«Sonne» Rotmonten St.Gallen – Wildpark Peter und Paul – Wittenbach – Steinachtobel – Mörschwil – Aachen – Tübach – Horn

Hier die Steinböcke, dort die Schwäne

Viele Wege führen von St. Gallen an den Bodensee. Dieser hier ist einer der abwechslungsreichsten.
03. Mai 2012, 09:45
Man wandert durch Wohnquartiere, gleich zu Beginn durch das vornehme Rotmonten, durch Wälder, Weiler und Tobel, kommt an zwei Tierparks vorbei, und auch die Eisenbahnfreunde finden reizvolle Perspektiven. Das entschädigt für das Manko, dass der Bodensee erst gegen Schluss zum Hauptdarsteller wird. Wem die Wanderung wegen des Gefälles zu wenig sportliche Herausforderung bietet, kann sie auch in umgekehrter Richtung bewältigen. Dann ist der Besuch im Wildpark Peter und Paul der Lohn für vergossene Schweisstropfen.
 







 


Die Wanderung im Überblick

Start: St. Gallen, Bushaltestelle Sonne Rotmonten.
Ziel: Bahnhof Horn
Wanderzeit: Circa 31⁄4 Stunden
Weglänge: 12,7 km
Gesamtaufstieg: 208 m
Gesamtabstieg: 545 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Peter und Paul, Telefon 071 245 56 25 (Mo geschlossen).
Parkplätze: Wildpark Peter und Paul, Bahnhof Horn.
Öffentlicher Verkehr: Von Bahnhof Horn Postauto-Linie 211, am Sonntag Bus 210, nach St. Gallen-Hauptbahnhof, Buslinie 5 nach Rotmonten.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 2501, St. Gallen und Umgebung.

1 Bei der Kreuzung Sonne Rotmonten, wo sich die beiden Bushaltestellen der VBSG-Linie 5 befinden, geht es in nördlicher Richtung zum Peter und Paul. Nach dem Altersheim folgt einer der wenigen Aufstiege. Fast schon auf der Anhöhe folgt man der Alten Konstanzerstrasse, verlässt diese aber nach der Orientierungstafel über Schutzgebiete sogleich wieder rechter Hand über den Weg knapp innerhalb
des Waldrandes. Ausserhalb öffnet sich der Blick auf den Wildpark Peter und Paul. Die Strasse führt am neuen Infozentrum vorbei zum Restaurant.

2 Wer Zeit und Musse hat, kann den Steinböcken und andern Wildtieren einen Besuch abstatten. Auf jeden Fall schreitet man danach im Wald bald abwärts Richtung Wittenbach. Der Weg dreht leicht nach links. Bei der nächsten Abzweigung nach rechts und dann im Zickzack hinunter, bis man an eine Reitverbotstafel kommt. Dort geht es auf einem schmalen Weg gerade hinunter. Nach ein paar Stufen sieht man erste Häuser von Wittenbach.

3 Wer immer nach unten hält und an einem Reitparcours vorbeimarschiert, hat bis dahin alles richtig gemacht. Im Bogen der Fichtenstrasse geht es rechts weg auf den Studerswilerweg (markiert als verbotene Fahrtrichtung). Dann immer geradeaus hinunter, bis man links das blaue Gebäude der Primarschule Wittenbach erblickt. Dort führt eine Brücke über die Hauptstrasse Richtung Bahnhof Wittenbach. Dessen Gebäude liegt bei einem Kreisel. Auf der Stationsstrasse geht es hinunter, bis diese in die Hofenstrasse einbiegt.

4 Rechter Hand unter der Bahnlinie hindurch, danach bald links den Wanderweg benützen: Nun ist man wieder auf dem Land, passiert den Weiler Eigenhof und kommt weiter geradeaus zur Hauptstrasse nach Arbon. Linker Hand ist man nun während rund 200 Metern unterwegs auf dem Trottoir, ehe man die Strasse bei der Postautohaltestelle Gommenschwil überquert. Man durchquert nun den Weiler Dürrenmüli. Ein Bildstöckli lädt zur Rast ein.

5 Mit dem Einstieg ins Steinachtobel folgt ein reizvoller Kontrast. Wirrer Waldwuchs und die Holzbrücke über die Steinach wecken wildromantische Gefühle, sofern man auf solche anfällig ist. Auf der andern Seite folgt ein kurzer Aufstieg auf die Höhen von Mörschwil.

6 Die SBB-Brücke wird aber nicht überquert. Vielmehr wandert man links am Gleis entlang zum Bahnhof Mörschwil, nimmt dort die Unterführung, bevor man auf der andern Seite dem Wegweiser Aachen folgt. Bald führt der Weg über eine Brücke und wieder auf die andere Seite des Bahntrassees, das eine langgezogene Rechtskurve beschreibt. Richtung Bodensee biegt man aber bald links in den Wald ab (aber nicht ins Tobel hinunter!), ehe in der Ferne der Weiler Aachen winkt. Dort befindet sich die Straussenfarm Eberle.

7 Am Haus Sonnenhügel und Elektrizitätswerk vorbei geht es immer mehr abwärts, unter dem  Autobahnanschluss Meggenhus hindurch zum Gehöft Karrersholz. Rechts geht es dann erneut steiler hinab, ehe man nach ein paar hundert Metern geradeaus dem beschilderten Weg Richtung Tübach folgt.

8 Im Dorfzentrum kann man sich im «Löwen» oder am Kreisel im «Landhaus» fein verköstigen. Bei der Post geht es aber links dem Dorfbach entlang zu Hauptstrasse. Man überquert diese Richtung Bodensee, folgt ein Stück weiter einem blauen Lauftträff-Schild und gelangt über einen Steg in die Thurgauer Exklave Horn.

9 Nach einem Drehkreuz mündet der Weg in eine Quartierstrasse. Dort rechts abbiegen und nach 150 Metern links der Feldstrasse entlang hinunter über das Bahngeleise hinweg marschieren. Rechts kommt man zum Bahnhof. Wer aber möchte nicht den Schwänen noch einen Besuch abstatten. Der See ist nun nicht mehr weit. (th)




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