Dietfurt–Kengelbach–Libingen

Gemütlicher Spaziergang mit Rundsicht über die Hügel

Der Spaziergang von Dietfurt nach Libingen führt zum grössten Teil über eine wenig befahrene Nebenstrasse. Immer wieder bieten sich Gelegenheiten für einen Halt, sei es im Weiler Kengelbach, sei es bei einem der Wegkreuze.
11. März 2015, 14:46
Bei schönem Wetter können die Spaziergänger den Blick schweifen lassen über die Hügel des Toggenburgs. Kurz vor Libingen führt der Weg über eine imposante Holzbrücke, danach folgt noch der kurze Aufstieg ins Dorf Libingen zum verdienten Ziel. (sas)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Dietfurt – Libingen
Wanderzeit: ca. 1 h 45 min.
Weglänge: ca. 6,5 km
Gesamtaufstieg: 150 m
Gesamtabstieg:  30 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Dietfurt: Restaurant Rössli, Telefon 071 983 15 91; Restaurant Traube, Telefon 079 725 35 72; Kengelbach: Restaurant Löwen, Telefon 071 983 26 62; Libingen: Restaurant Rössli, Telefon 071 983 16 53; Restaurant Schäfli, Telefon 071 983 33 55
Parkplätze: wenige Parkplätze beim Bahnhof Dietfurt
Öffentlicher Verkehr: Dietfurt liegt an der Zuglinie Wattwil–Wil. Von Libingen über Mosnang nach Bütschwil verkehrt ein Postauto Mo bis Fr jede Stunde, an Samstagen und Sonntagen jede zweite Stunde.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1093 Hörnli
 
1 Um vom Ausgangspunkt beim Bahnhof Dietfurt nach Kengelbach zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Nachdem man das Gleis überquert hat, führt links ein beschilderter Wanderweg in den Weiler. Da dieser noch schneebedeckt ist, bietet sich die kaum befahrene Nebenstrasse als Spazierweg an. Bei guten Wegverhältnissen kann man auch dem Dietfurtbach entlang nach Kengelbach wandern.
 
2 Auf der Strasse lohnt es sich, immer wieder inne zu halten und den Blick schweifen zu lassen. Wenige Meter oberhalb von Dietfurt eröffnet sich der Blick über Lichtensteig, auf der anderen Seite ist das Dorf Bütschwil zu sehen. Später dann weitet sich der Blick, immer mehr Hügel tauchen auf und vor allem zeigt sich in der Mitte stolz das Dorf Oberhelfenschwil.

3 Der Weiler Kengelbach scheint von Holz dominiert zu sein. Am Dorfrand steht ein stattliches Holzhaus, das schon seit vielen Jahren da steht. Es ist bei weitem nicht das einzige Holzhaus im Weiler. Auffallend ist ebenfalls die grosse Sägerei. Auf der grossen Kreuzung kann man in verschiedene Richtungen laufen und so ein anderes Ziel anvisieren. Unser Weg führt weiter der Strasse entlang in Richtung Libingen.
 
4 Noch im Dorf steht rechter Hand das Restaurant Löwen, gut erkennbar am hölzernen Wirtschaftsschild. Der Garten bietet den Kindern einiges an Platz zum Spielen und beherbergt exotische Gäste, nämlich Rotgesicht-Makaken. Diese Affenart stammt ursprünglich aus Japan und gehört zu den wenigen, die «wintertauglich» sind.
 
5 Die Strasse in Richtung Libingen steigt gemächlich an. Wer dieser entlang geht, kann immer wieder bei einem Wegkreuz innehalten. Spuren von Pflanzen lassen erahnen, dass in den Sommermonaten rund herum Blumen blühen. Der Ursprung der meisten Wegkreuze ist nicht bekannt. Andere wurden aufgestellt als Dank, beispielsweise für Kinderreichtum, zum Gedenken an einen tragischen Unfall oder an eine Heilung.
 
6 Hinter einer der zahlreichen Kurven ist Vogelgezwitscher zu hören. Vor einem Einfamilienhaus ist eine grosse und robuste Voliere, darin fliegen bunte Kanarienvögel und sorgen für eine lautmalerische Begleitung auf dem Weg. Es lohnt sich übrigens auch, dem Wegrand entlang zu blicken. Unscheinbar ist ein ausgehöhlter Baumstamm, in welchem die Weihnachtsgeschichte mit Maria, Josef und dem neugeborenen Jesus dargestellt ist.
 
7 Bald einmal kommt das Ziel, das Dorf Libingen in Sichtweite. Doch noch ist der Spaziergang nicht zu Ende, die Strasse folgt noch mehreren Kurven und führt schliesslich leicht abwärts auf eine stattliche Holzbrücke zu. Diese führt über den Dietfurtbach. Auf der anderen Seite führt die Strasse leicht bergan – es ist der letzte Aufstieg dieser einfachen Tour.
 
8 Da das Postauto, das von Libingen nach Mosnang und auf den Bahnhof Bütschwil (von dort kann man den Zug zum Ausgangspunkt Dietfurt nehmen) nur einmal in der Stunde, am Wochenende nur alle zwei Stunden, fährt, bleibt am Ende des Spaziergangs noch Zeit für einen kleinen Dorfrundgang. Libingen hat trotz seiner Grösse einiges zu bieten. Sehenswert ist die Kirche, welche dem heiligen Gallus geweiht ist. Es lohnt sich, einen Abstecher in die Lourdesgrotte zu machen. Dieser Ort gilt für viele Menschen als Kraftort und lässt sie dort im Gebet zur Ruhe kommen. Die Lourdesgrotte, für deren Renovation derzeit Geld gesammelt wird, wurde 1887 eingeweiht. Die Idee dazu kam von Pfarrer Johann Künzle, der als «Chrüterpfarrer» bekannt ist. Von Libingen aus kann auch weiter gewandert werden, beispielsweise nach Mosnang oder Bütschwil.
 
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