Schwellbrunn – Horst – Aedelswil – Vollhofstatt – Geisshalde – Nieschberg – Kofholz – Herisau

Frühlingsspaziergang durchs Appenzellerland

Gemütlich durchs Appenzeller Hinterland geht es auf dieser Wanderung, die auch als ausgedehnter Spaziergang gewertet werden könnte. Etliche Aussichtspunkte bieten Gelegenheit zum Innehalten; herrliche Ausblicke auf Berge, Hügel und den in der Ferne blitzenden Bodensee können genossen werden – auch bei wechselhaftem Aprilwetter.
25. April 2013, 09:27
Diese kurze Rundwanderung führt von Schachen bei Reute in Appenzell Ausserrhoden über die Ebene Najenriet und den Weiler Dornesslen zum Aussichtsrestaurant Sonne-Blatten. Auf dem Weg überqueren die Wanderer viermal eine Kantonsgrenze. Grund ist die Innerrhoder Enklave Oberegg. Die Gemeinde besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Ortsteilen und ist von den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen umschlossen. Auf ihrer Route folgen die Wanderer ausserdem literarischen Spuren: Der Weiler Dornesslen ist Schauplatz des historischen Romans «Die Dornesslerin» des Gruber Autoren Walter Züst. (lem)
 




 

 

 

 

 

Die Wanderung im Überblick

Start: Schwellbrunn
Ziel: Herisau
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: 8,6 km
Gesamtaufstieg: 265 m
Gesamtabstieg:  483 m
Ausrüstung: festes Schuhwerk
Gaststätten: Restaurant Frohe Aussicht, Geisshaldenstrasse 65, 9104 Waldstatt, 071 351 21 15 (Mo und Di Ruhetag) diverse Gaststätten in Schwellbrunn und Herisau
Parkplätze: Schwellbrunn; Herisau
Öffentlicher Verkehr: Regiobus 171 von Herisau nach Schwellbrunn; ab Herisau SBB
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000; Blatt 1094 Degersheim
 
1 Start ist in Schwellbrunn, dem «höchstgelegenen Dorf im Appenzellerland», wie es auf der gemeindeeigenen Homepage angepriesen wird. Schwellbrunn liegt 972 m über Meer und «bietet einen phantastischen Ausblick über den Alpstein bis hin zum Bodensee». Dem kann man nur zustimmen.
 
2 Start bei der Kirche, leicht bergan führt der Wanderweg von Schwellbrunn nach Herisau. Nach wenigen hundert Metern geht es links Richtung Horst. Der Weg führt auf einen kleinen, aber feinen Bergrücken, der Aussichtsbänke mit 360°-Panorama bereithält. Vom Säntis zum Bodensee das volle Programm. Aber auch bei aprilhaft bewölktem Himmel ist die Landschaft reizvoll. Auf dem Grat entlang, durch ein Kuh-Drehkreuz, über eine Weide – noch ohne Kühe. Durch ein Wäldchen geht es bergab, nach Regen ist es teils recht rutschig. Die Vögel zwitschern, von ferne sind Schüsse zu vernehmen, sie kommen wohl von der Schwellbrunner Kaserne. Aus dem Wäldchen kommend gelangt man an eine Hinweistafel, die sämtliche Gipfel und Höhenzüge erläutert. Der Wegweiser Richtung Aedelswil zeigt nach rechts über eine Wiese, am Bauernhaus vorbei, hinunter zur Strasse.
 
3 Wer jetzt schon müde ist, kann an der Haltestelle Hohrain in den Regionalbus 171 steigen und nach Schwellbrunn oder Herisau fahren. Alle anderen überqueren die Strasse. Der Weg führt an einem Bauernhaus vorbei über eine Wiese. Die Beschilderung ist hier eher mangelhaft: am besten leicht links halten, am Schuppen vorbei den Spuren folgen und hinunter ins Tal.
 
4 An Häusern vorbei gelangt man über eine kleine Brücke auf die Strasse. Der kleine Weiler Aedelswil liegt auf 819 Metern Höhe. Von hier aus verläuft die Beschilderung problemlos. Rechts halten Richtung Vollhofstatt; man könnte auch direkt nach Nieschberg wandern, doch der Umweg lohnt sich – nicht nur wegen der netten Ausflugsbeiz.
 
5 An einem Bauernhof vorbei, leicht bergan durch ein liebliches, unbewohntes Tal. Ein munteres Bächlein murmelt im Wiesengrund, Rehe flüchten erschreckt in den Wald, schüchterne Schafe grasen am Wegrand. Kurz führt der Weg in einen Wald – dort links halten; es geht weiter bergan. Aus dem Wald heraus erreicht man bald Vollhofstatt (880 m Höhe).
 
6 Laut Wegweiser sind es nur 15 Minuten bis Geisshalde. Auf der Strasse bergauf erblickt man unten im Tal Waldstatt, dahinter prächtige Bergkulissen. Auf der Kuppe angekommen (926 m) lohnt sich der Abstecher zur «Wirtschaft zur frohen Aussicht». Im grossen Garten (mit Spielplatz) lässt es sich bei währschaftem Essen prächtig erholen, Wirtin Trudi Zeller ist eine herzliche Gastgeberin (Mo und Di Ruhetag).

7 Von Geisshalde geht es Richtung Herisau; man läuft wieder über Wiesen, Kühe grüssen aus einem Stall. Am Waldrand entlang, schliesslich Richtung Nieschberg halten. Geradeaus über eine Wiese auf die Strasse. Nieschberg (917 m) besteht aus einigen Häusern und einem herrlichen Aussichtspunkt mit wilder Feuerstelle.
 
8 Über Wiesen und Wald auf der Via Jacobi bergab, Richtung Herisau, Obere Müli, halten. Bald erreicht man Kofholz (864 m), eine Feuerstelle lädt zum Bräteln.
 
9 Immer weiter auf der Via Jacobi. An der Weggabelung Richtung Müli Herisau halten – oder nochmals an einer Grillstelle rasten.
 
10 Durch den Wald schimmern die ersten Herisauer Häuser. Wieder über eine Wiese hinunter zum Bauernhaus. Auf der Strasse rechts halten, die letzten Höhenmeter hinunter nach Herisau nochmals durch ein Wäldchen erreicht man Herisau Mühlehof. Der Weg zum Bahnhof ist bestens ausgeschildert, doch ein Abstecher hinauf in die heimelige Herisauer Altstadt lohnt sich. (miz)
 
 

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