Kriessern–Sauwinkel–Schmitter–Krumboali–Rohr–Rietbrücke– Kriessern

Grenzwanderung um die Rheininsel Diepoldsau

Diese ausgedehnte Wanderung führt rund um die Insel Diepoldsau entlang des alten Rheinufers über Zollbrücken, vorbei an Grenzsteinen, einzigartigen Auwäldern und historischen Schauplätzen.
07. Dezember 2016, 15:15
Von Kriessern aus verläuft die erste Etappe auf österreichischem Boden. Nach einem Imbiss im Gasthaus Rohr gelangt man über einen ehemaligen Fluchtweg zurück in die Schweiz. Die Rhein-Wanderung ist ganzjährig begehbar und verläuft meist direkt am Flussufer des Naherholungsgebiets am Alten Rhein.

 









 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Kriessern
Wanderzeit: 3 Std., 15 Min.
Weglänge: 16 km
Gesamtaufstieg: 75 m
Gesamtabstieg: 75 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Gasthaus am Rohr «Krumboali» in Lustenau (+43 557762842), Gasthaus Sternen in Kriessern (071 755 15 77)
Parkplätze: Unterhalb der Rheinbrücke in Kriessern
Öffentlicher Verkehr: Ab Altstätten Bahnhof nach Kriessern Schützenwiese, Buslinie 332 Richtung Oberriet
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000, Blatt 1096 Diepoldsau
1 Die Rhein-Wanderung dauert etwas mehr als drei Stunden und beginnt in Kriessern. Hier überquert man die Zollbrücke nach Österreich und biegt kurz vor dem Zollhaus Mäder links auf den Rheindamm ab. Es geht rheinabwärts Richtung Diepoldsau. Nach einem kurzen Fussmarsch erreicht man den Diepoldsauer Durchstich. Hier wurde 1923 der ursprüngliche Flusslauf des Rheins nach 14jähriger Bauzeit begradigt: Es entstand der Alte Rhein, der fortan die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Österreich bilden sollte.

2 An der Aussichtsplattform beim Baggersee «Sauwinkel» lohnt sich ein kurzer Halt. Wer Glück hat, erspäht hier einen Eisvogel. Der renaturierte Weiher ist ein beliebter Brutplatz der seltenen Vögel. Nach einem kurzen Fussmarsch, vorbei an Bienenhäusern und einem Kiesund Betonwerk, biegt man links zum Flussufer hinab. Direkt am alten Rheinufer führt ein schmaler Wanderweg durch lichte Laubbäume, vorbei an Grenzsteinen und Grillstellen. Während die Umgebung rund um das Naherholungsgebiet wilder und naturbelassener wird, trifft man versteckt im Schilf auf Angler, die im stillen Wasser des Alten Rheins auf einen Fang hoffen.
 
3 Kurz vor dem Zollamt Hohenems führt die Route wieder auf eine asphaltierte Strasse: die Untere Rheindammstrasse. Folgt man dieser und passiert den Hohenemser Zoll, führt die Route vorbei an einer Schrebergartensiedlung. Dann biegt der Weg wieder links zum Flussufer hinab. Weiter geht es auf der Hohenemser Kurve flussabwärts, den Alten Rhein stets an seiner Seite wissend.
 
4 Nach der Zollstelle Schmitter beginnt der renaturierte Teil des Alten Rheinufers. Wo im Sommer Musikliebhaber am Szene-Open-Air ihre Zelte aufschlagen und Sonnenhungrige ihre Badekappen aufsetzen, führt ein geschwungener Spazierweg durch satte Wiesen, vorbei an schön angelegten Grillstellen.
 
5 Für einen gemütlichen Zwischenhalt bietet sich das Gasthaus am Rohr an, das auch «Krumboali» genannt wird. Das Restaurant ist vom Schmitter Zoll in etwa 15 Minuten zu erreichen. Obwohl auf österreichischem Staatsgebiet gelegen, steht die urchige Holzhütte auf Schweizer Boden, der zur Ortsbürgergemeinde Widnau gehört.
 
6 Gestärkt tritt man vom «Krumboali » aus den Heimweg Richtung Kriessern an. Einige Schritte vom Gasthaus entfernt befindet sich das sogenannte «Rohr in die Freiheit», das während des Zweiten Weltkrieges traurige Berühmtheit erlangte. In der Mitte des Betonrohres liegt die Grenze zur Schweiz. Ursprünglich zur Wasserregulierung gebaut, diente das Rohr im Zweiten Weltkrieg als Fluchtweg für deutsche und österreichische Juden. Vom Rohr aus wandert man auf einer asphaltierten Strasse entlang des Scheibenbachs in Richtung Rheindamm weiter.
 
7 Über die Diepoldsauer Rietbrücke gelangt man wieder auf die westliche Seite des Rheinufers. Von hier aus führt der Weg nach Kriessern über die Schienen der ehemaligen Dienstbahn der Internationalen Rheinregulierung. Von 1895 bis 2006 wurden hier etliche Tonnen Gestein für die Rheinregulierung transportiert. Wer möchte, kann auch auf dem Rheindamm, direkt am Flussufer, entlangspazieren.
 
8 Beim Kriessner Wäldli angekommen, überquert man die Fussgängerbrücke und läuft weiter in Richtung Dorfzentrum.

9 Bevor es zurück zum Auto geht, lohnt sich ein Abstecher ins Gasthaus Sternen. Hier kann man sich vor der Heimreise noch ein Abendessen oder einen Schlummertrunk gönnen.
 
Dateigröße : 1.06 MBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: