Bergstation Ebenalp–Gasthaus Ebenalp–Gipfelkreuz–Gasthaus Ebenalp– Bergstation Ebenalp

Für Schneeschuh-Anfänger und Panorama-Liebhaber

Sportliche Schneeschuhhasen sind mit dieser Tour wahrscheinlich unterfordert. Die kleine, aber feine Route auf der Ebenalp ist ideal für alle, die schon immer mal das Wandern mit Schneeschuhen ausprobieren wollten, aber dafür nicht unbedingt gleich hinaus in die freie Wildnis ziehen wollen.
29. Januar 2015, 01:02
Bestechend sind hier nicht nur das Panorama – vom Bodensee über den Hohen Kasten, den zugefrorenen Seealpsee bis zum Säntis – sondern auch der Service. Die Ebenalpbahn stellt an der Bergstation 10 Paar Schneeschuhe samt Stöcken bereit, die man gratis ausleihen kann. Gemütlich stapft man auf der markierten Strecke zum Berggasthaus. (miz)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wasserauen, Talstation der Luftseilbahn; mit dieser geht es auf die Ebenalp
Wanderzeit: 20 Minuten bis 1 Stunde, je nach Kondition
Weglänge: 1,3 km
Gesamtaufstieg: 156 m
Gesamtabstieg:  156 m
Ausrüstung: Winterstiefel
Gaststätten: Berggasthaus Ebenalp, 071 799 11 94
Parkplätze: Wasserauen
Öffentlicher Verkehr: Mit den Appenzeller Bahnen bis Wasserauen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1115 Säntis
 
1 Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Hohe Schneehaufen am Strassenrand lassen Wintergefühle aufkommen an diesem strahlenden Januarmorgen. Der Parkplatz an der Talstation der Ebenalpbahn in Wasserauen ist verwaist – wir haben Glück, denn das heisst, dass das Ski- und Wandergebiet auch menschenleer sein wird. Die Schneeschuhe, die die Ebenalpbahn gratis zur Verfügung stellt, kann man nicht reservieren. Es gilt: Dä Schnäller isch dä Gschwinder.
 
2 Beni Fuchs, Betriebsleiter der Ebenalpbahn, präsentiert stolz das neue Angebot. Die Schneeschuhroute ist ein Pilotprojekt. «Wir wollten etwas für die Nicht-Skifahrer bieten», sagt er. Auf der Ebenalp ist zwar wenig Platz, Skipisten, der Weg zum Berggasthaus, Gleitschirmflieger und jetzt noch Schneeschuhläufer teilen sich die Hochebene.

3 Mit der Luftseilbahn geht es hinauf auf 1644 Meter, die Kabine legt die 723 Höhenmeter in sechs Minuten zurück. Beni Fuchs, Betriebsleiter der Ebenalpbahn, präsentiert stolz das neue Angebot. Die Schneeschuhroute ist ein Pilotprojekt. «Wir wollten etwas für die Nicht-Skifahrer bieten», sagt er. Auf der Ebenalp ist zwar wenig Platz, Skipisten, der Weg zum Berggasthaus, Gleitschirmflieger und jetzt noch Schneeschuhläufer teilen sich die Hochebene.An der Bergstation warten schon die Schneeschuhe, aufgehängt an einer alten Heu-Heinze. Dort, wo früher Heu getrocknet wurde, baumeln jetzt blaue Schneeschuhe und Wanderstöcke. «Für Kinder haben wir noch keine Schneeschuhe», sagt Betriebsleiter Beni Fuchs. Ab Schuhgrösse 35 können die Schneeschuhe benutzt werden. Zum Ausleihen muss man kein Pfand, keinen Ausweis hinterlegen. «Wir vertrauen unseren Gästen, dass sie die ausgeliehenen Sachen wieder zurückbringen», sagt Beni Fuchs. Zudem sei das Ausleihen und Ausprobieren so unbürokratischer, einfacher und persönlicher.
 
4 Die Schneeschuhe kann man sich einfach über die Winterstiefel schnallen. Die Riemen festziehen und festhaken, die Stöcke auf die richtige Grösse einstellen, dann kann es losgehen. Das Ziel ist schon zum Greifen nah, doch wir gehen nicht auf dem Spazierweg zum Berggasthaus Ebenalp. Wir queren die Skipiste und folgen den pink angemalten Stangen talwärts unter der Seilbahn hindurch. In Kurven und Schlaufen geht es bergab. Die Schneeschuhe hängen fremd und klobig an den Füssen. Doch bald hat man sich daran gewöhnt, läuft nicht mehr breitbeinig und staksig durch den Schnee. Doch wir sind froh, dass vor uns schon jemand unterwegs war, selber durch den Tiefschnee zu spuren ist recht anstrengend.
 
5 Am Mast Nummer 4 geht es unter den Drahtseilen der Ebenalpbahn durch in ein kleines Wäldchen hinein. Dick verschneite Bäume, eine Tierspur im Schnee und um uns die glitzernde weisse Pracht. Und Stille. Schön.
 
6 Es geht nun bergauf in Kurven und Kehren. Immer wieder bleiben wir stehen, um das Panorama zu geniessen.
 
7 Nach einer knappen halben Stunde haben wir das Berggasthaus Ebenalp erreicht, das Ziel der Route. Zu unseren Füssen der zugefrorene Seealpsee, hinten grüsst der Säntisgipfel. Hinter der Terrasse des Berggasthauses warnt ein Schild, dass man nun die markierte Route verlässt. Das machen wir, aber nur für ein paar Meter: Dort steht ein Gipfelkreuz mit Bänkli, auf dem es sich gut rasten lässt. Schneeschuhspuren führen zwar weiter Richtung Schäfler, doch wir folgen dem Rat von Beni Fuchs und gehen den Weg zurück, den wir gekommen sind. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Wer müde ist, der kann vom Gasthaus Ebenalp den direkten, kurzen Weg zur Bergstation nehmen.
 
8 Bergab geniessen wir nochmal das Prachtspanorama. Schon sind wir wieder an der Bergstation, schnallen die Schneeschuhe ab. Bei genügend Schnee täglich geöffnet bis 22. März; anschliessend Wochenendbetrieb bis Ostermontag. Informationen auf www.ebenalp.ch und unter Telefon 071 79912 12. (miz)
 
Dateigröße : 404.77 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: