Starkenbach – Neuenalpbach-Schlucht – Unterstofel – Oberstofel – Gräppelensee – Chüeboden – Unterwasser

Durchs Tobel bis zum See im Flachmoor

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Dies isteine abwechslungsreicheHerbstwanderung.Man startet in Starkenbach imoberen Toggenburg. Einsteiler Weg führt durchdie schroffe Landschaft des Neuenalpbach-Tobels bis auf rund 1300 Meter über Meer.

28. September 2016, 17:39
Oben angekommen, öffnet sich der Blick auf ein bezauberndes Flachmoorgebiet und den Gräppelensee. Am Uferbefindet sich ein Picknickplatz mit Feuerstelle.Nach einer Pausebeginnt der Abstieg, teilweise auf Trampelpfaden, bis hinunter nach Unterwasser. Von dort geht es per Postauto zurück zum Start. (aru)

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Von Starkenbach nach Unterwasser.
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 9,8 km
Gesamtaufstieg: 650m
Gesamtabstieg: 636 m
Ausrüstung: Stabiles Schuhwerk. Für Kinderwagen nicht geeignet.
Gaststätten: Am Start- und Zielort. Unterwegs erfolgt die Verpflegung aus dem Rucksack.
Parkplätze: Starkenbach
Öffentlicher Verkehr: Ab Wattwil mit der Postautolinie 790 Richtung Buchs.
Kartenmaterial: Landeskarten 1:25000, Blätter 1114 und 1134.
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1 Diese ideale und abwechslungsreiche Herbstwanderung beginnt in Starkenbach im oberen Toggenburg. Der Ort ist sowohl per Postauto als auch mit dem Privatwagen gut erreichbar. Da es nicht allzu viele Parkplätze gibt, empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

2 Ein geteerter Weg leitet einem kurz nach dem Start durch eine Wiese direkt zum Beginn des Aufstiegs. Bevor es aber steil bergauf geht, trifft man auf eine Besonderheit: Wenige Meter nebeneinander spannen sich zwei Brücken über die Thur. Auf der schmaleren wächst ein grüner Teppich aus Grashalmen. Sie kann ausschliesslich von Fussgängern benutzt werden.
 
3 Hinter der «Doppelbrücke» zweigt ein Fussweg vom geteerten Strässchen ab. Es führt in einem wildromantischen Tobel steil nach oben. Mehrmals muss man unterwegs den Neuenalp-Bach überqueren, was jedoch kein Kunststück ist, denn er führt derzeit wenig Wasser.
 
4 Und plötzlich entsteigt man der Schlucht und findet sich auf einer Wiese wieder. Noch einige Höhenmeter sind zu bewältigen, dann öffnet sich der Blick. Die weissroten Wanderwegmarkierungen helfen einem hier bei der Orientierung. Beim Unterstofel auf der Neuenalp verlässt man den Trampelpfad und geht einige hundert Meter auf einer schmalen Strasse weiter.
 
5 Beim Oberstofel, wo das Gipfelkreuz steht, befindet sich wortwörtlich der Höhepunkt dieser Route, dies auf rund 1400 Metern über Meer. Von hier aus ist die zwischen schroffen Felsen eingebettete geschützte Flachmoorlandschaft mit dem Gräppelensee zu sehen. Im Hintergrund ragt der Wildhauser Schafberg in den Himmel.
 
6 Die Gegend um den Gräppelensee bietet sich wunderbar als Rastplatz an. Hartgesottene kühlen sich auch ausserhalb der Bade-Hochsaison im Wasser ab – der Einstieg erfolgt über einen Steg am Nordufer. Wer sich aufwärmen oder einen mitgebrachten Imbiss braten möchte (oder gar beides), ist an der Feuerstelle richtig. Rundherum befinden sich mehrere Sitzbänke. Im wärmeren Halbjahr steht beim Gräppelensee ausserdem eine Toilette zur Verfügung. Die Kunststoffkabine ist im Bretterverschlag gut getarnt. Noch schwieriger zu finden ist die schlichte Gedenktafel für die sechs englischen Besatzungsmitglieder, die in ihrem brennenden Bomber am 28. April 1944 um 1.15 Uhr oberhalb des Sees abgestürzt und ums Leben gekommen sind. Sie wurde an einen Stein montiert, der sich an der Unfallstelle am Hang befindet.
 
7 Weiter geht es dem Strässchen entlang. Bald muss man aber rechterhand auf einen Pfad abbiegen, der zwischen den Kuppen des Lauiund Chüebodenbergs durchs Gehölz führt.
 
8 Und dann beginnt der Abstieg. Er führt über Wiesen und Wege zum Chüeboden, zu Wohn- und Ferienhäusern mit idyllischer Lage. Es gibt mehrere Varianten, ins Tal zu gelangen. Dies zeigen auch die offiziellen Wegweiser an, denen man unterwegs immer wieder begegnet. Hier lässt sich die Wanderung individuell gestalten.
 
9 Wer noch nicht genug hat, kann via Nesselhalden und Alt St. Johann zu Fuss nach Starkenbach gehen – der Weg ist allerdings im Vergleich zum zuvor Erlebten unspektakulär. Wer es bequem mag, begibt sich zur Post in Unterwasser und lässt sich von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Starkenbach zurück chauffieren. Auf dem Platz bei der Haltestelle in Unterwasser kann die goldene Telefonkabine bestaunt werden, die zu Ehren der Erfolge von Skispringer Simon Ammann erstellt worden ist. (aru)
 
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