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Tagblatt Online
22. September 2016, 10:23 Uhr

In den Wald rein, am Rhein raus

Hüttwilen–Römische Villa Stutheien–Schloss Steinegg–Eschenz– Insel Werd–Stein am Rhein

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Mansteigt bei der Posthaltestelle Stutheien in Hüttwilen aus und geht ein paar Schritte zurück. Ein Wegweiser zeigt Richtung römische Villa. An den Überresten des Gutshofes vorbei geht es steil den Wald hinauf.

Oben angekommen, führt derWeg Richtung Schloss Steinegg. Hier verläuft die Route kurz eine Nebenstrasse entlang. Beim Eingang des Waldes folgt man den Schildern nach Stein am Rhein. Einmal aus dem Wald raus, erblickt man Apfelbäume, Eschenz und den Untersee.Von Eschenz geht es dem Fluss entlang nach Stein amRhein. (don)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Haltestelle Stutheien in Hüttwilen, Stein am Rhein
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 7,5 km
Gesamtaufstieg: 210 m
Gesamtabstieg: 279 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Brotlädeli Eschenz, diverse Restaurants im Städtchen Stein amRhein
Parkplätze: öV empfohlen
Öffentlicher Verkehr: von Frauenfeld mit dem Postauto nach Hüttwilen, von Stein am Rhein zurück.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1032 Diessenhofen und 1052 Andelfingen
1 Von Frauenfeld her gelangt man mit dem Postauto am besten zum Start der Wanderung. Beim Dorfausgang Hüttwilen steigt man an der Haltestelle Stutheien aus und geht ein paar Schritte zurück bis zum Wegweiser der römischen Villa. Zum ehemaligen Gutshof, wo auch eine Feuerstelle eingerichtet ist, sind es nur wenige Meter.
 
2 Die Villa wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. gebaut. Schon 1885 kamen in Stutheien die ersten römischen Funde zutage, darunter ein Frauenkopf einer Statue. Bei Ausgrabungen im Jahr 1928 konnte dann ein umfangreiches Fundinventar geborgen werden:

3 An den Überresten der Villa vorbei geht es nun steil in den Wald hinein. Wichtig ist hier, dass man bei der ersten kleinen Abzweigung im Wald geradeaus weitergeht und nicht rechts Richtung Hüttwilen abbiegt. Nach ein paar strengen Höhenmetern kommt man aus dem Wald heraus und geht für eine kurze Zeit dem Waldrand entlang. Dann führt der Weg nochmals in den Wald bis zum Wegweiser nach Stein am Rhein. Schon bald gelangt man zum Schloss Steinegg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde dieses im Jahr 1357. Später wurde es im Stil der Neorenaissance umgestaltet. 1901 errichtete der Arzt Dr. Johann Paul Maag auf Schloss Steinegg eine bekannte Naturheilund Fastenklinik. 2003 gingen das Schlosshotel und der damit verbundene Kurbetrieb in Konkurs. Heute ist das Anwesen im Besitz eines englischen Ehepaars.
 
4 Am Schloss und benachbarten Landwirtschaftsbetrieb vorbei führt die Route bald mal nach rechts in den Wald hinein. Der Weg nach Stein am Rhein ist hier gut beschildert. Man geniesst die Stille des Waldes und folgt den gelben Schildern. Sobald man aus dem Wald herauskommt, erwartet den Wanderer eine wunderschöne Sicht auf den Untersee. Bergab geht es Richtung Eschenz. Man überquert den Bahnübergang und folgt der Hauptstrasse nach links. Auf Höhe «Brotlädeli », wo sich Hungrige mit Snacks und Backwaren eindecken können, führt der Weg weiter Richtung Rhein.
 
5 Vorbei an kleinen Häuschen und dem Eschenzer Dorfmuseum bietet sich nun die Chance, einen kleinen Abstecher auf eine Insel zu machen. Eigentlich sind es drei kleine Inseln mitten im Ausfluss des Rheins aus dem Bodensee. Doch nur eine der drei ist seit 1200 Jahren bewohnt – die Klosterinsel Werd. Seit 1957 bewohnen Franziskanermönche das an die Kapelle angebaute Priesterhaus. Wer lieber ohne Umweg nach Stein am Rhein will, geht einfach beim Wegweiser «Insel Werd» nach links.
 
6 Der letzte Teil der Wanderung führt dem Rhein entlang in Richtung Stein am Rhein. Schnell erblickt man die Rheinbrücke und das dahinterliegende schmucke Städtchen. Man überquert die Brücke und ist inmitten von Souvenirläden und Restaurants. Stein am Rhein mit seinen mittelalterlichen Häusern, den stillen Winkeln und den stattlichen Fachwerkhäusern ist ein überaus beliebtes Touristenziel. Die Uferpromenade lädt zum Schlendern und die Rheinbadi zum Sprung ins erfrischende Nass nach einer solchen Wanderung. Um den nächsten Zug oder Bus zu erreichen, geht man zurück zur Brücke, überquert diese und folgt den Autos Richtung Seerücken. Alles ist bestens beschildert – die Chance sich zu verlaufen dementsprechend klein. Bis zum Bahnhof sind es fünf Minuten Fussweg. Da ein Grossteil der Wanderung durch den Wald führt, ist die Route für Kinderwagen nicht geeignet. (don)
 

Bilderstrecke: Wanderung 22-09-2016


Dateigröße : 2.07 MBytes.
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