Landmark–Suruggen–Schwäbrig–Sommersberg–Hebrig

Durch drei Kantone über den Suruggen

Zugegeben: Bereits nach den ersten 200 Metern verlässt man erst Innerrhoder, dann St. Galler Boden. Ab Alp Suruggen bewegt man sich nur noch auf ausserrhodischem Gebiet, geniesst aber immer wieder einen herrlichen Ausblick ins Rheintal und zum Alpstein – sofern das Wetter mitspielt.
11. April 2013, 08:25
Zugegeben: Bereits nach den ersten 200 Metern verlässt man erst Innerrhoder, dann St. Galler Boden. Ab Alp Suruggen bewegt man sich nur noch auf ausserrhodischem Gebiet, geniesst aber immer wieder einen herrlichen Ausblick ins Rheintal und zum Alpstein – sofern das Wetter mitspielt. Doch auch bei nebliger Witterung wartet der Weg mit einer reizvollen Umgebung auf. Nach dem Ruhsitz biegt man links zur Wetterstation ab, wo der Meteo-Wanderweg beginnt. Diesem folgt man vorbei am Ferienheim in Schwäbrig, hinunter in ein Hochmoorgebiet und wieder hinauf zum Sommersberg, dem idealen Rastplatz vor dem Abstieg nach Hebrig. (rh)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start: Landmark, Oberegg
Ziel: Hebrig, Gais
Wanderzeit: 2 1/2 Stunden
Weglänge: 6,8 km
Gesamtaufstieg: 339 m
Gesamtabstieg:  374 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Gasthaus Landmark, 0717551394; Restaurant Sommersberg, 0717931131.
Parkplätze: Landmark, Oberegg
Öffentlicher Verkehr: Postauto bis «Oberegg AI, Landmark», ab Heiden um 10.01, 11.21, 14.01 oder 16.01 Uhr, ab Trogen um 7.29, 10.38, 12.03 oder 14.38 Uhr. Ab Hebrig fährt die Appenzeller Bahn stündlich nach Gais.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095, Gais
 
1 Landmark, Oberegg. Die Wanderung beginnt für Benutzer des öffentlichen Verkehrs beim Gasthaus Landmark. Montag und Dienstag sind Ruhetage; Betriebsferien vom 1. bis 16. Juli. Ansonsten ist das Gasthaus jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Einige Meter gegen Trogen hin befindet sich der Parkplatz und der eigentliche Wanderweg, der bereits auf St. Galler Hoheitsgebiet liegt. Im Volksmund heisst die hier beginnende, ehemalige Militärstrasse «Ho-Chi-Minh-Pfad» und ist heute vor allem für das alljährliche Hornschlittenrennen bekannt. In der zweiten Kurve der Schlittelpiste umgeht man die hölzerne Absperrung links, passiert den historischen Grenzstein von 1869 und befindet sich nunmehr bereits im dritten Kanton der Drei-Kantone-Wanderung. Die Aufmerksamkeit gilt nun aber nicht mehr den Grenzüberschreitungen, sondern dem Ausblick über das Rheintal, der sich nach der ersten Wegbiegung öffnet.
 
2 Alp Suruggen. Um auf die Alp zu gelangen, biegt man rechts vom Weg ab und steigt über die Wiese entlang der Böschung hinauf. Bei der neuen Alphütte betritt man wieder den Wanderweg, der von hier aus gut ausgeschildert ist. Weiter führt der Weg immer geradeaus und leicht aufwärts an einem verwitterten Holzkreuz vorbei. An dieser exponierten Lage weht häufig ein kräftiger Wind. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden prüft hier die Erstellung einer Windkraftanlage. Nach dem Kreuz betritt man einen Wald, der den Wanderer vor dem Wind schützt. Kleine und mittelgrosse Buchen und Eschen säumen den Pfad über Nagelfluh-Gestein. Dann wird der Weg immer flacher, und Tannen prägen das Landschaftsbild.
 
3 Flecken, Suruggen-Kamm. Flecken ist der höchste Punkt der Wanderung.
 
4 Ruhsitz. Bald führt der Weg am Waldrand entlang, wird zur Kiesstrasse und geht hinunter zum Ruhsitz. Hinter dem Stall erblickt man bei gutem Wetter langhaarige, zottige, gehörnte Wesen. Die Ziegen geniessen die ersten Frühjahrs-Sonnenstrahlen. Gleich dahinter biegt man links ab und durchquert eine kleine Talsohle.
 
5 Wetterstation, Schwäbrig. Im Schwäbrig passiert man die Wetterstation der Meteomedia AG. Dieser Wetterdienst wurde 1990 von Jörg Kachelmann gegründet. Ab hier folgt die Wanderung dem Meteo-Wanderweg. An verschiedenen Punkten des Weges sind Informationstafeln über Wetterphänomene aufgestellt.
 
6 Ferienheim, Schwäbrig. Etwas weiter vorne befindet sich das «Stammhaus der Zürcher Ferienkolonien». Seit 1884 schickt die Stiftung Zürcher Schülerferien Stadtkinder in die hiesige Natur.

7 Moorgebiet, Hofgut. Nach dem Ferienheim gelangt man südwärts über einen Wiesenweg hinunter in ein Moorgebiet, welches seine wahre Pracht wohl erst nach der Schneeschmelze offenbart.
 
8 Restaurant Sommersberg. Nach der Talsenke steigt der Weg wieder an. Nach gut 100 Metern biegt der Wanderweg auf ein Zufahrtssträsschen ein. Diesem folgt man aufwärts, um eine Rechtsbiegung und gelangt schliesslich auf dem Kamm bis zum Gasthaus auf dem Sommersberg. Hier lockt die Gartenwirtschaft mit schönem Ausblick auf den Alpstein zum Verweilen und Verköstigen. Die Wirtefamilie Brunner bietet hier Suppen und Würste an. Geöffnet ist der Sommersberg das ganze Jahr über, auch an Feiertagen. Montag und Dienstag ist jeweils geschlossen, und Ende Juli, Anfang August sind Betriebsferien.
 
9 Hebrig, Gais. Nach dem Restaurant der Abstieg in westliche Richtung gegen Gais hin. Im Wald ist es stellenweise etwas steil und bei nasser Witterung rutschig. Verlässt man den Wald, hat man Sicht auf Gais und folgt dem Weg endlich bis zur Bahnhaltestelle Hebrig.
 
 

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