Schutt – Oberchamm – Chrüzegg – Tweralp – Atzmännig

Geologische Aha-Erlebnisse im hinteren Goldinger Tal

Im Chabis, Goldingen.
05. Oktober 2011, 15:49
Während der ganzen Wanderung bieten sich immer neue Einblicke in den Talkessel des Goldinger Bachs mit Chrüzegg, Tweralpspitz, Schwammegg und Atzmännig. Die Informationstafeln des Geowegs lassen geologische Entwicklungen begreifbar werden. Wer auf der Schwammegg steht und auf den Ricken hinunterblickt, kann sich nun gut vorstellen, dass hier in den Kaltzeiten der Eiszeit vor 2,5 Millionen Jahren der Linthgletscher und der Thurgletscher zusammengestossen sind. Noch besser vorstellen kann man es sich, im Bergrestaurant Chrüzegg einzukehren. Dieses ist auch bedeutend jünger und wurde 1998 als moderner Gastrobetrieb eröffnet.























Die Wanderung im Überblick

Start: Schutt im Goldinger Tal, Talstation der Sesselbahn Atzmännig

Ziel: Atzmännig, Bergstation der Sesselbahn Atzmännig

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 6,9 km

Gesamtaufstieg: 650 m

Gesamtabstieg: 280 m

Ausrüstung: Wanderschuhe

Gaststätten: Restaurant Atzmännig Talstation, 055 284 64 84; Bergrestaurant Chrüzegg, 055 284 54 84; Alpwirtschaft Obere Tweralp (während der Alpsaison)

Parkplätze: Bei der Talstation der Sesselbahn Atzmännig, Anfahrt über Neuhaus und Goldingen

Öffentlicher Verkehr: Mit Bus 931 ab Uznach nach Atzmännig, Schutt

Kartenmaterial: Wanderkarte 1:25 000 Wil-Wattwil; Landeskarte 1:25 000 Blatt 1113 Ricken
 


1. Schutt, 827. Beim Hauptwegweiser auf dem grossen Parkplatz die Route Richtung Oberchamm/ Chrüzegg wählen. Auf dem Strässchen geht’s leicht bergauf, rechts liegt die Talstation der Sesselbahn, links der Campingplatz. Nach dem Campingplatz zweigt der Wanderweg links ab und führt im Wald zum Goldinger Bach hinunter. Der Weg verläuft auf dem braun ausgeschilderten Geoweg. Der Geoweg Chrüzegg ist ein erdgeschichtlicher Erlebnispfad. Auf über 50 leicht verständlichen Hinweistafeln erhalten die interessierten Wanderer Einblicke in die Entstehung der Landschaft. Vergletscherungen, Überschwemmungen, Bergstürze haben Spuren im Boden hinterlassen. Selbst Aschenniederschlag eines Vulkanausbruchs vor 15 Millionen Jahren in der Auvergne (Frankreich) ist zu bestaunen.

2. Enkrinnen, 830. Die Route überquert die Flurstrasse und steigt in einigen Kehren steil zum Waldrand empor. Nach dem Wald geht’s auf der Krete stetig bergauf.

3. Oberchamm, 1070. Bei der Skiliftbergstation zeigt der Wegweiser Richtung Im Chabis/Chrüzegg.

4. Chabis, 1181. Von hier führen zwei Wege auf die Chrüzegg. Den oberen Weg Richtung Chrüzegg Pt. 1314 wählen, weil dieser aussichtsmässig mehr zu bieten hat als die untere Route, die wohl kürzer ist, jedoch im Wald verläuft.

5. Chümibarren, 1297. Hier mündet die Route in den Toggenburger Höhenweg. Rechts halten Richtung Chrüzegg. Nach wenigen Metern ist mit Punkt 1314 der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Die Aussicht ist grandios: Im Westen auf den Zürichsee, im Osten auf den Säntis, im Süden auf die Innerschweizer Alpen und im Norden auf die sanften Hügel des unteren Toggenburgs.

6. Chrüzegg, 1244. Geradeaus Richtung Schutt weiterwandern. Das Berggasthaus Chrüzegg konnte im Sommer 1998 eröffnet werden. Es ersetzt die alte «Chrüzegg», die abgerissen worden ist, weil sie den heutigen Anforderungen an einen modernen Gastronomiebetrieb nicht mehr genügte und zudem langsam talwärts rutschte. Die neue «Chrüzegg» ist in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutz des Kantons St. Gallen entstanden und wurde aus eigenem Holz gebaut, das auf der Chrüzegg mittels einer Feldsäge bearbeitet worden war.

7. Obere Tweralp, 1230. Rechts halten, der Wegweiser zeigt Richtung Hinter Rotstein/ Schutt. Der Weg verläuft in stetigem Auf und Ab durch lichte Waldpartien und über Weiden.

8. Hinter Rotstein, 1216. Den Wegweiser Richtung Ober Atzmännig/Schutt beachten.

9. Atzmännig Sesselbahn, 1180. Rechts halten, nach wenigen Metern ist die Bergstation der Sesselbahn Atzmännig und nach einer gemütlichen Talfahrt bald auch der Ausgangspunkt der Wanderung in Schutt erreicht. Die Sesselbahn ist seit 1971 in Betrieb, die Anfänge des Sport- und Freizeitgebiets Atzmännig gehen ins Jahr 1961 zurück.


 
Dateigröße : 668.04 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!


Leserkommentare

Anzeige: