Fischingen – Feuerstelle – Chrüzhof – Roopel (Rotbüel) – Buchegg – Vordertaal – Fischingen

Genusswandern durch verschneite Winterlandschaft

Gleich hinter der Bergstation der Sellamatt-Bahn beginnt der Schneeschuhtrail. Dort folgt man dem vorgespurten Weg, sofern es nicht gerade geschneit hat. Nach kurzer Zeit befindet man sich bereits auf einer Ebene, und der Blick auf die Churfirsten wird frei.
12. Dezember 2013, 10:07
Der Hinterthurgau, der südlichste Teil Mostindiens, erfreut Wanderer mit schönen Wanderwegen in herrlichen Landschaften abseits der Touristenströme. Genussvoll ist die beschauliche Wanderung von Fischingen hoch zum Chrüzhof nach Roopel (Rotbüel), Buchegg und Vordertaal zurück nach Fischingen. Die Steigungen lassen sich auch für wenige Geübte ohne grosses Schweisstreiben meistern. Liegt genügend Schnee, lässt sich die Wanderung gut mit Schneeschuhen absolvieren. Bei hoher Schneelage indes ist von der Wanderung abzusehen. Belohnt wird der Wanderer immer wieder mit einer herrlichen Sicht auf märchenhafte Landschaften. (hs)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Fischingen
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: 7,6 km
Gesamtaufstieg: 398 m
Gesamtabstieg:  398 m
Ausrüstung: griffiges Schuhwerk, im Winter grosse Teile auch für Schneeschuhe geeignet
Gaststätten: Fischingen: Restaurant Kloster, Telefon 07197871 20; Sternen, Telefon 07197716 17; Traktir Irina, Telefon 0719772810; Ochsen, Telefon 0719771305
Parkplätze: Fischingen, südlich des Klosters
Öffentlicher Verkehr: WilMobil, Linie 734, Haltestelle Kloster
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1093 Hörnli
 
1 Ausgangspunkt zu dieser zweieinhalb- bis dreistündigen Wanderung ist das Kloster Fischingen. Dank WilMobil ist der bekannte Wallfahrtsort mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Wer lieber mit dem Auto anreist, dem stehen südlich des Klosters Parkplätze zur Verfügung. Vom Parkplatz her führt die Wanderung zunächst zurück ins Dorf zum gelben Hauptwegweiser. Von hier aus beginnt der Aufstieg in Richtung Chrüzhof und Rotbüel. Der Weg ist zumeist gut sichtbar ausgeschildert.
 
2 Die schmale Strasse führt sogleich aus dem Dorf und ist anfangs etwas steil, aber von Beginn an in eine herrliche Landschaft eingebettet. Nach wenigen Metern fühlt man sich bereits weit weg von der Zivilisation. Nur die gut ausgebaute Naturstrasse und da und dort in der Ferne einige Höfe erinnern daran, dass man sich nur vermeintlich auf einer Alp befindet. Der Weg führt nun hoch zum Schwand, wo ein Brunnen friedlich vor sich hin plätschert. Nach einer guten halben bis Dreiviertelstunde ist die Feuerstelle erreicht. Ein kleines Waldhaus aus Holz, das an Märchen aus Kindertagen erinnert. Zwischen den Bäumen hindurch bietet sich ein herrlicher Blick auf das Kloster Fischingen. Rund um die Feuerstelle bieten sich Kindern viele Möglichkeiten zum Entdecken, Spielen und Verweilen. Dass dieser Ort auch an Wintertagen seinen Reiz hat, spürt man schnell.

3 Der Wanderweg führt weiter zum Chrüzhof, der auf 828 Meter über Meer gelegen ist. Die Szenerie wechselt sich fröhlich ab, mal führt der Weg durch verschneite Waldabschnitte, mal über freie Wiesen oder an Waldrändern entlang. Am südlichen Horizont erscheint bald der Weiler Chrüzhof, und nach dem letzten Aufstieg schliesslich Rotbüel (Roopel). Markant erhebt sich im Hintergrund das Reservoir, das wie ein Moränenhügel aus der Eiszeit anmutet. Wer mag, sollte die wenigen steilen Meter hochgehen. Die Mühen werden sogleich belohnt: Von oben bietet sich eine herrliche Rundsicht.
 
4 Der höchste Punkt der Wanderung mit 851 Meter über Meer ist in Rotbüel erreicht. Von nun an geht es meist leicht bergab und nur noch selten leicht aufwärts. Von Rotbüel führt eine schmale, geteerte Strasse in einigem Abstand am tiefer liegenden Weiler Chuchi vorbei nach Buechegg. Im malerischen Weiler springen zwei Auffälligkeiten ins Auge: zum einen eine kreativ bunt bemalte Stallfassade, zum andern ein keck in den Himmel ragendes Türmchen auf einem Haus nebenan. Es wirkt, als sein man nun an jenem Ort, von dem im Volksmund behauptet wird, hier sei die Welt noch in Ordnung.
 
5 Der Weg führt nach dem Weiler zur zweiten Feuerstelle, einer «Schweizer Familie Feuerstelle». Auch wenn diese zuweilen tief verschneit im Winterschlaf liegt, hat sie nichts an Anziehungskraft eingebüsst. Weiter geht die Wanderung auf befestigtem Weg nach Vordertaal. Je nach Schneelage empfiehlt es sich, über befestigte Strassen nach Fischingen zurückzukehren. Sind die Wege hingegen nicht schneebedeckt oder vereist, empfiehlt sich der Weg durch das Waldreservat Brenzloo, ein prachtvolles Naturerlebnis.
 
Der Wanderer sollte sich stets bewusst sein, dass diese Wanderung durch eine nur massvoll berührte Landschaft führt. Hunde sollten daher an der Leine geführt werden, um das zahlreiche Wild nicht aufzuschrecken. Auch sollten die markierten Wege insbesondere im Winter nicht zu oft verlassen werden, um die zuweilen geschwächten Tiere nicht zu stören. (hs)
 

Dateigröße : 161.47 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!
 

Leserkommentare

Anzeige: