Elgg – Fahrenbachtobel – Guwilmühli – Burghof – Schloss Elgg – Elgg

Einmal Märchen und zurück

Auch wenn’s abgedroschen tönt: die Wanderung durchs Fahrenbachtobel ist märchenhaft.
01. November 2012, 08:50
Der Weg führt entlang des Fahrenbachs und immer wieder über romantische kleine Brücken und Stege. Am oberen Ende des Tobels erwartet die Wanderer das von Efeu umrankte Restaurant Guhwilmühle. Dort wird längst kein Mehl mehr gemahlen, aber das Wasserrad läuft immer noch und dreht manches Spanferkel über dem offenen Feuer. Der Weg führt weiter am Rande des Burghölzli bis zum Schloss Elgg. Ein Spaziergang durchs mystische Tobel ist in jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung eindrücklich. Bei Eis und Schnee gar atemberaubend. (rsp)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Elgg
Wanderzeit: Marschzeit 1 1/2 Stunden, Zeit für Kneipp-Tour und Restaurant-Besuch einrechnen
Weglänge: 4,4 km
Gesamtaufstieg: 158 m
Gesamtabstieg: 158 m
Ausrüstung: Schuhwerk
Gaststätten: Restaurant Guhwilmühle, Hofstetten, 0523642163, Schloss-Schenke, Elgg, 0792927851
Parkplätze: Eingang Fahrenbachtobel. Restaurant Guhwilmühle
Öffentlicher Verkehr: Zug nach Elgg. Bus nach Winterthur hält bei den Restaurants.
Kartenmaterial: Landeskarten 1:25000 Blätter 1072, Winterthur; 1073 Wil
 
1 Der Parkplatz liegt versteckt im Wald. Wer von Elgg her kommt, fährt bis zum Fahrenhof und biegt in den ersten Feldweg nach dem Bächlein zur linken Hand ein. Auto einfach zwischen den Bäumen parkieren und rein in den Wald. Bei der ersten Abzweigung links abbiegen und über die Brücke. Der dichte Laubwald umschliesst die Spaziergänger sofort. Die erste Hürde ist die Treppe rauf auf das Bödeli. Dort liegt ein kleiner verträumter Weiher. Der Weg führt rechts um den Weiher.
 
2 Am Ende des Weihers weitet sich das Bett des Fahrenbachs und wird sumpfig. Eine Tafel verrät, dass es hier ideal ist, einen Kneipp-Stop einzulegen. Schuhe aus, Hose hochkrempeln und rein ins kalte Wasser. Und immer schön die Beine hoch heben wie ein Kranich. Wer den Kranichen lieber zusehen mag, macht es sich auf einer Bank bequem, die übrigens in angenehmer Häufigkeit auf der ganzen Strecke stehen. Immer an den schönsten Stellen, versteht sich. Der Weg führt weiter durchs Tobel. Mal geht man links des Bachs, mal rechts. Der Weg schlängelt sich über Brücken und Stege das Fahrenbachtobel hinauf. Mal ist der Wald dunkel und mystisch, mal heiter und wie verzaubert. Dank der mässigen Steigung und der verhältnismässig kurzen Distanz können auch kleine Kinder die Wanderung problemlos bestreiten. Und für die Kleinen gibt’s es viel zu sehen. Je nach Jahreszeit sind Weiher und Bach voll von Fröschen, Laich und Fischen. Für Unkomplizierte ist der Weg auch mit Kinderwagen machbar. Allerdings nur mit guten Rädern. Kurz vor Ausgang des Tobels kommt der eigentliche Star der Route: der Wasserfall. Im Winter, wenn Eis und Schnee die Landschaft einfrieren, wähnt sich der Besucher im Land der Schneekönigin.
 
3 Am oberen Ende des Tobels liegt eingebettet das schmucke Restaurant Guhwilmühle. Rund um das Efeu umrankte alte Haus mit Hof und Wasserrad scheint die Zeit stillzustehen. Die Küche ist gutbürgerlich, die Bedienung hemdsärmlig, aber der märchenhafte Charme zwingt regelrecht zum Verweilen. Oben an der Strasse kann, wer will, einen Abstecher geradeaus zum Gueweiher machen. Im Frühling mit Kindern ein Muss. So viele Frösche sind sonst nirgends zu sehen. Die eigentliche Wanderung führt aber links der Strasse entlang bis zum ersten Wanderpfeil, der links in einen Feldweg zeigt. Der Weg führt zwischen weiten Wiesen hinauf zum Burghölzli. Der Abzweiger nach rechts führt zum Burghof.
 
4 Auf dem Pfad muss man einfach stehen bleiben und die Aussicht auf die umliegenden Hügel geniessen. Wer von der Aussicht ebenfalls nicht genug bekommt, kann unter den mächtigen Laubbäumen auf der Bank Platz nehmen und in Ruhe geniessen.
 
5 Beim Bauernhof verläuft der Weg etwas versteckt zwischen Viehtränke und Scheune. Nur Mut, hier darf und muss man über die Kuhweide hinunter zum Schloss.
 
6 Das Schloss ist seit 300 Jahren in Privatbesitz der gleichen Familie. Eine Besichtigung ist nicht möglich, aber einen Blick auf das kleine Märchenschloss durch die wunderschöne Allee lohnt sich alleweil. Hier hat’s für diejenigen, die noch nicht haben oder noch einmal wollen, eine herzige kleine Beiz, die Schloss-Schenke. Der Weg führt rechts um die Schenke in den Wald. Das steilste Stück des Weges, über und über mit Laub bedeckt. Gerade in den nassen Jahreszeiten empfiehlt sich deshalb gutes Schuhwerk für diese kleine Tour.

7 Hier gehen diejenigen, die mit dem Auto gekommen sind, der Strasse entlang zum Parkplatz. Wer mit dem öV angereist ist oder Lust auf mehr hat, nimmt die Abzweigung rechts hinauf ins Dorf. Ein Spaziergang im mittelalterlichen Städtchen lohnt sich alleweil.



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