Hemberg–Bad–Salomonstempel–Fürschwand–Hemberg

Durch Laub, Wald und Moore auf den Salomonstempel

Wer das Dorf Hemberg Richtung Bendel verlässt, kommt zum Strässchen Richtung «Bad». Dort zweigen wir ab und gelangen nach rund 20 Minuten Marsch auf der Strasse zum gleichnamigen Restaurant. Hier kann sich stärken, wem danach gelüstet, danach steigt der Weg hinauf über Wiesen- und Waldwege zum Salomonstempel.
13. Dezember 2012, 09:31
Ein ungewohnter Blick zum Säntis belohnt einem für den kurzen Aufstieg. Eine idyllische Grillstelle bietet Raum zum Verweilen. Über das Hochmoor geht der Rundweg weiter. Die Aussicht ändert sich, eine Weitsicht bis hinunter in den Thurgau eröffnet sich, bevor der Weg wieder zurück nach Hemberg führt. (bei)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Hemberg
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 350 m
Gesamtabstieg:  350 m
Ausrüstung: Trekkingschuhe
Gaststätten: Gasthaus Bad, Tel.0713771176, Dienstag bis Donnerstag geschlossen; Restaurant/Konditorei Hörnli, Tel.0713771170, Dienstag Ruhetag.
Parkplätze: Im Dorf Hemberg oder bei der Obstanlage.
Öffentlicher Verkehr: Ab Wattwil via Heiterswil mit der Postautolinie 78017, ab St. Peterzell via Bächli mit der Postautolinie 18520.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1114, Nesslau
 
1 Hemberg. Das Dorf Hemberg verlassen wir Richtung Bendel. Kurz nach der katholischen Kirche folgt ein Abzweiger Richtung Bad. Diesem folgen wir. Anfangs auf asphaltierter Strasse, zieht sich die Strasse leicht abwärts Richtung Gasthaus Bad. Das herrschaftliche Lokal lädt an idyllischer Lage zum Verweilen ein. Wer will, kann in warmen Jahreszeiten die Füsse in den nahen Weier strecken.
 
2 Bad. Nach dem Halt im Gasthaus Bad erfolgt der kurze Aufstieg vorbei an Bauernhöfen über eine Wiese. Auch für Kinder ist dieser Marsch gut zu absolvieren. Später verläuft der Weg in ein Waldstück. Hier schlägt das Herz der Pilzsammler höher. Erste Pilz-Hexenkreise sind bald einmal zu finden, Steinpilze sind nicht mehr weit. Aber Vorsicht! Auch giftige Fliegenpilze fühlen sich in dieser Gegend wohl. Nach der Waldpassage zieht sich der Weg über den Geländerücken zum Salomonstempel. Mehrere Feuerstellen laden hier zum Verweilen, zum Bräteln oder zum Spielen ein. Auch Holz für ein Feuer lässt sich im nahegelegenen Wald zur Genüge finden. Von hier aus eröffnet sich eine aussergewöhnliche und wenig bekannte Sicht auf den Säntis und den gesamten Alpstein.
 
3 Salomonstempel. Durch den Wald führt der Weg weiter zum Moorgebiet bei der Fürschwand. Hier ziehen im Winter die Langläufler ihre Runden. Auf der rund 17 Kilometer langen Panorama-Langlaufloipe und der 6 Kilometer langen Skating-Loipe kommen die Wintersportler auf ihre Rechnung. Im Herbst lässt es sich an gleichem Ort auf frisch gemähten Streuwiesen herrlich weich marschieren. Bei nasser Witterung empfiehlt sich gutes Schuhwerk, denn das Wasser drückt es bei jedem Schritt aus dem Boden. In dieser Gegend kommt auf seine Rechnung, wer ein Auge für die kleinen Dinge der Natur hat. Ameisenhaufen und ihre emsigen Bewohner zieren den Wegrand genauso wie Eichhörnchen, die sich für den Winter mit Proviant eindecken. Und natürlich: Auch hier sind je nach Jahreszeit Pilze aller Art zu finden.
 
4 Fürschwand. Weiter verläuft der Weg über Wiesen, Hochmoore und Waldstücke. Die Aussicht Richtung Unterland fasziniert. Bei Föhnstimmung nimmt die Weitsicht kaum ein Ende. Ganz zuhinterst ist sogar der Bodensee zu erkennen. Bald taucht der Ausgangsort Hemberg wieder im Blickfeld auf.
 
5 Matt. Am Schluss steht die Überquerung des Rohrbachs bevor. Dafür steigen wir rund hundert Meter in ein kleines Tobel hinab. Ein letztes Mal vorbei an weidenden Kühen und sich im Herbstlicht räkelnden Kälbern gehen wir dem Holzsteg entgegen.
 
6 Rohrbach. Dieser rund zehn Meter lange Holzsteg ermöglicht trockenen Fusses über den Rohrbach zu gelangen, obwohl dieser Bach ohnehin keine riesigen Wassermengen mit sich führt. Nach einem kurzen Aufstieg passieren wir den Obstgarten. Der Obstgarten der Gemeinde Hemberg vereint eine Hochstamm-Obstanlage mit einer modernen Niederstammanlage. Alte und neue Sorten direkt nebeneinander zeigen eindrücklich die Entwicklung des Schweizer Obstbaus in den letzten Jahrzehnten. Im Spätsommer lernen Sie Kuriositäten wie den «Birnenförmigen Apfel», den «Totenapfel» oder das «Allerheiligenchriesi » kennen und können auf dem historischen Lehrpfad in die Obstvielfalt vergangener Zeiten eintauchen. In der Wildobsthecke werden grossfruchtige Sorten vorgestellt und im Permakulturgarten werden günstige Mischkultur-Kombinationen gezeigt.

7 Hemberg. Wer nach der abwechslungsreichen Wanderung eine Stärkung sucht, ist im Restaurant/Konditorei Hörnli im Dorfzentrum gut aufgehoben. Auch sonntags lädt die gemütliche Terrasse mit Blick auf Alpstein und Churfirsten zum Verweilen ein. (bei)



 

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