Oberwangen – Schallenberg – Dietschwil – Oberwangen

Ein Wanderer, ein Fuchs und der geliebte Säntis

(rsp)
Die Wanderung dauert knapp zweieinhalb Stunden und ist viel eher ein ausgedehnter Spaziergang. Es gibt unterwegs weder Gastwirtschaften noch Sehenswürdigkeiten im grossen Stil. Eigentlich hat es nichts, ausser Natur pur; vor allem keine Wandererströme.
07. März 2013, 08:44
Die Wanderung dauert knapp zweieinhalb Stunden und ist viel eher ein ausgedehnter Spaziergang. Es gibt  unterwegs weder Gastwirtschaften noch Sehenswürdigkeiten im grossen Stil. Eigentlich hat es nichts, ausser Natur pur; vor allem keine Wandererströme. Der Blick vom Schallenberg auf das Säntismassiv ist eindrücklich. Eine Bank, alleine auf weiter Flur, verlangt geradezu, sich hinzusetzen und den Blick auf die wunderschöne Ostschweiz zu geniessen. In den bedeckten Winterwochen trifft man dort oben im übrigen fast immer auf die Sonne. Der ideale Platz also, um das Picknick aus dem Rucksack zu kramen. (rsp)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Skilift Oberwangen.
Wanderzeit: 2 h 20 Minuten
Weglänge: 8,4 km
Gesamtaufstieg: 327 m
Gesamtabstieg:  327 m
Ausrüstung: Schuhwerk, Feldstecher, um die schöne Aussicht zu geniessen
Gaststätten: Dietschwil, Restaurant Landhaus, 071 930 07 93, Sonntag und Mittwoch Ruhetag Von Dezember bis März: Restaurant Skilift, Arosastübli
Parkplätze: Skilift Oberwangen
Öffentlicher Verkehr: Postauto, Linie 734, Bahnhof Wil–Fischingen, hält in Oberwangen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1093, Hörnli
 
 
1 Nicht entmutigen lassen. Der Ausgangspunkt beim Skilift Oberwangen ist zu dieser Noch-nicht- Frühling-aber-nicht-mehr-Winter-Zeit nicht unbedingt der schönste Start in eine Wanderung. Viel Pflotsch, aufgeweichter Boden, nicht hübsch. Dafür hat es dort gäbig Parkplätze. Einfach schnell drauflosmarschieren, Richtung Wald ins Bründeltobel. Nach ein paar hundert Metern neben dem erwartungsvoll (Wann kommt endlich der Frühling?) plätschernden Bächlein tut sich eine kleine Lichtung auf.
 
2 Hier dem Wegweiser links nach Kirchberg das Tobel hoch. Der Weg führt steil hinauf. Auf dem Pfad liegt lustloser Schnee, der den Widerstand aufgegeben hat und darauf wartet, dass die Sonne ihn endgültig besiegt. Dementsprechend ist der Weg aufgeweicht wie ein Guezli im Tee. Reiter haben dem Weg den Rest gegeben. Er hat tiefe, sumpfige Löcher. Hier hinauf braucht es gute Schuhe und gute Knie. Und ein paar extra Schuhe und Socken im Auto. Der Rückweg führt diesen Weg wieder hinunter. Von oben herab kommend bemerkt man die sumpfigen Löcher erst, wenn man bis zu den Waden drinsteckt.
 
3 Oben angekommen, führt der Weg nach rechts Richtung Altrüti. Zuerst eben, steigt der Weg doch noch an. Endlich aus dem Tobel draussen, präsentiert sich ein wunderschönes Bödeli mit einem herzigen Wäldli in der Mitte. Die Route führt direkt über das verschneite Feld Richtung Eichen. Der Wald um den Alvensberg ist entspannend ruhig. Wer keine Menschen sehen will, wer keine Sehenswürdigkeiten braucht, ist hier gerade richtig. Der Fuchs mitten auf dem Weg guckt die offenbar höchst seltenen Besucher gelassen an, bevor er gemächlich von dannen trottet. Der Wanderweg führt Richtung Dietschwil. Wo der Wald sich öffnet, offenbart sich eine atemberaubende Aussicht auf den Säntis.
 
4 Auf dem höchsten Punkt des Schallenbergs – Sie werden nicht merken, dass Sie auf einer Spitze stehen – lädt eine Bank ein, die Aussicht zu bestaunen und wirken zu lassen, bis die Temperatur zum Weitergehen zwingt.
 
5 Der Wegweiser zeigt 15 Minuten bis Dietschwil an. Im kleinen, herzigen Dorf liegt direkt an der Strasse das Restaurant Landhaus, Sonntag und Mittwoch ist Ruhetag. Je nach Vorliebe und Ausdauer bieten sich ab Dietschwil verschiedene Wege zurück zum Ausgangspunkt an. Wer mag, kann zuerst noch dem Wegweiser Richtung Giessbachfall folgen. In 15 Minuten steht man vor einem schönen Naturschauspiel. Für den Rückweg kann man an der – einzigen – Kreuzung im Dorf den Abzweiger rechts Richtung Norden nehmen und nach den letzten Häusern links in den Feldweg einbiegen. Er führt beim Weiler Gründ wieder auf die Strasse. Oder aber man wandert auf der Strasse zurück. Der äussert spärliche Verkehr ermöglicht ein problemloses Gehen auf der Strasse.
 
6 Die Wanderroute schlägt hier vor, wieder auf einen Feldweg einzubiegen. Dieser führt entlang und durch den Wald zurück ins Bründeltobel. Da der Hang auf der Nordseite liegt, ist er am Nachmittag im Schatten und bitterkalt. Die Gedanken schweifen zu den Handschuhen, die im Auto liegen. Die Sehnsucht nach ebendiesen ist der unwillkommene Etappenbegleiter. Es wird Zeit, nach zwei Stunden wieder nach Hause zu kommen. Der Abzweiger zurück zum Skilift (15 Minuten) kommt sehr gelegen. Es folgt der Abstieg runter ins Bründeltobel (Obacht, tiefe Pfützen). Im Restaurant Arosastübli der Genossenschaft Skilift Oberwangen können klamme Finger mit einem Punsch gewärmt werden. Aber Achtung, das Arosastübli ist nur noch bis 23. März täglich offen. Danach wird eingesömmert und der Betrieb erst im Dezember wieder aufgenommen. (rsp)

 
 

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