Wittenbach–Ruggisberg–Esserschwil–Burketsuelishus–Arbon

Entspannt durch den Regen dem Wasser entgegen

Manchmal will man einfach raus, auch wenn der Himmel trüb ist und ohne Schirm oder Regenschutz nichts geht. Für solche Tage bietet sich diese Wanderung an, sie führt zu 90 Prozent auf geteerten oder gekiesten Feld- und Fahrwegen.
01. Juni 2016, 16:34
Mit sumpfigem Untergrund ist also auch bei Dauerregen nicht zu rechnen. Von Wittenbach geht es nordwärts vorbei am Schloss Dottenwil zum Ruggisberg und in einem weiten Bogen über Esserschwil und Burketsuelishus nach Arbon. Die saftig grüne, im Regen ertrinkende Landschaft strahlt eine magische Ruhe aus. Bei schönem Wetter dagegen geniesst man prächtige Ausblicke zum Säntis und Bodensee. (Hn.)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wittenbach / Arbon
Wanderzeit: 3 1⁄4 Stunden
Weglänge: 13 1⁄2 km
Gesamtaufstieg: 78 m
Gesamtabstieg: 283 m
Ausrüstung: Wetterfeste Kleidung
Gaststätten: Schloss Dottenwil, 071 298 32 01 (Sa/So geöffnet); Ruggisberg, 071 298 54 64 (Mo/Di Ruhetag); Burkartshof, 071 477 13 02 (Mo/Di Ruhetag). Weitere Restaurants in Wittenbach und Arbon
Parkplätze: Bei den Bahnhöfen
Öffentlicher Verkehr: Postautos 80.200/80.203, SOB, SBB
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000, Blatt 1075 Rorschach
1 Schon beim Bahnhof Wittenbach ist die topographische Grundtonart dieser Wanderung vorgegeben: Es geht mit einem sanften Abstieg los, den Wegweisern Ruggisberg und Arbon folgend, Richtung Kreisel und am Gemeindehaus vorbei. Bei der Linkskurve in Richtung Schwimmbad ziehen wir in gerader Richtung weiter und lassen nach der Käserei und einem Einfamilienhausquartier das Dorf hinter uns.
 
2 Bald kommt links das stolz auf einer Krete thronende Schloss Dottenwil ins Blickfeld. Ein malerisches Bild, von der Strasse ziehen sich Rebstöcke den Hang hoch bis zur prächtigen Terrasse des Schlosses. Im Schloss finden regelmässig kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen statt, am Wochenende wird gewirtet. Da kann auch der Schlosswein degustiert werden.

3 Wir ziehen am Schlosshügel und am Weiler Dottenwil vorbei in Richtung Ruggisberg. Links und rechts saftige Weiden. Die Kantonsgrenze zwischen St.Gallen und Thurgau nimmt hier einen ziemlich sprunghaften Verlauf. Auf dem geraden Strässchen, das auf die Kapelle und das Restaurant Ruggisberg (SG!) zuläuft, betreten wir erstmals Thurgauer Boden. Der Weiler Ruggisberg ist ein schönes Ensemble aus Kapelle, Restaurant und Museum. Die Aussicht in Richtung Bodensee, Vorarlberg und Alpstein ist bezaubernd – wenn die Gegend nicht hinter einem Regenvorhang verschwindet.
 
4 Vor dem Restaurant Ruggisberg drehen wir rechts ab und erreichen nach einem kurzen Abstieg die Nebenstrasse, die von Freidorf nach Lömmenschwil führt. Ein paar Meter folgen wir ihr nach rechts, bis vor dem nächsten Gebäude ein Weg links abzweigt. Bald überqueren wir auf einer schmalen Brücke den Salbach und erreichen den Weiler Watt. Dort geht es über die von Roggwil kommende Nebenstrasse. Bald überqueren wir auch die Bahnlinie der Südostbahn und stehen auf einer Art Kanzel. Uns zu Füssen der Oberthurgau, der sich in sanftem Gefälle zum See erstreckt.
 
5 Bei der Verzweigung unterhalb der Bahnüberführung halten wir Richtung Esserschwil. In einem leichten Rechtsbogen führt das Strässchen dem Wald entlang, durch Felder und an Höfen vorbei. Es ist beglückend, wie die Landschaft an einem Regentag eine eigene Magie entwickelt. Sie liegt ruhig, sich selbst überlassen. Kühe, Pferde, Schafe, Lamas, Hühner und Gänse lassen sich vom Regen nicht beirren. Entspannung pur.
 
6 Beim Weiler Hüüsle treffen wir auf die Strasse von Roggwil nach Muolen. Der gut ausgeschilderte Wanderweg (wir halten uns nun an die Destination Romanshorn) führt über die Wiese und durch Wald: Auf diesem Abschnitt ist der Untergrund nicht ideal für nasses Wetter. Alternative: Nach rechts drehend auf der Strasse bleiben und bei der ersten Verzweigung nach links Richtung Burketsuelishuus gehen.
 
7 Auf dem offiziellen Wanderweg erreicht man durch ein kleines Wäldchen das Burketsuelishuus. Dort lockt das Restaurant Burkartshof (TG!), bei dem eine Fahne des FC St.Gallen im Wind flattert.
 
8 Vom Burketsuelishuus geht es in östlicher Richtung, nun wieder auf regenresistenten Wegen, Arbon entgegen. Vor der Unterführung der A1.1 überrascht ein Findlingsgarten mit Brocken aus dem Alpstein, dem Gonzengebiet, dem Churer Rheintal und sogar aus der Region Andeer.
 
9 An Wohnquartieren und dem Friedhof vorbei erreichen wir Arbon, wo sich die Einkehr in der Wirtschaft zum Schloss, mit Blick auf die Dächer der Altstadt, lohnt. Und an der Seepromenade zeigt sich: Auch der See hat bei Trübheit und Regenwetter seinen eigenen Reiz. Und wir lernen: Schlechtes Wanderwetter gibt es nicht.
 
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