Niederneunforn – Wilen – Barchetsee – Langmüli – Niederneunforn

Ganz im Westen, wo sich der Thurgau mit Zürich verzahnt

14. Dezember 2011, 14:06
Im Westen des Kantons Thurgau ragt die Gemeinde Neunforn einem Bolzen gleich in den Kanton Zürich hinein. Dem aufmerksamen Wanderer entgeht die Verzahnung der beiden Kantone in dieser Gegend nicht: Grenzsteine zeigen, wo die Kantonsgrenze überschritten wird: Insgesamt sechsmal ist dies der Fall. Die Wanderung besticht durch die Vielfalt der Landschaften: Rebhänge an den Südflanken der Moränenhügel des Thurtals, Waldpartien, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Naturschutzgebiete mit zwei idyllischen Seelein. Und nicht zuletzt eine fantastische Aussicht auf den ganzen Alpenkranz. Dies zumindst bei klarer Sicht.


     













Die Wanderung im Überblick

Start:und Ziel Niederneunforn

Wanderzeit: 3½ Stunden

Weglänge: 14,2 km

Gesamtaufstieg: 290 m

Gesamtabstieg: 290 m

Ausrüstung: Freizeitschuhe oder Leichtwanderschuhe

Gaststätten: In Niederneunforn

Parkplätze: In Niederneunforn

Öffentlicher Verkehr: Mit dem Bus via Frauenfeld nach Niederneunforn, Post

Kartenmaterial: Thurgauer Wanderkarte 1:50 000; Landeskarte 1:25 000 Blatt 1052 Andelfingen
 


1. Niederneunforn, Post, 440. Auf den ersten Metern der Wanderung ist die Route noch nicht als Wanderweg markiert. Bei der Postautohaltestelle den Strassenwegweiser Richtung Wilen beachten und auf der Loogasse bergan gehen.

2. Niederneunforn, Rebweg, 480. Nun verläuft die Route auf dem offiziellen Wanderweg und führt Richtung Trüfelbach durch die Rebhänge Thurtal aufwärts.
Neunforn liegt mit seiner Südlage geografisch und klimatisch günstig für den Weinbau. 36 Rebbauern bewirtschaften 42 Hektaren Rebfläche. Die Hauptsorten sind Blauburgunder und Müller-Thurgau, daneben werden in Neunforn aber auch 15 verschiedene Spezialitäten angebaut und gekeltert.

3. Tröttli, 481. Der Weg biegt linkerhand in den Wald ab, und Richtung Trüfelbach geht‘s leicht begauf.

4. Trüfelbach, 507. Die Route verläuft Richtung Wilen/Waltalingen einige Meter am Rande der Autostrasse, biegt nach der Kurve links wieder auf ein Flursträsschen ab. Vor dem Weiler Wilen lädt der Wilenerweiher zum Verweilen ein und die Infrastruktur lässt erahnen, dass der idyllische Ort im Sommer ein gern besuchter Badeplatz ist.

5. Wilen, 503. Im Weiler Richtung Waltalingen links halten und auf der Neunfornerstrasse weiterwandern. Nach 200 Meter rechts abbiegen.

6. Stegacker, 498. Dieser Abzweig ist leicht zu verpassen: Bitte die Wanderwegmarkierung beachten, die den nach links abzweigenden Weg weist. Der Wanderweg ist hervorragend ausgeschildert, immer der Richtung Waltalingen folgen.

7. Schulhaus, 483. Im 90-Grad-Winkel geht‘s rechterhand Richtung Waltalingen und Lindenhof.

8. Loo, 452. Die Route stösst ans Bahntrassee. Auf der Treppe zur Strasse empor steigen, diese überqueren und Richtung Barchetsee auf der linken Seite der Bahngleise weiterwandern.

9. Barchetsee, 464. Der Wanderweg verlässt die Autostrasse linkerhand Richtung Langmüli. Der Barchetsee ist – wie der Wilenersee auch – ein Toteissee. Er wurde in der letzten Eiszeit vor etwa 20 000 Jahren gebildet und hat keinen oberirdischen Zu- oder Abfluss. Der Name leitet sich von Barchent her. Dieser aufgerauhte Stoff wurde aus den Fasern von Hanfstengeln hergestellt, die man im Wasser aufweichte. Der Barchetsee und das dahinterliegende Moor stehen unter Naturschutz.

10. Langmüli, 434. Die Route führt durch den Bauernhof Richtung Gütighausen/Henggart weiter. Der Hofhund bestätigt glücklicherweise die Richtigkeit des Sprichworts, dass bellende Hunde nicht beissen.

11. Bürgle, 442. Rechts halten Richtung Iselisberg/ Frauenfeld. Nach einer Waldpartie führt der Wanderweg durch die Neunforner Reblagen zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung in Niederneunforn.

 
        
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