mo/Di Ruhetag); «Ochsen», Neuhaus, 055 282 35 86 (Mi Ruhetag)
Parkplätze: Ricken, Schmerikon
Öffentlicher Verkehr: Bus 80.622 von Wattwil nach Ricken Kirche, Voralpen-Express ab Schmerikon
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1113 Ricken
1 Die Wanderung beginnt im Dorf Ricken etwas unterhalb der Kirche, wo beim Restaurant Adler das geteerte Strässchen nach Walde abzweigt. In leichtem Anstieg läuft der Weg zwischen Campingplatz und Käserei in Richtung Gebertinger Wald.
 
2 Im Wald zweigen links zwei Wege von der asphaltierten Strasse ab. Wir nehmen jenen, der in spitzem Winkel leicht ansteigend zurückführt. Angegebene Destination: Gebertingen. Der schöne Naturweg läuft längs durch den dichten Wald, der eine wunderbare Ruhe ausstrahlt.

3 Ein Schlagbaum mit Fahrverbotstafel markiert das Ende des Waldes, und erstmals zeigt sich das Panorama, das diese Wanderung prägen wird. Der Blick geht über Felder und Wald hinüber zu den Bergen des Glarnerlandes und der Innerschweiz. Davor wird die imposante Anlage des Klosters Berg Sion sichtbar. Der Weg läuft angenehm über Feldwege und Wiesen mehr oder weniger der Höhenkurve entlang.
 
4 Beim Vorderschümberg fällt der Weg in die Tiefe, Neubauten am Hang künden das Dörfchen Gebertingen. Dort überqueren wir die Hauptstrasse vom Ricken nach Rapperswil-Jona und passieren ein kleines waldiges Bachtobel. Wir halten uns nun an die Wegweiser- Destination St.Gallenkappel und erreichen nach einem kurzen Anstieg ein kleines Plateau zwischen Rickenstrasse und Linthebene. Weidende Kühe (eingezäunt), Wiesland, Apfelbäume, Maisfelder und Bauernhöfe prägen das Bild, das Bergpanorama reicht von den Toggenburger Bergen mit dem Speer über die Glarner und Schwyzer Berge, in der Tiefe liegen die Linthebene und die helle Fläche des Zürichsees mit dem markanten waldigen Buchberg auf seiner Südseite.
 
5 Nach dem Weiler Ranzach folgt eine deftige Überraschung: Die liebliche Wieslandschaft endet abrupt im Wald am Rande eines felsigen Tobels. Von unten ist das Gurgeln der Ranzach zu hören, der Abstieg ist nur dank Treppen und Leitern möglich. Eine Infotafel erzählt die Sage vom «Ranzach Giger», der zu bestimmten Zeiten mit schaurigen Geigentönen die Wanderer in Schrecken versetzen soll. Auf der anderen Seite des Baches geht es etwas sanfter wieder in die Höhe, über die Weiler Bifang und Eichholz erreicht der Weg St.Gallenkappel.
 
6 Dort wird wieder die Rickenstrasse überquert, der Wanderweg führt zuerst einige Meter rechts und dreht dann zwischen Restaurant Rössli und Kirche links weg. Durch Wohnquartiere führt ein schmales Weglein weiter, nun wieder in westlicher Richtung. Bald kündigt sich mit mächtig aufragenden Bäumen der Einschnitt des Aabachs an.
 
7 Wieder überquert der Wanderweg die Rickenstrasse, und vorbei an der alten gedeckten Holzbrücke, über die einst der ganze Rickenverkehr führte, steigen wir ins Aatal ab. Ein Fussgängerbrücklein führt über den Bach, und unter der Autobrücke hindurch erreicht der Weg die Kapelle von Neuhaus. Wir halten uns nun an die Wegweiser-Destination Schmerikon und gelangen in südlicher Richtung an den Rand des Plateaus, das etwa hundert Meter über dem Niveau des Zürichsees und der Linthebene liegt.
 
8 Beim Weiler Goldberg ist der Rand des Plateaus erreicht, und mit einem Mal öffnet sich der Blick hinunter auf das idyllisch am See gelegene Schmerikon. Der Weg führt steil hinunter ins Dorf, vorbei an Häusern mit Feigenbäumen und Rebstöcken. Ein Rundgang durch das Dorf lohnt sich. Ab Schmerikon geht es mit dem Voralpen Express zurück – oder mit dem Schiff auf einer schönen Zusatzschlaufe über den Obersee via Lachen und Ufenau nach Rapperswil (Abfahrt 15.35 Uhr.).
 
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