St.Anton–Landmark–Suruggen–Gäbris–Gais

Ein ganz bezaubernder Schweinerücken

St.Anton und Gäbris sind zwei der schönsten Aussichtspunkte zwischen Appenzellerland und Rheintal: Topdestinationen, um dem Winternebel im Unterland zu entfliehen.
01. Februar 2017, 16:57
Der Wanderweg via Landmark und Suruggen zum Gäbris ist ein grossartiger und ideal besonnter Panoramaweg mit Vorarlberger, Liechtensteiner, Bündner und St.Galler Alpen sowie dem Alpstein als Kulisse. Je nach Schneesituation ist es jedoch ratsam, zwischen Haggen und Landmark wohl oder übel auf der Strasse zu bleiben. (Hn.)

 


 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: St.Anton – Ziel: Gais
Wanderzeit: 3 Std.
Weglänge: 11,5 km
Gesamtaufstieg: 308 m
Gesamtabstieg: 497 m
Ausrüstung: Schneetauglich
Gaststätten: St.Anton (Ferien bis 5.2.; 0718912442), Kafianton (0714225090), Landmark (0717551594), Unterer Gäbris, (0717931201),Gäbris (0717931601)
Öffentlicher Verkehr: Postauto 80.229 Heiden–St.Anton; ab Gais mit Appenzeller Bahn
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095 Gais
1 St.Anton Im Restaurant St.Anton stärken wir uns zuerst mit Tomatensuppe, Steak, Speck und Sauerkraut, dann entscheiden wir: Es soll nicht nur ein kurzer Spaziergang nach Wald hinunter werden, sondern die längere Tour zum Gäbris und nach Gais. Im Rücken haben wir die Vorarlberger Berge und das im Nebelmeer ertrunkene Rheintal, links die Liechtensteiner und Bündner Berge und vor uns den Alpstein.
 
2 Haggen Um zum Weiler Haggen zu kommen, könnten wir bei der Kapelle rechts abbiegen und gleich wieder links drehen. Der Wegweiser zum Gäbris zeigt aber in Richtung der Strasse südwestwärts. Wir halten uns daran, der Verkehr ist schwach.
 
3 Forenwald Nach einer Linkskurve zweigt der Wanderweg links von der Strasse ab. Hier sollte man sich kurz die Schneesituation vergegenwärtigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt besser auf der Strasse. Wir lassen es drauf ankommen und stapfen in leichtem Anstieg durch den Wald, das Knirschen des Schnees unter den Füssen ist eine schöne Begleitmusik – und das Winterpanorama zwischen den Bäumen eine grandiose Kulisse. Nach einer Rechtskurve treten wir aus dem Wald. Das Bild, das sich uns bietet, ist einmalig. Vor uns glitzern die Schneekristalle, eine Skispur scheint ins Nichts des Nebelmeers hinauszuführen, ein Kreuz ragt in den blauen Himmel, und in der Ferne gleisst die Bündner Winterbergwelt. Doch das Highlight will verdient sein: Immer wieder versinken wir wadentief im Schnee, sind uns nicht mehr sicher, wie das mit diesemWeg weitergehen soll. Bei einer Scheune ziehen wir rechts weg und erreichen schräg den Hang querend im Bereich Honegg wieder die Strasse. Wir finden: Es war ein anstrengender, zeitraubender, aber lohnender Umweg.
 
4 Landmark Nach einem kurzen, sanften Abstieg erreichen wir bald die Kreuzung beim Restaurant Landmark. Wir entscheiden uns für die mit «Gäbris Gratweg» angeschriebene Route.
 
5 Suruggen Das Strässchen führt in einigen Kehren recht steil aufwärts – aber bald beglückwünschen wir uns zu unserer Wahl. Nach der letzten Rechtskurve haben wir mit einem Mal wieder das ganze Panorama vor uns, vom Bregenzer Wald bis zum Säntisgipfel, zwischendurch geht der Blick auch rechts in Richtung Trogen und St.Gallen. Es ist ein angenehmes Gehen, mal durch lichten Wald, mal übers offene Feld. Suruggen heisst es hier, derName rührt tatsächlich daher, dass der langgezogene Hügel an den Rücken eines Schweins erinnert.
 
6 Ruhsitz Der «Ruhsitz» liegt in einer leichten Senke. Wir begegnen Bauern, Wanderern, Schneeschuhläufern und Schlittlern und passieren bald das «Gäbrisseeli».
 
7 Unterer Gäbris Beim «Unteren Gäbris» begrüssen uns ein Steinbock und ein Pferd – aus Holz geschnitzt. Der Versuchung einzukehren widerstehen wir.
 
8 Gäbris Eine Viertelstunde später sitzen wir im Restaurant Gäbris bei Punsch und Bier und staunen wieder einmal über die Grandiosität dieses Aussichtspunktes. Und erfahren, dass der Name Gäbris einen Berg bezeichnet, auf dem es Wildziegen, also Geissen, gab.
 
9 Gais Für die letzte Etappe kommen mehrere Wanderwege sowie die Fahrstrasse in Frage. Angesichts der Schneesituation und der hereinbrechenden Nacht entscheiden wir uns für eine andere Variante: Wir fragen im Restaurant, ob uns jemand mit dem Auto ins Tal mitnehmen könne.
 

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