Degersheim–Hinterschwil–Talmühle–Wissbachschlucht–Wissbachbrücke– Schwänberg–Ramsenburg–Schwarzes Haus–Herisau

Ein Familienerlebnis auf der Kulturspur Appenzellerland

Die Wanderung von Degersheim nach Herisau ist für Familien mit Kindern besonders geeignet. In der Wissbachschlucht gibt es mehrere Feuerstellen, und die Brücken machen den Weg zu einem kleinen Abenteuer.
12. November 2014, 14:23
Im Sommer können die Füsse im Fluss abgekühlt werden, im Winter verwandelt sich die Schlucht in ein Märchenland voller Eiszapfen. Nach dem Aufstieg zur Burgruine Ramsenburg erwartet die Kinder auch dort ein Kletterparadies mit Grillstelle. Ausserdem kann die Wanderung beliebig abgekürzt werden, beim Schachen beispielsweise befindet sich ebenfalls ein Bahnhof. Einzig für Kinderwagen ist die Route nicht geeignet. (jar)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Degersheim, Herisau
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 10,5 km
Gesamtaufstieg: 470 m
Gesamtabstieg:  529 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Hinterschwil: Restaurant Schäfli (071 371 11 24), Schwänberg: Restaurant-Bäckerei Sternen (071 351 19 16), Herisau: Restaurant Engel (071 351 18 77)
Parkplätze: Bahnhof Degersheim, Bahnhof Herisau
Öffentlicher Verkehr: Start: Bahn- und Postautoanschluss beim Bahnhof Degersheim, Ziel: Bahn- und Postautoanschluss beim Bahnhof Herisau
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1094 Degersheim
 
1 Der Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Bahnhof Degersheim. Hier kann problemlos mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Auto angereist werden. Gleich beim Bahnhof stehen die ersten Wandertafeln. Der Wanderweg nach Herisau ist mit einem hellgrünen Kleber «22 Kulturspur Appenzellerland» gekennzeichnet. Nun geht es los in Richtung Kern des ehemaligen Stickereidorfs. Noch bevor man diesen erreicht hat, führt der Weg von der Hauptstrasse weg und an der reformierten Kirche vorbei. Kurz darauf geht es aufwärts in Richtung Freudenberg. Bei einem Bauernhof beginnt dann der Abstieg in Richtung Wissbachschlucht.
 
2 Bei Hinterschwil verläuft die Route über eine Wiese zur Bühlstrasse. Ist es also feucht, sollten die Schuhe dringend wasserfest sein. Der Bühlstrasse muss nur 100 Meter lang gefolgt werden. Dann geht der Wanderweg dem Talbach nach bis zur Talmühle.

3 Nach einem kurzen Wegstück auf Asphalt wird erneut eine Wiese überquert – dabei stets in Richtung Wald zum Naturschutzgebiet Glatt-Wissbach marschiert. Dort angekommen, trifft man zum ersten Mal auf die Wissbach.
 
4 Sogleich folgen die erste Überquerung einer Brücke und eine «Schweizer Familie»-Feuerstelle. Es geht weiter durch die Schlucht, an der Kantonsgrenze von St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden entlang – über weitere Brücken, zum Teil über Wurzeln, aber stets am Wissbach entlang. Bald treffen die Wanderer auf den ersten Stauweiher. Dann geht es die Treppen einer Holzkonstruktion hinab zum ersten Kleinkraftwerk. Der Weg führt anschliessend wieder über Brücken zu verschiedenen Feuerstellen. Schliesslich gelangt man wieder an einen grösseren Stauweiher. An dessen Ostseite hat es einen alten Holzsteg. Aber Vorsicht, er ist morsch!
 
5 Die Wanderung geht weiter in Richtung Schwänberg. Bei der Verzweigung mit Wegweisern kann, wer abkürzen will, geradeaus weitergehen. Zur Wissbachbrücke oder auch Schwänbergbrücke führt der Weg aber links weg, hinab zur Staumauer und zur 1782 erbauten Holzbrücke. Diese ist 22 Meter lang und ragt in 24 Metern Höhe über die Schlucht.
 
6 Nun ist es Zeit für den Aufstieg zum Schwänberg. Damit beginnt eine längere Aufstiegsetappe. Der Schwänberg gehört zu den ältesten Siedlungen im Appenzellerland. Besonders fotogen sind das Alte Rathaus, das Gasthaus Sternen und das Rutenkaminhaus. Das Gasthaus Sternen hat keine regelmässigen Öffnungszeiten, und es werden nur kleinere Speisen, wie Käse- oder Birnenfladen, serviert.
 
7 Vor dem Gasthaus biegt der Weg stark Richtung Süden ab. Nach einem kleinen, weissen Häuschen muss eine Wiese überquert werden. Dann geht es weiter aufwärts, auf einer Brücke über die Gleise bis zur Hauptstrasse. Dieser folgt man ein kleines Stück zu einem Weg, der in den Wald führt. Wer an dieser Stelle nicht mehr weiter mag, kann der Hauptstrasse bis zum Bahnhof Schachen folgen. Dort verkehrt der Zug Richtung Degersheim und Herisau. Der eigentliche Weg verläuft jedoch weiter zur Ruine Ramsenburg, wo es eine Feuerstelle gibt. Die ehemalige Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert.
 
8 Der Weg zum Bahnhof Herisau ist nicht mehr weit. Zuerst kommt man am Restaurant Engel vorbei. Weiter geht es mit Aussicht zum Säntis und auf das Dorf, erneut über Bahngleise, zum Glatttalviadukt. Von dort aus gelangt man zum «Schwarzen Haus», eine der ersten Stoffdruckereien der Schweiz.
 
9 Nun können die Wanderer der Strasse in Richtung katholische Kirche zum Bahnhof Herisau folgen. Dort gibt es wieder Anschlüsse in alle Richtungen.
 
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