Wasserauen – Buchenwald – Hütten – Seealpsee – Chobel - Wasserauen

Ein Aufstieg, der sich lohnt

(Lisa Wickart)
Der Seealpsee ist nicht umsonst als einer der kostbaren Edelsteine des Alpsteins bekannt. Der Bergsee strahlt eine idyllische Ruhe und verzaubernde Stimmung aus. Über einen steilen Aufstieg von Wasserauen über das Hüttentobel durch den Buchenwald erreicht man schon bald den See.
01. Juni 2017, 05:00
Im Sommer lädt er zu einem Bad im kühlen Wasser ein. Wer hier oben eine Nacht geniessenmöchte, dem stehen gleich zwei Berggasthäuser zur Verfügung. Ein lockerer Abstieg führt schliesslich zurück ins Tal. (liw)

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wasserauen
Wanderzeit: 2 Std., 30 Min.
Weglänge: 7,6 km
Gesamtaufstieg: 345 m
Gesamtabstieg: 346 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Gasthaus Alpenrose, Berggasthaus Forelle, Berggasthaus Seealpsee
Parkplätze: Bahnhof Wasserauen
Öffentlicher Verkehr: Appenzeller Bahnen ab St.Gallen über Appenzell nach Wasserauen oder ab Herisau nach Wasserauen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1115 Säntis

1 Wasserauen Am Bahnhof Wasserauen beginnt die Wanderung. Wer hier ankommt, geniesst bereits einen Blick auf die Berge des Alpsteins. Wir folgen der geteerten Strasse am Schwendibach und gehen Richtung Berge. Bei der ersten Abzweigung nach links führt der Weg weiter über eine Wiese. Zuerst flach, dann immer steiler geht es weiter über eine Kuhweide bis in den Buchenwald.
 
2 Buchenwald Hier wartet ein steiler Aufstieg durchs Hüttentobel. Im grünen Buchenwald ist stets das Rauschen des Bergbaches zu hören. Der Weg führt weiter ausdemWald hinaus bis hinauf zur Alp Hütten.
 
3 Hütten Nachdem man aus dem Wald tritt, eröffnet sich ein Blick über die prächtige Bergwelt. Steil geht es weiter bis zu einem Wegweiser. Anstatt links Richtung Bogartenfirst abzubiegen, führt der Weg weiter nach rechts. Schon bald ist der Säntis sichtbar, welcher mit 2501,9 Meter über Meer der höchste Berg im Alpstein ist. Vom Säntisgipfel aus kann man übrigens in sechs Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien. Wir folgen dem mächtigen Berg, bis der malerische Seealpsee sichtbar wird.
 
4 Seealpsee Die Aussicht mag dem einen oder anderen bekannt vorkommen: Der Blick über den Seealpsee Richtung Säntis wird auf den Etiketten des Appenzeller Bieres Quöllfrisch dargestellt. Der idyllische Bergsee wird vom Schwendibach gespiesen, dem wir im Tal schon begegnet sind. Am linken Ufer vorbei wird nun der Bergsee umrundet. Wer nach dem steilen Aufstieg eine Pause braucht, ist hier richtig. Im Sommer ist das kühle Bad im Seealpsee eine wohltuende und oft genutzte Möglichkeit, sich zu erfrischen. Auch Fischer kommenhier auf ihre Kosten. Im See fängt man Forellen. Die Angelsaison beginnt im Mai und endet im September. Angelpatente können bei der Appenzeller Verwaltung gelöst werden, sofern man im Besitz eines Fischereipatents ist. Für fünf Franken pro halbe Stunde vermietet das Berggasthaus Forelle den Gästen zudem Ruderboote. Wer hier übernachtet, darf die Boote bis um 11 Uhr kostenlos für eine halbe Stunde nutzen.
 
5 Berggasthaus Seealpsee Um die Verpflegung muss man sich hier oben nicht sorgen: Gleich zwei Berggasthäuser stehen am Nordende des Seealpsees. Das erste ist das Berggasthaus Seealpsee. Wenige Meter dahinter lockt das Berggasthaus Forelle. In beiden Gasthäusern am Seealpsee kann auch übernachtet werden. Links von der «Forelle» liegt die Bruderklausenkappelle, eine alte Bergkapelle. Während der Alpzeit wird jeweils am Sonntag um 10.30 Uhr bei jedem Wetter eine heilige Messe gefeiert. Am nächsten Wegweiser folgen wir dem Weg Richtung Wasserauen
 
6 Chobel Wer die Wanderung noch zusätzlich verlängern will, kann dem Wegweiser Richtung Ebenalp folgen. Der Bergweg verläuft steil und technisch dem Hang entlang. VorbeiamBergrestaurant AescherWildkirchli führt schliesslich ein Felsenweg hinauf auf die aussichtsreiche Ebenalp. Mit der Seilbahn geht’s anschliessend in wenigen Minuten wieder runter ins Tal nach Wasserauen. Alle 15 Minuten startet die Gondel, mit der bis zu 40 Personen transportiert werden können. Für alle anderen geht der Abstieg weiter nach Wasserauen.

7 Wasserauen Die steile Güterstrasse endet schliesslich im Tal beim Hotel Alpenrose. Hinter dem Hotel liegt der Bahnhof mit den Parkplätzen.

(Bilder: Lisa Wickart)


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